Rebecca K Reilly (Ngāti Hine, Ngāti Rehua Ngātiwai ki Aotea) ist eine maorische Schriftstellerin aus Waitākere, heute Teil Aucklands, in Neuseeland. Sie studierte Deutsch, European Studies und Kreatives Schreiben und wurde mit Preisen ausgezeichnet. Greta & Valdin ist ihr Debütroman. Jasmin Humburg ist promovierte Amerikanistin, Übersetzerin aus dem Englischen und Literaturvermittlerin. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hamburg. Sie übertrug u. a. Rebecca F. Kuang ins Deutsche.
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Greta & Valdin
von Rebecca K Reilly, Jasmin Humburg
Rebecca K Reilly (Ngāti Hine, Ngāti Rehua Ngātiwai ki Aotea) ist eine maorische Schriftstellerin aus Waitākere, heute Teil Aucklands, in Neuseeland. Sie studierte Deutsch, European Studies und Kreatives Schreiben und wurde mit Preisen ausgezeichnet. Greta & Valdin ist ihr Debütroman. Jasmin Humburg ist promovierte Amerikanistin, Übersetzerin aus dem Englischen und Literaturvermittlerin. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hamburg. Sie übertrug u. a. Rebecca F. Kuang ins Deutsche.
Aktuelle Rezensionen(5)
Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen. Auch wenn ich nicht alle literarischen und popkulturellen Referenzen verstanden habe - die meisten haben mir Spaß gemacht. Die skurrile Familie die hier über die 400 Seiten mitreißend erzählt ist, macht unglaublich Spaß. Nur den Abschluss für Gretas Story fand ich etwas platt, für Ell hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Große Lesempfehlung :)
Wollte es mögen und mochte es auch irgendwie aber ich spürte keine Verbindung zu den Charakteren.
Das hat einfach Spaß gemacht. Alle Charaktere sind einfach nur schräg, lustig und sympathisch. Kurzweilig geschrieben, amüsant aber mir platt.
Das Buch fühlt sich ein bisschen wie ein Wes Anderson Film an - leicht schräg, ein bisschen seltsam, aber herrlich authentisch und liebenswürdig. Eine Geschichte über das Verlieren, Suchen und Finden der Liebe (zu sich selbst und anderen), eine Familie, die ihresgleichen sucht und doch ganz normal ist, über Zugehörigkeit, Heimat, Herkunft und Identität. Die Geschwister Greta und Valdin sind mir im Lauf der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen. Hätte es allerdings das Glossar nicht gegeben, wäre ich verloren gewesen. Ich musste sogar kurz vor dem Ende nochmal bei einigen Personen nachschauen, wie sie anfangs vorgestellt wurden und wie die Familienstrukturen gestaltet sind 🙈
„Greta und Valdin“ ist ein Roman, der sich mehr wie ein intensives Charakterporträt als eine handlungsgetriebene Geschichte liest. Man wird zu Beginn förmlich in die Welt der Protagonistin Greta und ihres Zwillingsbruders Valdin hineingeworfen – inklusive eines ganzen Ensembles an Nebenfiguren, deren Beziehungen untereinander zunächst schwer zu entwirren sind. Das wirkt anfangs chaotisch und erschwert den Einstieg. Doch wer dranbleibt, wird mit einer warmherzigen, emotionalen Erzählweise belohnt, die die Figuren nach und nach lebendig und sympathisch macht. Die Handlung selbst bleibt über weite Strecken eher ruhig, fast schon beiläufig, was die Geschichte entspannt, aber streckenweise auch spannungsarm wirken lässt. Erst gegen Ende nimmt das Tempo plötzlich zu – was überraschend kommt, aber nicht ganz ausreicht, um das vorherige „Plätschern“ auszugleichen. Ein weiterer Minuspunkt war für mich die deutsche Übersetzung: Der feine Humor und die sprachliche Leichtigkeit, von denen andere Leser*innen im englischen Original berichteten, kamen für mich nicht wirklich durch. Wer Bücher wie die von Sally Rooney oder Coco Mellors schätzt, könnte hier dennoch fündig werden – vorausgesetzt, man hat Geduld und erwartet keine actionreiche Handlung, sondern ein ruhiges Eintauchen in zwischenmenschliche Dynamiken. Für mich blieb es letztlich bei 3 von 5 Sternen – solide, aber nicht ganz so mitreißend, wie ich es mir erhofft hatte.