4.4

Abhängigkeit

von Tove Ditlevsen, Ursel Allenstein

Format:Hardcover
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»Die Beiläufigkeit, mit der sie sich beschreibt, selbst ihre Abstürze und Psychosen, ihre feinziselierten, wie hingetupften Beobachtungen – alles von einer unwiderstehlichen, soghaften Intensität.«

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
176 SeitenHardcover
Erschienen an: February 15, 2021

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Aktuelle Rezensionen(7)

4.4(61 ratings)
'ThushaRezension von 'Thusha

𝗠𝗜𝗧 𝗦𝗣𝗢𝗜𝗟𝗘𝗥 Nachdem mich 𝘒𝘪𝘯𝘥𝘩𝘦𝘪𝘵 tief berührt und 𝘑𝘶𝘨𝘦𝘯𝘥 eher frustriert hatte, war ich gespannt, wie ich 𝘈𝘣𝘩𝘢̈𝘯𝘨𝘪𝘨𝘬𝘦𝘪𝘵 erleben würde. Rückblickend muss ich sagen, dass der dritte Band für mich der stärkste der Trilogie war – und gleichzeitig meine Sicht auf die beiden vorherigen Bücher verändert hat. Während ich in 𝘑𝘶𝘨𝘦𝘯𝘥 immer wieder das Gefühl hatte, dass sich Tove Ditlevsens Gedanken fast ausschließlich um Männer drehen, konnte ich damit in 𝘈𝘣𝘩𝘢̈𝘯𝘨𝘪𝘨𝘬𝘦𝘪𝘵 plötzlich etwas anfangen. Nicht, weil dieses Muster verschwindet, sondern weil mir bewusst wurde, dass sich durch die gesamte Trilogie ein Thema zieht: Abhängigkeit. Im ersten Band ist es die natürliche Abhängigkeit eines Kindes von seinen Eltern – insbesondere von der Mutter. In 𝘑𝘶𝘨𝘦𝘯𝘥 verwandelt sich diese Abhängigkeit in eine emotionale Sehnsucht nach Männern und ihrer Anerkennung. Und im dritten Band wird sie schließlich zu einer körperlichen und zerstörerischen Medikamentensucht. Für mich hätte man alle Bände sogar gemeinsam unter dem Titel 𝘈𝘣𝘩𝘢̈𝘯𝘨𝘪𝘨𝘬𝘦𝘪𝘵 veröffentlichen können, denn die Sucht beginnt für mich nicht erst mit den Medikamenten. Besonders erschüttert hat mich Carls Rolle. Die Wut, die ich ihm gegenüber empfunden habe, wurde von Kapitel zu Kapitel größer. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass Tove sich nach der Geburt ihres ersten Kindes langsam verändert. Zum ersten Mal beginnt sie, sich zu widersetzen, zu streiten und nicht alles einfach hinzunehmen. Diese Entwicklung hat sie für mich greifbarer gemacht. Eine Beobachtung hat mich jedoch besonders traurig gemacht: Ausgerechnet während ihrer Suchterkrankung hört sie auf, ständig über Männer nachzudenken. Natürlich ist das keine Befreiung – sie tauscht lediglich eine Abhängigkeit gegen eine andere. Trotzdem machte mir dieser Kontrast bewusst, wie sehr ihr Leben zuvor von der Suche nach einem Mann bestimmt war. Genau dieser Aspekt blieb für mich der schwierigste Teil der Trilogie. Immer wieder hatte ich gehofft, dass sie ihre Sehnsucht hinterfragt oder sich fragt, ob Erfüllung vielleicht auch außerhalb einer Beziehung existieren könnte. Stattdessen kehrt sie gedanklich immer wieder zu Männern zurück. Das fand ich nicht nur traurig, sondern stellenweise auch erschöpfend zu lesen. Dennoch hat 𝘈𝘣𝘩𝘢̈𝘯𝘨𝘪𝘨𝘬𝘦𝘪𝘵 meine Sicht auf die Trilogie verändert. Was zunächst wie drei autobiografische Lebensabschnitte wirkte, erschien mir am Ende vielmehr als die Geschichte eines Menschen, der sein Leben lang in unterschiedlichen Formen von Abhängigkeit lebt – von Eltern, von Männern und schließlich von Medikamenten. Gerade diese Erkenntnis macht die Kopenhagen-Trilogie für mich im Nachhinein deutlich stärker, als ich es nach dem zweiten Band erwartet hätte.

KarinRezension von Karin

Drei schmale Bände - unglaublich ergreifend. Bücher von unglaublicher Kraft.

Tonka Rezension von Tonka

Krass berührend und traurig und bewegend. Immer wieder muss Tove Ditlevsen dafür kämpfen was ihr Traum ist. Über abhängigkeit kann ich nur sagen mir ist die Sprache weg geblieben. Man hat richtig einen Kloß im Hals. Und trotzdem will man weiter lesen. Tove Ditlevesen schreibt wahnsinnig schön und bewegend.

HannahRezension von Hannah

Bewegend… Ich will unbedingt mehr von der Autorin lesen.

Lena SchalentierRezension von Lena Schalentier

Ich liebe diese Frau. Hab jedes Buch der Kopenhagen-Trilogie verschlungen und freu mich jetzt schon auf die Biografie, die in meinem Regal steht.

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