Die Überlebenden
von Alex Schulman
Schulman, der schon meherere Sachbücher veröffentlicht hat, bleibt bei seinem ersten Roman sehr nah an den Figuren.
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Die Überlebenden
von Alex Schulman
Schulman, der schon meherere Sachbücher veröffentlicht hat, bleibt bei seinem ersten Roman sehr nah an den Figuren.
Aktuelle Rezensionen(10)
Vor längerer Zeit gelesen, immer noch sehr präsent.
Man wird direkt reingezogene in die Geschichte, spürt die Atmosphäre in der Familie und fragt sich, wieso das alles so zerrüttet ist. Am Ende wird es ziemlich klar.
Während dem Lesen habe ich mich ständig gefragt, was in dieser Familie nicht richtig lief. Was war der ausschlaggebende Punkt für die Charakterentwicklung der drei Brüder? Die letzten Seiten haben den Kreis geschlossen. Es gibt, finde ich, kein Happy End. Dieses Buch beschreibt den verwirrenden Versuch die Innenwelt von Benjamin und seinen Brüdern zu verstehen. Dabei übernimmt man Benjamins Art durch Beobachtung und Analyse Kontrolle und Ordnung schaffen zu wollen. Es was auf jeden Fall interessantes Buch, aber es gab, finde ich, keine klassische Spannungskurve.
Endlich habe ich dieses Buch aus meinem SuB befreit und gelesen und jetzt sitze ich hier und spüre einen riesigen Book Hangover. Was war das für ein Buch? Wie kommt man auf dieses Ende? Woher kommt diese Wucht? Ich bin komplett sprachlos und möchte zurück. Zurück zu Benjamin, Niels und Pierre, ich möchte mit ihnen auf dem Balkon stehen und eine Zigarette rauchen in der Hoffnung, dass alles, was ich gelesen habe, nur ein Traum war. Dabei fing alles so gefühlsduselig an. Drei junge Männer erfüllen den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Mutter, indem sie ein letztes Mal zum Sommerhaus fahren, um dort ihre Asche zu verstreuen. Was kann da schon passieren? Einiges, wie man schnell merkt. Der Schreibstil ist beeindruckend. Denn während die Gegenwart in 2-Stunden-Abständen rückwärts erzählt wird, bleiben die Rückblenden in chronologischer Reihenfolge. Und nach und nach zeigt sich, dass das Familienleben alles andere als schön war, der Leser wird mit reingezogen in das tägliche Drama, die unterdrücken Gefühle und all die unausgesprochenen Sachen. Auf das Ende war ich in keinster Weise vorbereitet und macht dieses Buch zu einem kleinen Meisterwerk. Große Leseempfehlung!
Dieses Buch geht unter die Haut. Die Erzählweise ist besonders und das, was sich am Anfang etwas zieht, nimmt es am Ende an Tempo auf und lässt einen sprachlos zurück. Ein bisschen mit gebrochenem Herzen, aber auch irgendwie geheilt.