Empfehlungen basierend auf "Der Geruch des Paradieses"

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von Zsuzsa Bánk

Seinen letzten Sommer verbringt der Vater am Balaton, in Ungarn, der alten Heimat. Noch einmal sitzt er in seinem Paradiesgarten unter der Akazie, noch einmal steigt er zum Schwimmen in den See. Aber die Rückreise erfolgt im Rettungshubschrauber und Krankenwagen, das Ziel eine Klinik in Frankfurt am Main, wo nichts mehr gegen den Krebs unternommen werden kann. Es sind die heißesten Tage des Sommers, und die Tochter setzt sich ans Krankenbett. Mit Dankbarkeit erinnert sie sich an die gemeinsamen Jahre, mit Verzweiflung denkt sie an das Kommende. Sie registriert, was verloren geht und was gerettet werden kann, was zu tun und was zu schaffen ist. Wie verändert sich jetzt das Gefüge der Familie, und wie verändert sie sich selbst? Was geschieht mit uns im Jahr des Abschieds und was im Jahr danach? In Sterben im Sommer erzählt Zsuzsa Bánk davon.

von Lana Bastašić

Die Serbin Sara ist nach Dublin ausgewandert. Ihre Mutter hat sie schon seit Jahren nicht mehr gesehen, ihre einst beste Freundin Lejla auch nicht. Da kommt ein Anruf von Lejla, mit dem sie Sara nach Mostar beordert. Sie müsse mit ihr nach Wien fahren, weil dort Lejlas verschollener Bruder Armin lebe. In den war Sara als Jugendliche verliebt gewesen. Die Gegenwartshandlung, eine Fahrt im klapprigen Opel von Mostar nach Wien, ist durchzogen von Rückblenden in die Kindheit und Jugend der beiden jungen Frauen. Sie werfen Schlaglichter auf die inzwischen brüchig gewordene Freundschaft der beiden, in der auch früher längst nicht alles so eindeutig war, wie es auf den 1. Blick scheint. Geprägt von subtilen Machtkämpfen untereinander, von Krieg und ethnischen Konflikten (Lejla ist Bosnierin), schildert der Roman in rasanter Sprache die Befindlichkeiten und Sehnsüchte der beiden jungen Frauen aus der Perspektive von Ich-Erzählerin Sara. Er verwebt die Konflikte des zerfallenen Jugoslawien mit dem Coming-of-Age der Protagonistinnen. Breite Empfehlung bereits für etwas gröe︣re Bestände

von Sharon Dodua Otoo

Sharon Dodua Otoos Mut und ihre Lust zu erzählen, ihre Neugier, die Gegenwart zu verstehen, machen atemlos. In ihrer Welt hängt alles am seidenen Faden, es droht zu fallen, und doch bleibt es auf wundersame Weise in der Schwebe. So wie Ada, um die sich Otoos erster Roman dreht. Ada ist nicht eine, sondern viele Frauen: In Schleifen bewegt sie sich von Ghana nach England, um schließlich in Berlin zu landen. Sie ist aber auch alle Frauen, denn die Schleifen transportieren sie von einem Jahrhundert zum nächsten. So erlebt sie das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein, sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft für ihre Unabhängigkeit. Das Romandebüt "bietet eine verwobene Geschichte, die aufs große Ganze zielt. Die ambitionierte Konzeption nötigt einem Respekt ab, vor dem Hintergrund, dass es sich hier um ein Debüt handelt, gilt das noch einmal mehr. In seinem Kern erzählt das Buch von Herkunft und von Identität. Damit liegt es absolut im Trend aktueller Debatten und Diskurse und fügt sich zu vielen anderen Titeln dieses Bücherfrühjahrs. Man denke etwa an Bernadine Evaristo und ihren tolldreisten Roman "Mädchen, Frau etc.", der 12 schwarze Frauen und ihre disparaten Biografien ins Zentrum stellt. Gegen diesen, ebenfalls die Politik und das Leben in ihrer historischen Tiefe und Aktualität auslotenden Roman wirkt Otoos Erstling nicht nur wie ein minderes Vergnügen, sondern wie ein zu akkurat geratener Erzählreigen im Namen der guten Sache. Sie könne als Zeugin von Missständen ihre Literatur in deren Dienst stellen, hat Otoo einmal gesagt. Womöglich ist es diese deutliche Indienststellung, die dazu führt, dass mich ihr erster Roman nicht ganz überzeugt" (deutschlandfunk.de). "Die Erzählinstanzen sind ebenso variabel wie die Zeitebenen: Ein Reisigbesen, ein Türklopfer. Oder auch ein Zimmer. Denn darum geht es: Um Freiräume und Unterdrückungsszenarien, die in einer Kontinuität stehen, aber nicht zwangsläufig in einer kausalen Verbindung" (Platz 9 der SWR-Bestenliste April 2021)

von Franziska Gänsler

»Die Bilder, die Franziska Gänsler aufruft, sind so einprägsam, dass man es fast wie einen Film vor sich ablaufen sieht (...) Die Trauer um die Mutter und die Schwester schwingt in jedem Satz mit, und trotzdem ist es ein ganz flirrend leichter Roman. Ich musste die 208 Seiten in einem Zug durchschwimmen und würde das Buch jedem ans Herz legen, der emotionale Wärme sucht. Am Schluss lässt Franziska Gänsler alles ganz elegant ausklingen: das ist dramatisch und sanft und tröstlich zugleich - wirklich reine Poesie.« Sarah Elsing, Deutschlandfunk Kultur, 18.04.2024

von Takis Würger

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von Tanja Raich

»Interessante und unterschiedliche Perspektiven und Ideen zu anderen und möglichen sowie längst überfälligen Gesellschaftsformen.« Mathilde Magazin, 05.09.2022

von Ayelet Gundar-Goshen

»Die Übersetzerin hat ihren Job mit Bravour gemeistert und verdient großes Lob für ihre herausragende Leistung.« Orith Tempelman, Wendezeit Magazin, 13.7.23

von Elif Shafak

»Das Buch macht Lust, sich näher mit dem Land und seiner vielfältigen Geschichte zu befassen.« Katja Töpfer, Apotheken Umschau, 07/2021

von Ayelet Gundar-Goshen

Als Neurochirurg Etan Grien mitten in der Nacht einen illegalen Einwanderer überfährt und erkennt, dass der Mann sterben wird, trifft er eine folgenschwere Entscheidung: Er lässt den Mann liegen und meldet den Unfall nicht. Doch am nächsten Morgen steht die Frau des Opfers vor seiner Haustür und macht Etan einen ungewöhnlichen Vorschlag, der sein Leben komplett umkrempelt. Löwen wecken ist die Geschichte eines Mannes, der einen falschen Schritt tut und diesen Weg dann weiterverfolgen muss. Ein stürmischer Roman, der sich in der stark umkämpften Grauzone zwischen Liebe und Hass, Schuld und Vergebung, Gut und Böse bewegt, und der zeigt, wie zerbrechlich unser geordnetes Leben eigentlich ist.

von Elif Shafak

Als sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern von Istanbul nach London zieht, erhofft sich Pembe ein erfüllteres Leben. Doch in der fremden Welt zerreißt es die Familie, die weder den Ansprüchen ihrer alten noch der neuen Kultur gerecht zu werden scheint. Pembes Tage sind düster - bis sie den weltoffenen Elias kennenlernt. Sie teilen die Liebe zum Kochen, und Elias zeigt Pembe neue Horizonte auf, geprägt von Zärtlichkeit, Rücksichtsnahme und Verständnis. In der Heimat zurückgelassen hat Pembe ihre Zwillingsschwester Jamila, die dort im Einklang mit der Natur ein einsames Dasein fristet. Jamila spürt, dass sich mit der neuen Bekanntschaft Pembes ein schreckliches Unheil anbahnt, und sie entschließt sich zu einer folgenschweren Reise nach London. Ein monumentaler Generationenroman über Liebe, Familie und eine Tat, deren Wucht niemanden unberührt lässt.