3.7

Echo einer Winternacht.

von Val McDermid

Format:Hardcover

In einem Interview bemerkte die schottische Bestsellerautorin Val McDermid unlängst, dass es angesichts neuer kriminalistischer Methoden wie denen der forensischen Medizin immer schwieriger werde, einen logisch und schlüssig aufgebauten Kriminalroman zu schreiben. Irgendwie mag man ihr das nach der Lektüre von Echo einer Winternacht nicht glauben: Dafür ist er einfach zu spannend und stringent erzählt. Val McDermid gelingt diese Spannung in ihrem neuen Roman paradoxerweise ganz einfach ausgerechnet dadurch, dass sie die neuen Methoden der Kriminalistik in ihre Handlung mit einbezieht. Durch die neuen Möglichkeiten etwa der DNA-Analyse ermuntert, rollt die Polizei des verschlafenen Universitätsstädtchens St. Andrews alte Fälle wieder auf, darunter auch den von Rosemary Duff, die in einer Winternacht vor 25 Jahren, am 16. Dezember 1978, von vier betrunkenen Studenten sterbend und blutüberströmt im Schneetreiben aufgefunden wurde. Damals ermittelte die Polizei gegen die Gruppe, allerdings ohne Erfolg. Allerdings hatte sich das Leben der Kommilitonen danach dennoch drastisch verändert. Denn in St. Andrews waren die vier Freunde auch ohne Beweise als Täter abgestempelt und von den Bewohnern des Ortes gemieden worden.Nach einem Vierteljahrhundert haben es die einstmaligen Jugendfreunde geschafft, sich ein halbwegs normales Leben aufzubauen. Aber jetzt zieht ein neuer Mörder umher, der in einer Form von Selbstjustiz den Ex-Studenten nach dem Leben trachtet. In welchem Verhältnis steht der rätselhafte Unbekannte zu den Ereignissen damals? Dieser Frage geht McDermids Echo einer Winternacht in einem grandios entwickelten Spannungsbogen nach. Fesselnder geht es nicht. --Stefan Kellerer

Mystery, Thriller, Horror & Crime
550 SeitenHardcover
Erschienen an: 2005

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.7(9 ratings)
Tobias Rezension von Tobias

Ein Klassiker der schottischen Kriminalliteratur. Zwischen den Buchdeckeln dieses Titels stecken eigentlich zwei vollwertige Romane. Der erste ist ein Krimi, der von einer Gruppe Studenten handelt, die auf dem Heimweg nach durchzechter Nacht zufällig auf eine tödlich verletzte junge Frau stoßen, die wenige Minuten später an ihren Stichwunden stirbt. Da sie die Tote kannten und ihre Alibis nicht so ganz wasserdicht erscheinen, geraten sie schnell in Verdacht, selbst die Mörder zu sein. Ihr Leben verwandelt sich in einen Albtraum. Der zweite Teil, den man als Thriller einordnen kann, spielt viele Jahre später, als die Vier längst erwachsen sind und fest im Berufsleben stehen. Plötzlich scheint es jemand auf sie abgesehen zu haben. Eine Mordserie beginnt und immer wieder tauchen Hinweise auf die tragischen Ereignisse von damals auf. Ein Wettlauf um Leben und Tod. Nicht nur für Schottlandfans ist dieser stimmungsvolle Winterkrimi sehr zu empfehlen!

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