Empfehlungen basierend auf "Du, hier"
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von Sarah Gilmartin
»Sarah Gilmartin erzählt von den Schattenseiten der glamourösen Fine-Dining-Welt, von brutalem Druck und steilen Hierarchien, unmöglichen Arbeitszeiten und alltäglichen Grenzüberschreitungen. Große Lese-Empfehlung!« ELLE, 18.04.2024
von Mareice Kaiser
Ein Buch wie eine gute Freundin:Wenn du nicht mehr weiterweißt: Mareice Kaiser weiß es auch nicht. Ein Ratgeber, aber auf witzigDas Leben ist kompliziert, und überall lauern Fragen und Entscheidungen. Mareice Kaiser ist die schlechteste Entscheidungsperson der Welt und gerade deshalb die beste Ratgeberin. Sie erzählt in lakonischem Ton von ihrem eigenen Stolpern und Aufstehen und manchmal auch vom Liegenbleiben. Denn sie liebt Liegen! Einige Fragen beantworten sich so schon von selbst. Alle anderen beantwortet Mareice Kaiser in »Ich weiß es doch auch nicht«. Diese neue Unsicherheit tut gut und ist besser als jeder TikTok-Lifecoach. Es geht um den Pickel auf der Nase vor dem großen Date und um den richtigen Zeitpunkt für eine Kündigung. Natürlich um Feminismus. Aber auch darum, wie man weiterlebt, wenn das eigene Kind stirbt. Komplettiert wird dieser lebenskluge und humorvolle Blick auf unsere Verletzlichkeiten von den einzigartigen Illustrationen von Slinga. Ein Buch wie eine gute Freundin.Ausstattung: mit ca. 30 farbigen Illustrationen
von Anna Hope
Drei Geschwister, ein großes Erbe und ein zweifelhaftes Vermächtnis – eine packende Familiengeschichte von Anna Hope Als der Egomane Philip Brooke stirbt, kommen seine Kinder Frannie, Milo und Isa für fünf Tage auf dem gewaltigen Familienanwesen in Sussex zusammen. Haupterbin Frannie hat hier vor Jahren die Führung übernommen. Sie will die Ländereien renaturieren und für ihre siebenjährige Tochter eine Zukunft schaffen. Doch der unstete Milo hat andere Pläne – und den Segen seines Vaters dafür. Isa kämpft gegen innere Dämonen, sie hat die Tochter von Philips langjähriger Geliebter zur Beerdigung eingeladen. Und die kennt das wahre Erbe der Brookes aus den Zeiten des Empire. "Wo wir uns treffen" ist ein meisterlich komponierter Familienroman über die Beziehungen, die uns für immer prägen, über ererbten Besitz und historische Verantwortung – feinsinnig, klug und packend bis zum Schluss.
von Tyler Wetherall
Über die Schrecken und Wunder des Frau-werdens Südwestengland in den 90ern. Als Kind einer psychisch labilen alleinerziehenden Mutter ist es die elfjährige Sissy gewohnt, für sich allein zu kämpfen. Aber von dem Moment an, als sie sich vor Tegan, der selbstbewussten Anführerin einer Mädchen-clique, mit einem Jungen an der neuen Schule prügelt, ist sie nicht mehr einsam. Die bald besten Freundinnen teilen alles miteinander, schicken Fotos an ältere Männer in Chatrooms und verfolgen fasziniert die Berichte über Entführungen junger Frauen im Landkreis. Im Laufe des Schuljahres nähern sie sich immer mehr der Schwelle zum Frausein, sehen und spüren Veränderungen, und die mythisch-märchenhaften Fantasiewelten, in die sie sich flüchten, gewinnen an Bedeutung – mit fatalen Konsequenzen.
von Nora Haddada
Als Julian Myriam das erste Mal in einer Karaokebar in Marseille sieht, kann er nicht mehr wegschauen. Ein Gespräch, ein Duett und einen illegalen Ausflug auf ein Baugerüst später ist das immer noch so. Auch Myriam fühlt: Das hier ist anders als sonst. Beide sind jung, belesen, kritisch und über allem liegen der Zauber und die Leichtigkeit von Marseille. Und doch bricht der Kontakt ab, als beide in ihre Leben zurückkehren, Myriam nach Paris, Julian nach Berlin. Als Myriam für ihre Promotion nach Berlin kommt, begegnen sie sich wieder. Doch nach dem 7. Oktober teilt sich ihr Umfeld in zwei Seiten – und sie stehen auf der jeweils anderen.   
von Daniela Dröscher
Ein harmloses Mittel der Verständigung war Sprechen für die Schriftstellerin Daniela Dröscher nie. Als Kind einer Zugezogenen im Hunsrück zwischen Hochdeutsch und breitem Pfälzer Dialekt erwies sich Sprechen als ein so zweischneidiger Akt der Anpassung, dass sie lieber verstummte. Außerhalb des Privaten fehlte ihr auch später lange der Mut zum Einstehen für das eigene Wort, zu groß war die Angst davor, als Aufsteigerin erkannt oder missverstanden zu werden. Mit radikaler Offenheit erzählt sie von ihrer Emanzipation von einer schamhaft schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau. Dabei denkt sie darüber nach, ob nicht gerade die Bereitschaft zum Missverstehen die eigentliche Voraussetzung für wahres Verständnis und einen produktiven Gesellschaftsdialog sein könnte.
von Betty Boras
Kurz nach dem Sturz der Diktatur flieht Vio mit ihren Eltern aus dem rumänischen Banat nach Deutschland. Sich anpassen, bloß nicht auffallen – das ist der Preis des Ankommens. Fleiß und Schönheit seine Währung. Trotz aller Widerstände findet Vio ihren Platz in der Gesellschaft. Als jedoch Jahre später ihre zweijährige Tochter bei einem Unfall Narben davonträgt, droht sie, an ihren Selbstvorwürfen zu zerbrechen. Im 18. Jahrhundert muss Theresia einen hohen Preis dafür zahlen, als begehrenswert zu gelten. Sie gerät ins Visier der Keuschheitskommission, wird entrechtet und verschleppt. Beiden Frauen ist die Banater Erde eingeschrieben, die zwischen den Jahrhunderten ein Band aus Schmerz und Schönheit spinnt.
von Catherine Newman
Seit zwei Jahrzehnten freut sich Rocky auf den jährlichen Ausflug ihrer Familie nach Cape Cod. Ihr rustikales Ferienhaus am Strand ist ein Ort voll schöner Erinnerungen, dessen schrullige Möbel und nicht zusammenpassende Töpfe und Pfannen sie wie alte Freunde begrüßen. Diesen Sommer mit ihren Kindern, die erwachsen genug sind, um ohne sie Spaß zu haben, aber noch jung genug, um sie zu brauchen, und ihren Eltern, die noch gesund sind, möchte Rocky am liebsten für immer bewahren. Eine kostbare Woche, in der alles im Gleichgewicht ist. Doch als plötzlich nicht mehr allein ihr Körper für Überraschungen sorgt, gerät die präzise ausbalancierte Urlaubsdynamik ins Wanken. Keine Familie ist perfekt, aber Rockys ist unfassbar liebenswert.
von Linea Maja Ernst
An der Uni waren Sylvia und ihre Freunde unzertrennlich, jetzt haben sie Jobs, Beziehungen, manche sogar Kinder. Doch eine Sommerwoche wollen sie gemeinsam verbringen, in einem Haus am See. Im Mittsommerlicht, beim Kochen und Krebse fangen, in Gesprächen über Liebe, Queerness und das Leben, kehrt die alte Vertrautheit schnell zurück. Doch als zwei von ihnen Heiratspläne verkünden, lassen sich verborgene Sehnsüchte immer schwerer unterdrücken. Leben sie alle wirklich so frei und glücklich, wie sie es sich immer erträumt haben?
von Karine Tuil
»Eine Art Oper der modernen Zeit, in der die Liebe überall ist.« La Grande LibrairieEin Jahr nachdem er den Élysée-Palast verlassen hat, ist der ehemalige Präsident Dan Lehman ein Schatten seiner selbst. Seine Ehe mit einer Schauspielerin ist nur noch Fassade. Er trinkt, wird in Gerichtsverfahren verwickelt und versucht mit einem Buch in die Medien zurückzukehren, während seine Frau die Rolle ihres Lebens spielt. Ihr Film ist ein Erfolg, wird für die Goldene Palme in Cannes nominiert. Und dort, in diesem Tempel des Kinos, in dem alles Illusion ist, vermischen sich Realität und Fiktion auf verheerende Weise.Ein mitreißender Roman über die zerstörerischen Auswirkungen der Medienwelt auf Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen – aber vor allem über die Liebe.