4.2

Boys don’t cry

von Jack Urwin, Elvira Willems

Format:Softcover
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Männer weinen nicht. Sollten sie aber, denn sie haben allen Grund dazu: Starre Männlichkeitsbilder beherrschen noch immer die Identifikationsangebote – sei es in Erziehung, Beruf, Werbung oder Mainstream-Medien. Stark, unbesiegbar, wild und immer auf der Gewinnerspur sollen Männer sein, ob sie wollen oder nicht. Jack Urwin hat genug davon. Es reicht ihm nicht, dass der starke Mann heute auch mal weinen oder Elternzeit nehmen darf, sondern er fragt, warum Männer überhaupt stark sein müssen. Warum messen wir Menschen noch immer an Stereotypen, wo es uns ohne doch viel besser ginge? Dieses Buch ist der Beginn einer längst überfälligen Debatte darüber, wie eine positive, moderne Männlichkeit aussehen kann und wie wir dahin gelangen können, sie zu leben. Unter anderem ausgelöst vom frühen Tod seines Vaters hat Jack Urwin 2014 den weltweit viel beachteten Essay »A Stiff Upper Lip Is Killing British Men« im VICE Magazine veröffentlicht, dessen Themen er hier fortführt. Von der Mob-Mentalität, wie sie bei Fußballspielen und in Fight Club zur Schau gestellt wird, bis zu unseren Großvätern, die aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrten, ohne je gelernt zu haben, über ihre Gefühle zu sprechen, untersucht Urwin, wie der Mythos der Maskulinität entstanden ist und warum er toxisch, ja tödlich ist. Warum tun wir uns trotzdem so schwer damit, diese fragwürdigen Ideale hinter uns zu lassen? Teils Essay, teils persönliches Manifest, ist »Boys don’t cry« eine witzige und scharfe Auseinandersetzung mit toxischer Maskulinität und ihren Folgen – und ein Plädoyer für einen anderen Umgang miteinander. »Hier ist es endlich, das brillante, persönliche, nicht-einmal-sexistische Buch des Jahrtausends über Männlichkeit und Politik, auf das die Welt gewartet hat.« Laurie Penny

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
232 SeitenSoftcover
Erschienen an: March 1, 2017

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.2(10 ratings)
DavidRezension von David

Urwin spricht genau wie JJ Bola (Sei kein Mann) wichtige Punkte an, wenn es um die Absurdität traditioneller Männlichkeitsideale geht. Inhaltlich ist das Buch über weite Strecken über jeden Zweifel erhaben, allerdings ist ein großer Schwachpunkt die nervige Umgangssprache. An dieser Stelle kann man allerdings nicht Urwin (der sonst hauptsächlich für die Vice geschrieben hat) die komplette Schuld geben. Grund ist ganz wesentlich auch die deutsche Übersetzung. Trotzdem lernt man wichtige Dinge, besonders als Mann.

AradRezension von Arad

Sehr tiefgründige und fundierte Beschreibung hinsichtlich der gesellschaftlichen Auffassung von Männlichkeit. Ich empfehle es jedem mal gelesen zu haben, um mehr Verständnis von der allg. Materie bzgl. toxischer Männlichkeit und all den Faktoren, die mit einher gehen, zu verstehen. Mir hat das Buch geholfen, mich mit meinen alltäglichen Dingen und Verhaltensweisen auseinanderzusetzen und zu differenzieren, was für Auswirkungen das auf meine persönlichen Beziehungen haben kann.

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