Heimsuchung reicht tief in die deutsche Vergangenheit. Eine literarische Spurensuche von stupender WuchtEin Haus an einem märkischen See ist das Zentrum, fünfzehn Lebensläufe, Geschichten, Schicksale von den Zwanzigerjahren bis heute ranken sich darum. Das Haus und seine Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR, die Wende und die Zeit der Nachwende. Jedem einzelnen Schicksal gibt Jenny Erpenbeck eine eigene literarische Form, jedes entfaltet auf ganz eigene Weise seine Dramatik, seine Tragik, sein Glück. Alle zusammen bilden eine Art kollektives literarisches Gedächtnis des letzten Jahrhunderts, geformt in einer Literatur, die nicht nur großartige Sätze und Bilder zu bieten hat, sondern die auch Wunden reißt, verstört, beglückt, verunsichert und versöhnt.Worin das Geheimnis dieser Geschichten besteht, woraus sich ihr Glanz, ihre Wucht und ihre eminente Dramatik entfalten, ist schwer zu sagen. Sicher aber ist eins: Mit diesem Buch ist Jenny Erpenbeck ihr Meisterstück gelungen.»Immer, wenn Jenny Erpenbeck ihren scharfen Blick auf die Dinge richtet, verändern sie sich blitzartig. Die Oberfläche schmilzt. Darunter kommt zum Vorschein, was als subkutane Irritation die Figuren bewegt.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Heimsuchung
von Jenny Erpenbeck
Heimsuchung reicht tief in die deutsche Vergangenheit. Eine literarische Spurensuche von stupender WuchtEin Haus an einem märkischen See ist das Zentrum, fünfzehn Lebensläufe, Geschichten, Schicksale von den Zwanzigerjahren bis heute ranken sich darum. Das Haus und seine Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR, die Wende und die Zeit der Nachwende. Jedem einzelnen Schicksal gibt Jenny Erpenbeck eine eigene literarische Form, jedes entfaltet auf ganz eigene Weise seine Dramatik, seine Tragik, sein Glück. Alle zusammen bilden eine Art kollektives literarisches Gedächtnis des letzten Jahrhunderts, geformt in einer Literatur, die nicht nur großartige Sätze und Bilder zu bieten hat, sondern die auch Wunden reißt, verstört, beglückt, verunsichert und versöhnt.Worin das Geheimnis dieser Geschichten besteht, woraus sich ihr Glanz, ihre Wucht und ihre eminente Dramatik entfalten, ist schwer zu sagen. Sicher aber ist eins: Mit diesem Buch ist Jenny Erpenbeck ihr Meisterstück gelungen.»Immer, wenn Jenny Erpenbeck ihren scharfen Blick auf die Dinge richtet, verändern sie sich blitzartig. Die Oberfläche schmilzt. Darunter kommt zum Vorschein, was als subkutane Irritation die Figuren bewegt.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
Aktuelle Rezensionen(15)
An sich war die Idee und die Geschichte interessant und wichtig zu erzählen, da sie auch verschiedene Seiten der Geschichte wiedergibt, leider komme ich gar nicht mit dem Schreibstil und der Erzählweise klar.
War halt ne Schullektüre, stellenweise sehr mitreißend, aber ist halt nicht mein Genre...
Heimsuchung ist ein stilistisch beeindruckender, stark reduzierter Roman, der durch seine klare Struktur und sprachliche Präzision überzeugt. Die Verbindung der einzelnen Lebensgeschichten über das Haus als Konstante ist faszinierend. Besonders die wiederkehrenden Sequenzen mit dem Gärtner verleihen dem Buch eine außergewöhnliche Geschlossenheit. Ein literarisch herausragendes Werk, das lange nachwirkt.
Jenny Erpenbecks Romane haben mich schon als Schülerin im Deutsch-Leistungskurs begleitet. Jetzt werde ich als Deutschlehrerin wieder mit ihnen konfrontiert. Obwohl sich die Werke für den Unterricht eignen und vor allem spannende Diskussionen und Analysen ermöglichen, bleibt die Lesefreude bei den Lernenden - und teilweise leider auch bei mir - aus. Heimsuchung ist für mich ein 3 Sterne Roman mit 5 Sterne Momenten. Einige Passagen ziehen mich in den Bann, schockieren mich. Leider lässt mich der Rest kalt.
Jenny Erpenbeck realisiert hier ihre eigene Familiengeschichte und widmet die Geschichte gleichzeitig der 12-jährigen Jüdin Doris Kaplan und ihrer Familie. Keine leichte Kost, aber so vielschichtig und interessant geschrieben. Obwohl der Schreibstil sehr nüchtern ist, hat es mich bewegt.