Im Mittelpunkt dieses Romans steht ein Frauenschicksal. Schauplatz ist die kleine Insel Little Tall Island vor der Küste Nordneuenglands. Hier lebt die 65jährige Dolores Clairborne. Seit undenklichen Zeiten arbeitet sie schon für die reiche, rücksichtslose Vera Donovan. Vera, krank und ans Bett gefesselt, schickaniert Dolores auf unerträgliche Weise, bis sie eines Tages im Fieberwahn einen tödlichen Fehler begeht...
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Dolores
von Stephen King
Im Mittelpunkt dieses Romans steht ein Frauenschicksal. Schauplatz ist die kleine Insel Little Tall Island vor der Küste Nordneuenglands. Hier lebt die 65jährige Dolores Clairborne. Seit undenklichen Zeiten arbeitet sie schon für die reiche, rücksichtslose Vera Donovan. Vera, krank und ans Bett gefesselt, schickaniert Dolores auf unerträgliche Weise, bis sie eines Tages im Fieberwahn einen tödlichen Fehler begeht...
Aktuelle Rezensionen(4)
Dolores ist ein ungewöhnlicher Roman. Das gesamte Buch ist im Grunde ein einziger Monolog. Dolores Claiborne erzählt der Polizei ihre Lebensgeschichte, nachdem sie unter Mordverdacht an ihrer Arbeitgeberin verhaftet wurde. Von der ersten bis zur letzten Seite spricht nur sie. Keine Perspektivwechsel, keine erklärenden Einschübe, keine Kapitelunterteilungen, nicht einmal Absatztrennungen als wirkliche Pause. Das Buch besteht aus einem einzigen, durchgehenden Erzählstrom. Trotzdem lässt es sich erstaunlich gut lesen. Dolores ist eine beeindruckend starke, aktive Frauenfigur. Sie ist keine hilflose Frau, kein Opfer, das nur erduldet. Sie handelt, sie entscheidet, sie trägt Konsequenzen. Ihre Erzählung ist rau, direkt und ehrlich (?). Das macht den Roman emotional und intensiv. An manchen Stellen wirkt das Erzählen leicht ausschweifend oder etwas langatmig. Doch das passt zur Erzählform: Eine ältere Frau berichtet aus dem Gedächtnis von ihrem Leben. Wer schon einmal Großeltern beim Geschichtenerzählen zugehört hat, weiß, dass Erinnerungen nicht immer geradlinig verlaufen. Besonders spannend ist, dass der Leser, genau wie die Polizei, ausschließlich Dolores’ Version der Ereignisse erhält. Es gibt keinen objektiven Blick von außen. Man muss selbst entscheiden, wie glaubwürdig sie ist und was man von ihrer Geschichte hält. Ein ungewöhnlicher, intensiver Roman mit einer starken Protagonistin und einer mutigen Erzählform. Beeindruckendes Werk !
Spannendes Buch zum Mitfühlen, Mitleiden und Nachdenken.
Einfach Weltklasse. Heftiger Spannungsaufbau! Mein Jahreshighlight 2025!
Schwierig. Irgendwie habe ich mir mehr erhofft & ich fand es wahnsinnig schwierig zu lesen & die erste Hälfte ist nichts passiert.