4.3

George Orwell: 1984

von George Orwell, Simone Fischer

Format:Hardcover
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Im April des Jahres 1984 führt Winston Smith ein ödes und tristes Leben in London, einer düsteren Stadt im totalitären Staate Ozeanien, in der alle permanent vom Großen Bruder beobachtet und jeder Schritt und jedes Wort von der Gedankenpolizei überwacht werden. Winston, ein Mitglied der äußeren Partei, verbringt seine Tage damit, im Ministerium für Wahrheit die Geschichte so umzuschreiben, wie es die Regierung verfügt. Äußerlich angepasst, brodelt in ihm ein tiefer Hass gegen die Partei und das Regime, weil die Kluft zwischen der Propaganda, die er tagtäglich verfassen muss, und Realität, die er erlebt, zu groß ist. Ist er der einzige Mensch in diesem Staat, dessen Gedächtnis noch funktioniert und der bemerkt, dass die Partei alles zu ihren Gunsten manipuliert? Als er in Julia nicht nur seine große Liebe, sondern auch eine Gleichgesinnte findet, fasst er den Mut, mit ihr gemeinsam der geheimen Organisation der Bruderschaft beizutreten, die sich der Zerstörung der Partei verschrieben hat. Aber das stets wachsame System duldet keine Opposition, und auch an vermeintlich sicheren Orten lauert die totale Überwachung. Wird ihm die Gehirnwäsche oder gar die Vaporisierung drohen, die der Große Bruder für Andersdenkende und Regimegegner bereithält? George Orwells Dystopie 1984 hat auch über 70 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung nichts von ihrer Brisanz und Aktualität verloren. Seine albtraumhafte Vision des totalitären Überwachungsstaats Ozeanien, in dem die Menschen unter ständiger Überwachung durch eine allwissende Regierung leben, ist heute relevanter denn eh und je.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
392 SeitenHardcover
Erschienen an: January 11, 2021

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Aktuelle Rezensionen(3)

4.3(29 ratings)
Nisi VoorheesRezension von Nisi Voorhees

Es ist ein gutes Buch und fühlt sich aktueller denn je an. Ich hatte z. T. meine Schwierigkeiten mit dem Stil und den Figuren, mit denen ich wenig mitfieberte. Hin und wieder gab es auch Längen, wo mich die Handlung ein wenig verloren hat, es wirklich ein bisschen öde war. Aber oft genug hat es mich wieder reingezogen, mit Gefahr und Spannung und diesem ekelhaft echten Gefühl. Zurecht ein Klassiker, der OG der Dystopien.

NadiraRezension von Nadira

Eine Gesellschaft, in der anders denken (Gedankenverbrechen) oder eine Miene verziehen (Gesichtsdelikt) den Tod kosten kann - we love a good dystopia „Wie begründet sich denn die Existenz eines Wortes, das einfach das Gegenteil eines anderen besagt? Ein Wort trägt sein Gegenteil doch schon in sich. Nimm ›guts, zum Beispiel. Wenn du ein Wort wie ›guts hast, wozu brauchst du dann noch das Wort ›schlecht? › Ungut‹ tut es genauso, ist sogar besser, weil es anders als ›schlechts das exakte Gegenteil ist. Und wenn du eine Verstärkung von ›gut brauchst, was bringt dir da die ganze Latte vager, nutzloser Wörter wie ›großartig, ›hervorragend‹ und so fort? Mit ›plusguts ist alles gesagt, oder ›doppelplusgut‹ wenn's noch etwas stärker sein soll. Wir haben solche Formen ja längst in Gebrauch, aber in der endgültigen Version von Neusprech wird es keine anderen mehr geben.“ (69) „Da der Große Bruder aber in Wahrheit gar nicht allmächtig ist und die Partei nicht unfehlbar, braucht es eine unermüdliche, reaktionsschnelle Anpassungsleistung im Umgang mit Fakten. Das Schlüsselwort dazu lautet Schwarzweiß. Wie so viele Neu-sprechwörter hat auch dieses Wort zwei einander zuwiderlaufende Bedeutungen. Auf einen Gegner angewandt meint es die Gewohnheit, glasklaren Fakten zum Trotz dreist zu behaupten, schwarz sei weiß. Auf ein Parteimitglied angewandt meint es die willige Bereitschaft, zu sagen, schwarz sei weiß, wenn es denn die Parteidisziplin so verlangt. Es bedeutet jedoch auch die Fähigkeit, zu glauben, schwarz sei weiß, und mehr noch, zu wissen, dass schwarz weiß ist, und zu vergessen, dass man je etwas anderes angenommen hatte. Dies macht ein ständiges Umändern der Vergangenheit erforderlich, möglich durch ein Denkverfahren, das wahrhaft alles Übrige miteinschließt und auf Neusprech als Doppeldenk bekannt ist.“ (271) „»Wir sind die Toten«, sagte er. »Wir sind die Toten«, sprach ihm Julia brav nach. »Ihr seid die Toten«, sagte eine harte Stimme hinter ihnen. Sie fuhren auseinander. Winstons Eingeweide wirkten wie zu Eis erstarrt. Er sah das Weiß um die Iris von Julias Augen. Ihr Gesicht hatte sich milchig-gelb verfärbt. Die verbliebenen Flecken Rouge auf ihren Wangen standen scharf hervor, fast wie ohne Verbindung zur Haut darunter. »Ihr seid die Toten«, sagte die harte Stimme erneut. »Das kam von hinter dem Bild«, hauchte Julia. »Das kam von hinter dem Bild«, sagte die Stimme. »Bleibt genau da, wo ihr seid. Rührt euch nicht, bis man euch dazu auffordert.« Es war soweit, endlich war es soweit! Sie konnten nichts tun außer dazustehen und einander in die Augen zu blicken. Renn um dein Leben, nichts wie fort aus dem Haus, solange es noch geht - derlei Gedanken kamen ihnen nicht. Es war unvorstell-bar, der harten Stimme aus der Wand nicht zu gehorchen. Ein Klicken wie durch das Lösen eines Hakens war zu hören und das Splittern von Glas. Das Bild war zu Boden gefallen, zum Vorschein kam der Monitor dahinter.“ (283) Winston Julia O‘Brien Mr Charrington Parsons

Zoe HeymannRezension von Zoe Heymann

Ein ziemlich gutes Buch. Es war an manchen Stellen etwas schwierig zu verstehen, weswegen ich die Stelle mehrmals lesen musste aber an sich hat mir das Buch wirklich gefallen. Besonders schockierend fand ich den 3Teil. Der Plot war so Crazy, damit hatte ich nicht gerechnet.

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