Mit ›Die alltägliche Physik des Unglücks‹ wurde Marisha Pessl 2006 weltweit als literarisches Wunder gefeiert. »Die amerikanische Nacht« ist ihr zweiter Roman und ein weiteres Wunder.Marisha Pessl wurde 1977 in North Carolina geboren und studierte Englische Literatur an der Columbia University. Sie lebt in New York. Adelheid Zöfel lebt und übersetzt in Freiburg im Breisgau. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u.a. Marisha Pessl, Chuck Klosterman, Bill Clegg, David Gilmour, Janice Deaner und Louise Erdrich.
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Die alltägliche Physik des Unglücks
von Marisha Pessl, Adelheid Zöfel
Mit ›Die alltägliche Physik des Unglücks‹ wurde Marisha Pessl 2006 weltweit als literarisches Wunder gefeiert. »Die amerikanische Nacht« ist ihr zweiter Roman und ein weiteres Wunder.Marisha Pessl wurde 1977 in North Carolina geboren und studierte Englische Literatur an der Columbia University. Sie lebt in New York. Adelheid Zöfel lebt und übersetzt in Freiburg im Breisgau. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u.a. Marisha Pessl, Chuck Klosterman, Bill Clegg, David Gilmour, Janice Deaner und Louise Erdrich.
Aktuelle Rezensionen(1)
Dieses Buch zu bewerten und - für mich - richtig einzuordnen, das fällt mir schwer. Dennoch, nachdem es etwas langsam, schleppend, beinahe langweilig, begonnen hat, wurde es doch zunehmend spannender und irgendwie auch faszinierender. Worum geht es? Der Leser begleitet Blue und ihren Vater, der als Dozent durch ganz Amerika reist. Die beiden leben in einem Jahr durchschnittlich an drei verschiedenen Orten und führen ein wahren Nomadenleben. Dies tun die beiden seit Blues Mutter durch einen tragischen Autounfall ums Leben gekommen ist. Nun steht das letzte Schuldjahr von Blue van Meer an und so entschließt ihr Vater, dass sie - nach jahrelangen Reisen - nun ein ganzes Schuljahr an einem Ort leben werden. So kommt es, dass Blue die Chance bekommt, Freundschaften zu knüpfen. Denn solche hat sie bisher nie erlebt. Eine Lehrerin, Hannah Schneider, nimmt sich zur Aufgabe, Hannah mit anderen Schülern bekannt zu machen, die ihr am Herzen liegen. Und dann stirbt Hannah Schneider. Plötzlich. Dass sie tot ist, erfährt der Leser schon ganz zu Beginn des Buches. Doch warum, dafür muss man sich durch die 700 Seiten des Buches lesen. Das Buch musste für mich erst einmal richtig in Fahrt kommen. Die ersten 300 Seiten war ich nicht wirklich begeistert. Die Geschichte kam noch nicht so richtig in Fahrt. Durch den Schreibstil, der davon lebt, dass Blue ihre Geschichte niederschreibt und viel zitiert und belegt, muss man sich auch einfinden, was mir doch deutlich schwer viel, weil die vielen Zitate und Belege meinen Lesefluss enorm gestört haben. Dies zog sich durch das ganze Buch und irgendwann, das muss ich zugeben, habe ich aufgegeben, diese Stellen zu genau zu lesen und einfach die Klammer übersprungen, die nach einem Zitatbeleg aussah. Das Ende fand ich dann irgendwie unbefriedigend, weil es mich irgendwie so unvermittelt dastehen ließ. Nachdem alles wirklich spannend aufgelöst wurde, stand ich da, mit dem Buch in der Hand und dachte: 'Und das war es jetzt?'. Dann fielen mir die ersten Seiten des Buches ein, die ich dann noch einmal las. Und in einem anderen Licht sah. Dennoch fällt es mir jetzt schwer dem Buch eine angemessene Bewertung zu geben. Die ersten 300 Seiten waren, ja. Okay. Dann nahm das Buch wirklich mehrere Wendungen, wurde immer spannender und interessanter. Aber man muss die ersten 300 Seiten auch erst einmal durchhalten, um belohnt zu werden. Auch der Schreibstil, ist wie erwähnt, ein Faktor, der erst einmal Einsatz vom Leser verlangt. Und dennoch finde ich, dass es sich lohnt, die Geschichte zu lesen und Blue kennenzulernen, die sich von anderen Jugendlichen in ihrem Alter zu unterscheiden scheint und doch, irgendwie so nachvollziehbar handelt. Und gar nicht so sehr anders ist, wie man glaubt. Drei Sterne, die ich verteilt habe, sind vielleicht nicht ganz die Bewertung, die vorgenommen hätte. Zwei Sterne fand ich aber etwas zu wenig. Also runde ich auf. Immerhin waren von 700 Seiten 300 Seiten okay und der Rest hat mir doch gut gefallen.