John Steinbeck, berühmt geworden als Chronist des Lebens in Armut, zeichnet das Bild vom Leben der einfachen und einfältigen Leute von Cannery Row, einer Gegend der Ölsardinen und Konservenbüchsen. Huren und Spieler bevölkern den Roman, oder auch - je nach Standpunkt – Heilige und Engel, Menschen in jedem Fall. Steinbeck beschreibt sie mit einfühlsamem Humor, moralischem Anspruch und sozialkritischem Engagement, aber auch mit scharfer Ironie und in stimmigen Charakterporträts. Der große Schelmenroman der amerikanischen Literatur. Dieses Buch erzählt die Geschichte von Abenteurern und skurrilen Einfällen, Lebensfreude und Narretei, von Tagedieben, Eulenspiegeln und Lebensgenießern. Steinbecks Gestalten sind lächelnde Lebenskünstler, deren ereignisreiche, aber doch eintönige Tage man mit Vergnügen nacherleben kann.
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Die Straße der Ölsardinen
von John Steinbeck, Elisabeth Rotten, Rudolf Frank
John Steinbeck, berühmt geworden als Chronist des Lebens in Armut, zeichnet das Bild vom Leben der einfachen und einfältigen Leute von Cannery Row, einer Gegend der Ölsardinen und Konservenbüchsen. Huren und Spieler bevölkern den Roman, oder auch - je nach Standpunkt – Heilige und Engel, Menschen in jedem Fall. Steinbeck beschreibt sie mit einfühlsamem Humor, moralischem Anspruch und sozialkritischem Engagement, aber auch mit scharfer Ironie und in stimmigen Charakterporträts. Der große Schelmenroman der amerikanischen Literatur. Dieses Buch erzählt die Geschichte von Abenteurern und skurrilen Einfällen, Lebensfreude und Narretei, von Tagedieben, Eulenspiegeln und Lebensgenießern. Steinbecks Gestalten sind lächelnde Lebenskünstler, deren ereignisreiche, aber doch eintönige Tage man mit Vergnügen nacherleben kann.
Aktuelle Rezensionen(2)
Die Straße der Ölsardinen - Ein absolut faszinierendes Meisterwerk! "Die Cannery Row ist mehr als nur eine Straße, es ist die Gegend der Ölsardinen und Konservenbüchsen, ist ein Gestank und Gedicht, ein Knirschen und Knarren, ein Leuchten und Tönen, ist eine schlechte Angewohnheit, ein Traum. Cannery Row - in Monterey, Kalifornien, zusammen- und auseinandergeschleudert - besteht aus Alteisen, Blech, Rost, Hobelspänen, aufgerissenem Pflaster, Baustellen voll Unkraut und Kerichthaufen, aus Fischkonservenfabriken in Wellblechschuppen, aus Wirtschaften, Hurenhäusern, Chinesenhütten, Laboratorien, Läden voll mit Kram, aus Lagerhallen und faulen Fischen. Die Bewohner? Huren, Hurensöhne, Kuppler, Stromer und Spieler, mit einem Wort: Menschen; man könnte mit gleichem Recht sagen: Heiligen, Engel, Gläubige, Märtyrer - es kommt nur auf den Standpunkt an." Dies ist der Auftakt in Steinbecks wunderbarem, komödiantischem Buch voller skurriler Menschen und Charaktere, die von der bürgerlichen Gesellschaft als "Abschaum" und "Versager" abgestempelt würden. Er zeichnet in mitten dieser stinkigen Straße, die scheinbar alles an Trostlosigkeit und Einöde überbietet, eine wunderbar warmherzige Szene, die menschlicher nicht sein kann. Da gibt es Doc, der Meeresbiologe, der, der immer und jedem hilft, der nie jemanden verurteilt oder verachtet, der selbstlos ist, der intelligent ist, der normal ist. Und genau weil Doc anders ist als die sonstigen Bewohner, planen diese aus tiefster Dankbarkeit eine Überraschungsparty für ihn. Und es ist wahnwitzig, wie diese Streuner und Taugenichtse eine Party für Doc planen. Kann dieser Plan gelingen oder endet er in einer Katastrophe? Steinbeck zeichnet ein Bild voller tiefer Würde, Zusammenhalt, Loyalität und Spontanität. Er verleiht der Armut eine Stimme voller Leichtigkeit und Schönheit, fast schon Poesie. Und dies ist das Markenzeichen eines Steinbeck, der in seinen bildgewaltigen Werken immer sozialkritisch den Finger in die Wunde legt und aufzeigt, was eigentlich Gut und Richtig wäre. Und so ist es Doc, durch den Steinbeck spricht: "Ich fand es schon immer merkwürdig, daß alles, was wir am Menschen bewundern, Edelmut, Güte, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Anstand, Mitgefühl, Herz, in unserem Gesellschaftssystem nur zu Fehlschlag führt. Während alle Eigenschaften, die wir angeblich verachten, Härte, Raffsucht, Selbstsicherheit und Charakterlosigkeit, zum Erfolg beitragen. Jenen guten Eigenschaften gilt die Bewunderung der Menschen, doch was sie mit Vorliebe produzieren, sind diese grundschlechten." Die Straße der Ölsardinen - eine bittersüße Liebeserklärung an die Geringsten der Geringen unter uns, auf nur 150 Seiten von einem Nobelpreisträger geschrieben. Ein fabelhaftes Buch, welches ans Herz geht und unbedingt gelesen werden möchte.
Geniales Setting, super geschrieben, komische Charaktere