Ungebremst, urkomisch, unerschrocken: Großmama packt aus. Die gute Katholikin Elisabeth Rother kennt kein Tabu, ganz egal, ob es sich um ihr Ehebett, um die Juden, um den lieben Gott oder um die Gestapo handelt. Allerdings gibt es keine Katastrophe, nicht einmal die Flucht nach Amerika oder der Zweite Weltkrieg, die sie so sehr beschäftigt wie ihr weitverzweigter Clan. Irene Dische löst auf virtuose Weise ein ewiges Problem der Literatur: das der Autobiographie. Bekanntlich verstrickt sich jeder in ein Lügenknäuel, der sein eigenes Leben beschreiben will. Aus diesem Dilemma befreit sich die Autorin, indem sie sich dem gnadenlosen Blick ihrer überlebensgroßen Großmama aussetzt.
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Großmama packt aus
von Irene Dische, Reinhard Kaiser
Ungebremst, urkomisch, unerschrocken: Großmama packt aus. Die gute Katholikin Elisabeth Rother kennt kein Tabu, ganz egal, ob es sich um ihr Ehebett, um die Juden, um den lieben Gott oder um die Gestapo handelt. Allerdings gibt es keine Katastrophe, nicht einmal die Flucht nach Amerika oder der Zweite Weltkrieg, die sie so sehr beschäftigt wie ihr weitverzweigter Clan. Irene Dische löst auf virtuose Weise ein ewiges Problem der Literatur: das der Autobiographie. Bekanntlich verstrickt sich jeder in ein Lügenknäuel, der sein eigenes Leben beschreiben will. Aus diesem Dilemma befreit sich die Autorin, indem sie sich dem gnadenlosen Blick ihrer überlebensgroßen Großmama aussetzt.
Aktuelle Rezensionen(2)
Teilweise gut zu Lesen aber in Summe zu verwirrend und geschichtlich viel zu weit hergeholt um der Geschichte in spannender Weise folgen zu können. Es hat sich auch recht unflüssig gelesen leider.
Als ich mich erst mal an den ruppigen Erzählton der Großmutter gewöhnt hatte, hat sich das Buch leicht gelesen. Es war spannend, vor allem die Zeit im Deutschland des Nationalsozialismus.<br/>Das die Großmutter immer mal vorweg griff erhöhte die Spannung und meine Neugierde nur. Mir hat vor allem die Selbstironie gefallen. Nur mit ihr lässt sich die Familie manchmal ertragen.<br/>Am Ende bleibt bei mir die Frage offen: Wie viel ist erzählerische Fiktion und vieviel Realität. Es wäre auch sehr traurig, wenn die Großmutter immer so über ihre Familie denken würde...<br/>Fantastisch war der letzte Abschnitt und man sollte wirklich bis dahin durchhalten.