3.8

Aber vielleicht wird auch alles gut

von Lea Melcher

Format:Softcover

Ein Own Voices-Roman mit humorvoller Annäherung an das Thema der psychischen Erkrankungen. Ganz ohne Berührungsängste erzählt die Illustratorin Lea Melcher von den großen und kleinen Hürden im Kopf.Emilia ist fast dreißig, single, mittelmäßig glücklich – ach ja, und sie leidet unter einer Angststörung. Alles fällt ihr schwer: vom Einkaufengehen über soziale Kontakte bis hin zu einem »normalen« Beruf. Am liebsten verkriecht sie sich in ihrer Wohnung und blendet die Welt aus. Doch dann stellt ihre Schwester ihr ein Ultimatum: Entweder du machst eine Therapie, oder ich rede nie wieder mit dir! Also überwindet Emilia sich und wagt sich hinaus in die Welt. Im Wartezimmer ihres neuen Therapeuten sitzt ausgerechnet Jack, dem sie eigentlich nie wieder begegnen wollte. Und wie es kommen muss, landen die beiden durch eine Verwechslung in einer Paartherapie. Plötzlich ist Emilia gezwungen, sich ihren Ängsten ein für alle Mal zu stellen.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
352 SeitenSoftcover
Erschienen an: 2021-07-29

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Aktuelle Rezensionen(5)

3.8(22 ratings)
chiara 🌼Rezension von chiara 🌼

Ich hab in der Hoffnung, eine leichte Geschichte zu lesen, zu diesem Roman gegriffen und trotzdem war es mir zu unrealistisch und gleichzeitig zu vorhersehbar. Die Message gegen Ende des Buches fand ich allerdings ganz schön.

LeniRezension von Leni

4,5/5⭐️ Eine wirklich tolle Geschichte, die mir wahnsinnig gut gefallen hat! Ganz große Liebe an den Schreibstil und die Gestaltung des Buches ❤️

booksandmaryRezension von booksandmary

Puh, hab’s als Hörbuch gehört (unangenehme Sprecherin by the way) und fand es leider gar nicht gut. Ich hätte die Protagonistin am liebsten durchgehend geschüttelt und auch ansonsten war die Story eher öde, als ansprechend oder spannend. Schade.

LieseRezension von Liese

Mir hat’s so so gut gefallen. Emmis Geschichte hat mich verzaubert und richtig mitfühlen. Mir auch gezeigt, dass Mental Health matters! War mir vorher tatsächlich nicht bewusst und ich hab Depressionen immer abgeschrieben/ als nicht bewusst dastehen lassen. Ich bin so unglaublich stolz auf Emmi, obwohl sie selbst ja nur eine fiktionale Figur war/ist, aber dass die Autorin sie erschaffen hat und ihre Geschichte mit ihr erzählt hat macht sie stark und ist etwas total wichtiges. — Lieblingszitate zum Nachdenken und Schmunzeln »Ich bin genauso schockiert wie du«, sage ich ihr entgegen.Eine Frau, die an mir vorbeiläuft, guckt mich irritiert an.Warm ist es für Leute immer noch das Seltsamste auf derWelt, wen man mit sich selbst redet? Steuern hinterziehen, seine Frau schlagen, alles okay, findet ja hinter geschlossenen Türen statt. Aber in der Öffentlichkeit mit sich selbst reden? Eine Schande. Der größte Trick meines Lebens ist es, nicht stehen zu bleiben. Wenn ich einmal innehalte, schaffe ich es nie wieder, loszugehen. Das ist das Problem, wenn man insgesamt eine in jeglicher Hinsicht bewegungsunwillige Persönlichkeit hat. Ich darf nie meinen Schwung verlieren, sonst bleibe ich hier sitzen, auf dieser Parkbank, für immer, wie dieses Meme von dem Skelett, das auf einer solchen Bank für immer auf irgendetwas wartet. Ich laufe auf sie zu, doch dann bleibe ich stehen., Ich will dieses Gespräch nicht stören, ich will nicht dazugehören, stelle ich überrascht fest. Ich will einfach nichts mehr mit der Situation zu tun haben. Ich will nicht mehr über damals reden, und mit einem Mal tut diese Erkenntnis nicht mehr weh.

BettinaRezension von Bettina

Leider konnte mich 'Aber vielleicht wird alles gut' von Lea Melcher nicht vollends überzeugen. Das liegt vermutlich auch an mir, die mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen ist. Als ich das Buch entdeckte, ging ich davon aus, dass die Geschichte vor allem um Emilia, eine fast dreißig jährige Protagonistin, und den Umgang mit ihrer Angststörung handelt. Und das tut sie in gewisser Weise auch. Leider geht es weniger um den Umgang mit ihrer Angststörung, sondern vielmehr um die Beziehung bzw. das Verhältnis zu Jack. Auch der Paartherapieaspekt spielt eine untergeordnete Rolle. Und obwohl ich humorvolle Bücher sehr gerne mag, wenn sich nicht zu albern oder klamaukig sind, habe ich ich es hier leider so empfunden, dass die meisten humorvollen Stellen doch eher weniger lustig sind. Es ist dennoch eine nette Liebesgeschichte mit Längen, in denen es eben - als Unteraspekt - auch um Angststörungen und andere Themen geht. Leider konnte mich weder die Geschichte noch die Charaktere wirklich packen.

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