Empfehlungen basierend auf "Der Holländer"

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von Khuê Pham

Sie ist dreißig Jahre alt und heißt Kiều, so wie das Mädchen im berühmtesten Werk der vietnamesischen Literatur. Doch sie nennt sich lieber Kim, weil das einfacher ist für ihre Freunde in Berlin. 1968 waren ihre Eltern aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Für das, was sie zurückgelassen haben, hat sich die Journalistin nie interessiert. Im Gegenteil: Oft hat sie sich eine Familie gewünscht, die nicht erst deutsch werden muss, sondern es einfach schon ist. Bis zu jener Facebook-Nachricht. Sie stammt von ihrem Onkel, der seit seiner Flucht in Kalifornien lebt. Die ganze Familie soll sich zur Testamentseröffnung von Kiềus Großmutter treffen. Es wird eine Reise voller Offenbarungen – über ihre Familie und über sie selbst.

von Tibor Rode

"Es klingt so bißchen wie Angriff der Killertomaten, ist aber richtig spannend und cool erzählt! Stark recherchiert - und die Wende im Fall war besonders. Es ist wirklich tolle, große Spannung!"

von Eva Ibbotson

Ein Koffer und tausend Reichsmark pro Person. Mehr bleibt den Bergers nicht, als sie 1938 aus Wien fliehen. Zurück lassen sie ihre Zwölf-Zimmer-Wohnung in der Beletage eines herrschaftlichen Hauses mit Hof, in dessen Mitte eine Kastanie steht. Ebenso Professor Bergers hart erarbeitete Stelle als Universitätsdekan. Ihre Freunde, Heimat und Kultur. Was sie nicht wissen: Auch ihre Tochter Ruth ist noch in Österreich, die Einreise nach England mit dem Studentenvisum wurde ihr an der Grenze verwehrt. Der britische Professor Quinton Somerville, ein Freund ihres Vaters, findet Ruth mutterseelenallein in den leeren Wohnräumen, wo sie wieder und wieder auf dem Klavier dieselbe Phrase spielt. Er sieht nur eine Möglichkeit, Ruth zu retten: Sie müssen heiraten. Der Plan glückt, doch in London angekommen, verzögert sich die Auflösung der Scheinehe immer  wieder. Während Ruth versucht, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden, und sehnsüchtig auf die Ankunft des Pianistenwunderkinds Heini wartet, den sie seit jeher liebt, lernen Quinton und sie sich näher kennen. Und ganz langsam fangen sie an, sich mit anderen Augen zu sehen.  

von Alex Schulman

Schulman, der schon meherere Sachbücher veröffentlicht hat, bleibt bei seinem ersten Roman sehr nah an den Figuren.

von Emma Stonex

Inspiration für den vorliegenden Roman war das dokumentierte und bislang ungeklärte Verschwinden dreier Leuchtturmwärter auf einer Insel der Äusseren Hebriden im Jahr 1900. Die Autorin - bislang nur unter Pseudonym in England publizierend - entspinnt auf Basis dieses Motivs eine sehr atmosphärische, mysteriös-geheimnisvolle Geschichte über Lügen, das Verhältnis von Realität und Einbildung, Liebe und das Übernatürliche: An Silvester 1972 wird das Verschwinden dreier Leuchtturmwärter auf Maiden Rock vor der Küste Cornwalls festgestellt. 20 Jahre später sucht ein erfolgreicher Thrillerautor im Rahmen einer Buchrecherche den Kontakt zu den hinterbliebenen Ehefrauen. Und nach all den Jahren lösen sich sozusagen Knoten. - Mittels Zeitsprüngen und Perspektivwechseln sehr spannend erzählt; der Erzählduktus (u.a. innerer Bewusstseinsstrom, fingierte Textsorten wie Briefe und Zeitungsartikel) erzeugt einen starken Sog, sodass man sich schnell in einer anderen Welt glaubt. In Grossbritannien positiv besprochen und erfolgreich. Allen und überall sehr gern empfohlen. Für Leser*innen von Sarah Waters und Sarah Perry

von Dana Grigorcea

Eine junge Bukarester Malerin kehrt nach ihrem Kunststudium in Paris in den Ferienort ihrer Kindheit an der Grenze zu Transsilvanien zurück. In der Kleinstadt B. hat sie bei ihrer großbürgerlichen Großtante unter Kronleuchtern und auf Perserteppichen die Sommerferien verbracht. Eine Insel, auf der die kommunistische Diktatur etwas war, das man verlachen konnte. "Uns kann niemand brechen", pflegte ihre Großtante zu sagen. Inzwischen ist der Kommunismus Vergangenheit und B. hat seine besten Zeiten hinter sich. Für die Künstlerin ist es eine Rückkehr in eine fremd gewordene Welt, mit der sie nur noch wenige enge Freundschaften und die Fäden ihrer Familiengeschichte verbinden. Als auf dem Grab Vlad des Pfählers, als Dracula bekannt, eine geschändete Leiche gefunden wird, begreift sie, dass die Vergangenheit den Ort noch nicht losgelassen hat - und der Leitspruch ihrer Großtante zugleich der Draculas ist. Die Geschichte des grausamen Fürsten will sie erzählen. Am Anfang befürchtet sie, dass sie die Reihenfolge der Geschehnisse verwechseln könnte. Dann wird ihr klar: Jede Reihenfolge ergibt einen Sinn. Weil es in der Geschichte nicht um Ursache oder Wirkung geht, sondern nur um eines: Schicksal. Inzwischen aber ist es für jede Flucht zu spät. "In "Die nicht sterben" erzählt Dana Grigorcea eine so verträumte wie beinharte Schauergeschichte" (Frankfurter Rundschau). "Die Motive der Gier und des gegenseitigen Aussaugens ziehen sich durch diese schauerromantisch aufgeladene Groteske, in der die Vergangenheit und die Gegenwart kunstvoll und hochkomisch ineinander verwirbelt sind" (Platz 4 der SWR-Bestenliste Mai 2021)

von Liz Moore

From Rome Prize winner Liz Moore, Long Bright River is a suspense novel about the formidable ties between place, family, and fate. It looks at the anatomy of a Philadelphia family rocked by the opioid crisis and the relationship between two sisters: one, suffering from addiction, who has suddenly gone missing amid a series of mysterious murders; the other a police officer who patrols the neighborhood from which she disappeared.

von Martina Behm

Eine weiße Hirschkuh, eine dunkle Prophezeiung und ein Dorf, das kopfstehtIn Fehrdorf scheinen alle zu wissen, wo sie hingehören. Nur Ingo und Lara, die mit den Kindern von der Großstadt aufs holsteinische Dorf gezogen sind, haben Schwierigkeiten. Vor allem Ingo strapaziert die Pendelei zu seinem Start-up nach Hamburg. Als er eines Abends eine weiße Hirschkuh anfährt, bringt das die gesamte Dorfgemeinschaft aus dem Gleichgewicht. Denn wer so eine tötet, heißt es, hat nur noch ein Jahr zu leben. Und plötzlich fragen sich auch der Dorfjäger, die Vorzeige-Landfrau und die Überbleibsel einer Öko-WG, ob sie das Landleben wirklich glücklich macht. Warmherzig und lebensklug entwirft Martina Behm das Porträt eines Dorfes und erzählt von Menschen, die alle auf ihre Art das gute Leben suchen.

von Alan Murrin

An der irischen Küste schwimmt man nicht gegen den Strom Herbst 1994. Die Bewohner des irischen Küstenstädtchens Ardglas beschäftigt nur ein Thema: Colette Crowley – Dichterin, Bohemienne, die Frau, die ihre Familie verlassen hat, um in Dublin ihr Glück zu finden – ist zurück und wohnt in einem kleinen Cottage an der Coast Road. Jeder ihrer Schritte wird von der Gemeinde argwöhnisch beäugt. Hat sie es verdient, dass ihr Mann ihr den Zugang zu den Kindern verwehrt? In ihrer Verzweiflung bittet Colette eine Bekannte um Hilfe, Izzy Keaveney, Hausfrau und Mutter, unglücklich verheiratet mit einem Lokalpolitiker, der sich ausgerechnet für die Legalisierung der Scheidung im Land einsetzt. Und so entsteht zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Frauen eine Bindung, die ihre Leben in ungeahnte Bahnen lenkt.

von Tibor Rode

»"Lupus" ist ein waschechter Rode-Thriller und gehört zum Besten, der derzeit zu lesen oder zu hören ist.«