Eine wunderbare Mischung aus Liebesgeschichte, aus Trennungsgeschichte, aus Ich bin einsam... Das hat mir an diesem Buch so eine stille Freude bereitet, die Beobachtungsgabe dieses Schriftstellers. (Christine Westermann)
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Die Wut, die bleibt
Eine wunderbare Mischung aus Liebesgeschichte, aus Trennungsgeschichte, aus Ich bin einsam... Das hat mir an diesem Buch so eine stille Freude bereitet, die Beobachtungsgabe dieses Schriftstellers. (Christine Westermann)
Aktuelle Rezensionen(207)
väter der erde, lest dieses buch!
Die Wut die bleibt. Das ist das war übrig bleibt und Frauen Kraft gibt, um in dieser Welt zu überleben. Dass sich eben nicht alle Männer die ganze Zeit so behaupten können, wie es ihnen beliebt. Und vor allem, dass jeden Frau auch ihr eigener Mensch ist und nicht ausschließlich Mutter, Tochter, Arbeitende, Partnerin, Seelsorgerin. Ich muss sagen, am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen, zu viele Namen und Rolle (Tier, Mensch, Mutter, Kind) waren nicht klar. Das war aber nur zu Beginn so und ich habe immer mehr mit den Charakteren mitgefühlt. Ich fand es sehr gut, dass das eine Ereignis, nämlich der Suizid einer so zentralen Person, aus zwei Perspektiven erzählt und verarbeitet wird und diese so krass unterschiedlichen damit umgehen. Es ist krass, wie eine Jugendliche in die Mutterrolle schlüpfen kann und muss, weil der Vater zu inkompetent ist und alle Verantwortung abwälzt. Das hat mich so sauer gemacht. Aber Lola ist einfach grundsätzlich eine Queen, die sich nach und nach in Selbstakzeptanz übt und offensichtliche feministischen Themen anspricht. Und damit auch die beste Freundin ihrer Mutter dazu bringt, die Strukturen und Denkweisen des Patriarchats zu hinterfragen. Die Sicht der Freundin, Sarah, hilft allerdings auch die Frauen aus älteren Generationen zu verstehen, die mit anderen Voraussetzungen aufgewachsen sind. Es ist definitiv keine leichte Kost und man sollte sich auf das Buch einlassen können. Aber es ist allemal sehr empfehlenswert und so toll, wie die Frauen selbst für sich einstehen.
Sehr stark! Jeder Streit fühlte sich authentisch an. Die Wut und die Emotionen sind bei mir angekommen... toll geschrieben! Dabei werden auch noch so wichtige Themen angesprochen.
Ein sehr emotional aufwühlendes Buch, das den Finger in die Wunde legt. Die titelgebende Wut habe ich beim Lesen auch gefühlt. Das Einzige, was ich nicht so gut fand, war die Dichte, in der Themen schon nach den ersten Kapiteln aufgehäuft werden; es geht sehr schnell um alles von Abtreibung, Mobbing, Vergewaltigung, Missbrauch, Mental Load bis Körperbild. Ich hätte mir hier mehr Platz gewünscht, um Erkenntnisse und Gedanken wirken zu lassen, bevor man sie erneut mit neuen Dingen toppt. Ob man dem Kern des Buchs am Ende zustimmt oder nicht, sei jeder selbst überlassen, aber lesen sollte dieses Buch meiner Meinung nach jede Frau.
Ein Buch das mich noch Monate später berührt! Sehr stark!