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Hiroko Oyamadas Öko-Horror-Roman „Das Loch“ ist einzigartig - eine der originellsten und verstörendsten Romanhandlungen der letzten Jahre.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
128 SeitenHardcover
Erschienen an: June 18, 2024

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Aktuelle Rezensionen(5)

3.7(26 ratings)
LisaLiestRezension von LisaLiest

Auch ich hatte beim Lesen permanent das Gefühl der Atmosphäre von Studio Ghibli. Habe mir also weniger Szenen aus dem realen Leben als Animationen vorgestellt inkl. dem Zirpen der Zikaden und den leisen Melodien von Totoro, Kiki und Co. Das Lesegefühl war also sehr schön. x) Der Schreibstil ist flüssig und es war schön in diese ländliche, teilweise phantastische und vermeintliche Idylle einzutauchen. Der Interpretationsspiel war wirklich groß, was ich theoretisch gut finde aber hatte bei dem Buch tatsächlich was anderes erwartet. Insgesamt also lesenswert für alle, die ein bisschen Surrealismus zwischendurch möchten. :)

PaulineRezension von Pauline

Toller Roman, in dem man unterschwellig sehr viel über die japanische Gesellschaft und Kultur erfährt. Das Buch lässt sehr viel Interpretationsspielraum und hat viele surreale bzw. leicht gruselige Momente, die das Buch sehr lesenswert machen.

Constanze Rezension von Constanze

Absoluter MUST READ für mich und ich hoffe auch für euch. Oyamada führt uns in ein ländliches Japan, das mich an sämtliche Studio Ghibli Filme erinnert. Wir lesen über sattes Grün auf den Wiesen, Zikadenkonzerte in der schweren Sommerhitze mit einer überbordenen Uppigkeit der Natur, ausgestorbene Orte, die oft menschenverlassen vor unserer Protagonistin liegen und surreale Begegnungen mit dem schwarzen Tier, das so unerwartet auftritt und die Richtung weist. Asahis Leben wird vollends auf den Kopf gestellt, als sie und ihr Mann die Großstadt verlassen und in die ländliche Gemeinde zurück zur Familie ihres Mannes ziehen. Durch das großzügige Angebot ihrer Schwiegermutter kann das junge Ehepaar das Gästehaus auf dem Familiengrundstück beziehen. Asahi ist in der glücklichen Position (so formuliert es zumindest Asahis ehemalige Arbeitskollegin) nicht unbedingt arbeiten zu müssen. Während der Alltag nach dem Umzug einkehrt, erlebt Asahi nach und nach merkwürdige Erlebnisse. Nachdem sie eines Tages ein unbekanntes schwarzes Tier sieht und diesem folgt, fällt sie plötzlich in ein Loch, welches wie für sie gemacht scheint und das gar nicht mal so unbequem ist. Seitdem nimmt sie ihre Umgebung ganz anders wahr und bemerkt immer merkwürdigere Dinge. Da sieht sie plötzlich den Großvater ihres Mannes, der scheinbar Tag und Nacht im Garten steht und den Rasen mit Wasser sprengt. Scheint er nicht zu schlafen oder zu ruhen und ist der Rasen nicht schon genug gewässert, fragt sie sich. Auch das schwarze Tier, weswegen sie in das Loch fiel erscheint ihr immer wieder. Und dann ist da noch der Hikikomori der in dem heruntergekommenen Geräteschuppen zu leben scheint. Oyamada schreibt nicht nur über surreale Erlebnisse, sondern spricht auch einige sozial- und gesellschaftskritische Aspekte an. Die finanzielle Abhängigkeit zu Asahis Ehemann, die Kritik an der Rolle der Ehefrau, die sich schlecht fühlt im klimatisierten Zimmer zu sitzen, während sich ihr Mann im Büro abrackert um darauffolgend die Klimaanlage auszuschalten um mit dem nötigen Respekt mitzuleiden. Gleichzeitig bringt die selbstgeschaffene Isolation eine fehlerhafte Selbstwahrnehmung: bin ich nutzlos und liege ich meinem Ehemann auf der Tasche, wenn ich keine Kinder versorgen muss? liest man zwischen den Zeilen heraus. Genauso wird die Symbolik der japanischen Kultur angesprochen, das dünne Band, das Leben und Tod verbindet. Ist es ein Yokai der Asahi in Form des schwarzen Tieres erscheint. Welche Bedeutung hat ihr Schwager der in dem Schuppen haust. Dann die fast schon zu deutliche Metapher der Alice im Wunderland die auch in ein Loch fällt. Ein Buch das perfekt dazu einlädt zu interpretieren und assoziieren. Ich sage nur: lest es! Wenn ihr japanische Literatur mögt und begeistert von magischen Realismus seid, dann ist das euer Buch. Ein Mix aus cozy read, surrealer Atmosphäre und verzerrter Perzeption. Ich bin traumversunken darin eingetaucht und konnte erst wieder Luft schnappen als ich das Buch beendet hatte.

GrueneHenneRezension von GrueneHenne

Südkoreanisch-leise-knackig-crazy

BirgitRezension von Birgit

Hölzern. Ich hab’s bis zu zwei Dritteln gelesen und musste es jetzt weglegen , weil es mir echt die Laune verdorben hat. Teilweise geschrieben wie ein Schulaufsatz / und von „Horror“ oder ähnlichem nicht die Spur. Sehr ärgerlich.

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