2.3

Die Kandidatin

von Constantin Schreiber

Format:Hardcover

Ein Land am Abgrund. Eine Gesellschaft zwischen Hoffnung und Hass. Und eine muslimische Frau auf dem Weg zur Macht.Deutschland in ungefähr dreißig Jahren, kurz vor der nächsten Bundestagswahl. Die aussichtsreichste Kandidatin für den Posten an der Regierungsspitze ist Sabah Hussein. Feministin, Muslimin, Einwandererin, Mitglied der Ökologischen Partei. Aber nicht alle wollen sie gewinnen sehen und arbeiten mit allen Mitteln daran, Sabah Husseins Wahl zu vereiteln, während die Gesellschaft immer weiter auseinander bricht. Der Bestsellerautor, Grimme-Preisträger und Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber legt nach seinen erfolgreichen Sachbüchern mit Die Kandidatin einen rasanten und dramatischen Roman vor, nach dessen Lektüre man anders in die Zukunft schaut.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
160 SeitenHardcover
Erschienen an: May 6, 2021

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Aktuelle Rezensionen(3)

2.3(10 ratings)
KikiRezension von Kiki

Die Kandidatin von Constantin Schreiber ist ein dystopischer Politthriller, der ein erschreckendes Zukunftsszenario in Deutschland entwirft. Das Buch spielt in einer nahen Zukunft, in der die erste muslimische Kanzlerkandidatin antritt und dabei mit tiefen gesellschaftlichen Spaltungen, Vorurteilen und politischer Manipulation konfrontiert wird. Schreiber zeichnet ein beklemmendes Bild einer polarisierten Gesellschaft, in der Debatten um Identität, Religion und Demokratie eskalieren. Der Roman wirft wichtige Fragen über Integration, Medienmacht und Meinungsfreiheit auf, bleibt dabei jedoch manchmal klischeehaft und vorhersehbar. Trotzdem regt er zum Nachdenken an und bietet eine spannende, wenn auch kontroverse Lektüre. Insgesamt ist Die Kandidatin ein provokanter Roman, der aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen überspitzt weiterdenkt. Wer politische Fiktion mit aktuellem Bezug mag, könnte Gefallen daran finden.

TillRezension von Till

2,5⭐️

dajameepRezension von dajameep

Hier wird der Fokus auf Gerechtigkeit, Diversität, Chancengleichheit und alltogether Fortschrittlichkeit gelegt - aber so schäbig, dass ich es Schreibers Darstellungen verachte. Für mich kommt eine Angst vor der "Übernahme unseres Landes" durch, und eine Verhöhnung von Inklusion und angestrebter Gleichstellung. Manche werden Schreibers Roman vielleicht als Überspitzung / Übertreibung der aktuellen Bewegung zu Diversity und Inklusion beschreiben, aber für mich ist das keine Überspitzung mehr und geht deutlich zu weit. Es gibt viele Spitzen, die hier und da verstreut im Buch rumlungern, die ich deutlich unangenehm fand. Als Beispiel dafür das Vielfaltsförderungsgesetz, das meiner Meinung nach geschmacklos und übertrieben ist. Aber auch vieles anderes. Und unabhängig davon ist auch der Plot sehr flach, mit einem vorhersehbaren Twist, aus irgendwelchen doofen an den Haaren herbeigezogenen Gründen - hier wirkte es, als solle das Buch einfach schnell beendet werden, da die erforderliche Seitenzahl erreicht wurde.

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