4.0

Geständnisse: Roman

von Kanae Minato

Format:Hardcover

Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner - weder Kind noch Erwachsener - ungeschoren davonkommt. (Quelle: buchhandel.de).

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
272 SeitenHardcover
Erschienen an: 2017-03-27

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Aktuelle Rezensionen(3)

4.0(23 ratings)
Monika Rezension von Monika

Starker Anfang und gutes Ende, aber zwischendrin wurde es dann sehr langweilig durch konstantes Nacherzählen der Handlung in mehreren Perspektiven. Die Wiederholung ist im Kontext der vielen Perspektiven und Erzählformate sogar schlüssig, aber trotzdem macht es das nicht spannender. Die Seiten hätten besser mit tiefergehenden Charakterstudien gefüllt werden können. Manche Teile der Handlung waren augenscheinlich sehr an den Haaren herbeigezogen und befremdlich, allerdings kann ich nicht beurteilen, ob das tatsächlich in Japan auch so empfunden wird, oder ich das nur im Kontext meiner eigenen Gesellschaft so sehe. Tatsächlich ist es ja so, dass Stigmatisierung und Tabus in der japanischen Gesellschaft ganz anders ausgeprägt sind als in Westeuropa. Auch Schulwesen und familiäre Beziehungen sind nur bedingt mit den unseren vergleichbar. Leider ist die deutsche Ausgabe nicht direkt aus dem Japanischen übersetzt, sondern wurde von der englischsprachigen Ausgabe neu übersetzt. Da es sowieso schon kompliziert ist, aus dem Japanischen zu übersetzen, frage ich mich ob hier nicht viel verloren gegangen ist und der Schreibstil nicht darunter gelitten hat. Der war stellenweise nämlich sehr holprig.

Judith LewickiRezension von Judith Lewicki

This tiny little book is one of my favorite reads this year so far. Kanae Minato tells this story in a very special way. every chapter is a different Point of view and they tell us their thoughts and opinions on what had happened. The first chapter is a speech by the teacher to her students about leaving the school and the death of her little girl - and she drops that bomb that two of her students were responsible for the death, which had been classified as an accident. From there on we get different views and how things spiral from there. This is a very intense look on people's psyche, on revenge, on narcissicism, on a different culture. I was shocked, offended, annoyed, terrified, infuriated and all those things ... and this book is not even 200 pages. This is one hell of a ride and it will stick with you. I promise.

VerenaHCRezension von VerenaHC

Als ich das Buch beendete, dachte ich: "Ist das, das Ende?" Es ist ein ziemlich brutales Ende. Ich weiß nicht warum, aber mir hat das Ende nicht gefallen, aber was habe ich denn sonst erwartet? Alles lief auf so eine Art Ende hinaus. Bis auf dieses Ende, hat mir das Buch sehr gut gefallen. In jedem Kapitel wird das Geschehene aus der Sicht einer anderen Person beschrieben. Dadurch werden die Beweggründe jedes Einzelnen klar, auch wenn sie zum großen Teil "krank" sind. Es ist ein düsteres Buch, es wird alles sehr kalt und nüchtern beschrieben. In diesem Buch gibt es eigentlich nur Verlierer. Für mich war es zu weit entfernt von der Realität, obwohl die behandelten Themen alle aktuell sind. Vielleicht fehlt mir einfach die japanische Sichtweise auf die Dinge.

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