Der dänische König Christian VII. ist verrückt und muss nach außen dennoch seinen königlichen Pflichten nachkommen. In Wahrheit machen die Staatsgeschäfte andere und seine Ehe mit der englischen Prinzessin Caroline Mathilde ist eine Farce. Als er seinem Leibarzt Struensee empfiehlt, er solle sich der einsamen Königin annehmen, ahnt keiner, dass sich daraus eine tragische Leidenschaft entwickeln wird. Ein psychologisches Drama um Politik, Macht und Liebe.
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Der Besuch des Leibarztes
von Per Olov Enquist, Wolfgang Butt
Der dänische König Christian VII. ist verrückt und muss nach außen dennoch seinen königlichen Pflichten nachkommen. In Wahrheit machen die Staatsgeschäfte andere und seine Ehe mit der englischen Prinzessin Caroline Mathilde ist eine Farce. Als er seinem Leibarzt Struensee empfiehlt, er solle sich der einsamen Königin annehmen, ahnt keiner, dass sich daraus eine tragische Leidenschaft entwickeln wird. Ein psychologisches Drama um Politik, Macht und Liebe.
Aktuelle Rezensionen(3)
einzigartig geschrieben, überragende Sequenzen, bleibt leider nur verschwommen im Gedächtnis, trotzdem eine Empfehlung
Wer hätte gedacht, dass eine würzige Liebesgeschichte, ein wahnsinniger König und ein politisches Intrigenspiel so eine schnarchige Angelegenheit werden könnten. Obwohl der Roman nichts weiter macht, als historische Figuren zu psychologisieren, gelingt es ihm gleichzeitig doch kaum die Charaktere glaubhaft herauszuarbeiten und sie in ihrer Komplexität zum Leben zu erwecken. Stattdessen verliert sich der Erzähler in Wiederholungen, schmonzettenhaften Phrasen und unangenehmen Erotizismen. Es gibt zwar auch das ein oder andere über die dänische Aufklärung zu erfahren, doch schmilzt diese zu einem Ein-Mann-Stück Struensees zusammen. Das ich das Buch weglegen würde, war mir irgendwann zwischen den blumigen Sexszenen und der übertrieben häufigen Verwendung des N-Wortes für den Schwarzen Pagen des Königs klar. Bis dahin hatten mich Sprache und Plot einigermaßen bei der Stange gehalten, doch der vermeintlich schicksalhafte Storystrudel ging mich nach 2/3 des Romans nichts mehr an, sodass ich mit Freuden dieses Buch für immer weglege.
Was für ein Buch! Es hat mich berührt und die Menschen jener Zeit näher gebracht. Ein historischer Roman mit sachbuchartigen Einschüben. Ich weiß wenig über die Geschichte Dänemarks und das Buch hat mich dazu ermuntert mehr dazu zu recherchieren. Dabei musste ich feststellen, dass diese Dreiecksbeziehung und die „Struenseezeit“ sehr bekannt ist und mehrfach verfilmt wurde. Ich habe mir nach Beendigung des Buches den dänischen Film „Die Königin und der Leibarzt“ von 2012 angesehen, der allerdings auf einem anderen Buch basiert. Der Film war eine gute Ergänzung zum Buch und hat eine etwas andere Sichtweise auf einige Ereignisse und dem Verhalten des Königs Christian VII gegeben. Zurück geblieben ist für mich eine art Trauer über das tragische Leben von Struensee, der Königin Caroline Mathilde und König Christian VII. Ein sehr lesenswertes Buch, das ich als Hörbuch von Matthias Lühn vorgetragen, genossen habe.