Wohnen
von Doris Dörrie
Doris Dörrie, die gefeierte Filmemacherin und Autorin, erzählt ihr Leben als Wohnende und fragt, wie und mit wem wir wohnen wollen – eine unendliche Vielfalt des Wohnens tut sich auf. Doris Dörrie ist eine Wohnende wider Willen. Nie wollte sie sich niederlassen, fest einrichten, Wurzeln schlagen, aber wie andere wohnen, hat sie immer schon fasziniert. In Kalifornien geht sie zu Hausbesichtigungen, nur um sich andere Leben in anderen Räumen auszumalen. Auf ihren unzähligen Reisen nach Japan, Mexiko, Marokko, Amerika und Südeuropa sieht sie, wie eng das Wohnen an die jeweilige Kultur geknüpft ist. Und bei ihrer Arbeit als Filmemacherin wird sie zur Expertin für das Erschaffen künstlicher Wohnwelten. Doch während sie ihr eigenes Elternhaus beschreibt, die Studentenbuden, Wohngemeinschaften und das versuchsweise Leben auf dem Land, drängt sich ihr eine Frage immer wieder auf: Wo ist eigentlich in all diesen Häusern und Wohnungen der Raum für die Frauen geblieben? Könnte es etwa sein, dass aus der Hausfrau nur eine Frau im Haus mit anderen geworden ist? Doris Dörrie ist fest entschlossen: Sie will ihre ganz eigene Art des Wohnens finden.
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Wohnen
von Doris Dörrie
Doris Dörrie, die gefeierte Filmemacherin und Autorin, erzählt ihr Leben als Wohnende und fragt, wie und mit wem wir wohnen wollen – eine unendliche Vielfalt des Wohnens tut sich auf. Doris Dörrie ist eine Wohnende wider Willen. Nie wollte sie sich niederlassen, fest einrichten, Wurzeln schlagen, aber wie andere wohnen, hat sie immer schon fasziniert. In Kalifornien geht sie zu Hausbesichtigungen, nur um sich andere Leben in anderen Räumen auszumalen. Auf ihren unzähligen Reisen nach Japan, Mexiko, Marokko, Amerika und Südeuropa sieht sie, wie eng das Wohnen an die jeweilige Kultur geknüpft ist. Und bei ihrer Arbeit als Filmemacherin wird sie zur Expertin für das Erschaffen künstlicher Wohnwelten. Doch während sie ihr eigenes Elternhaus beschreibt, die Studentenbuden, Wohngemeinschaften und das versuchsweise Leben auf dem Land, drängt sich ihr eine Frage immer wieder auf: Wo ist eigentlich in all diesen Häusern und Wohnungen der Raum für die Frauen geblieben? Könnte es etwa sein, dass aus der Hausfrau nur eine Frau im Haus mit anderen geworden ist? Doris Dörrie ist fest entschlossen: Sie will ihre ganz eigene Art des Wohnens finden.
Aktuelle Rezensionen(4)
Autobiografischer als vermutet, liest sich total einfach. Aber nicht viele neue Erkenntnisse.
Ein netter Essay zwischen Anekdotischem und Politischem Ich kenne Doris Dörrie nur ansatzweise von ihren Filmen und fand den Themenkomplex rund ums Wohnen durchaus reizvoll. Nach der Lektüre würde ich sagen, dass sich auch dieses Buch gut in die Leben-Reihe des Verlags einfügt, ich jedoch selten viel aus den Werken mitnehmen kann. Grundlegend schreibt Dörrie durchaus kurzweilig und teilweise humorvoll, ohne dabei den Blick für strukturelle Probleme zu verlieren. Sie vermischt in ihrem Essay Erinnerungen aus ihrem Leben mit feministischer und antikapitalistischer Analyse. Selbstredend kann in einem so kurzen Text wie diesem nicht tiefgreifend kritisiert werden, aber ich fand die vielen Elemente rund um Wohnungsnot, Klassen-Privilegien und sexistischer Rollenzuschreibung sehr wichtig. Ohne sie hätte mir definitiv die politische Komponente gefehlt. Die Nähe und Liebe zu Japan ist der Autorin auf jeden Fall anzumerken - angenehmerweise aber ohne die starke Romantisierung, die ich in westlichen Diskursen zu Japan oft wahrnehme. Stattdessen gibt es einfach deutsche, us-amerikanische und japanische Elemente, die im Leben Dörries eine Rolle spiel(t)en. Nebenbei gibt sie uns auch immer wieder Einblicke in ihren Schreibprozess sowie ihr Schaffen als Regisseurin. Insgesamt also eine sympathische und authentische Autorin sowie ein nett zu lesender Text, für mich aber mit wenig Potenzial für tiefgreifende Reflexionen. Wer Essays grundsätzlich schätzt, kann getrost zu diesem greifen und wird sicherlich auch etwas daraus mitnehmen können.
Ich mochte den Schreibstil von Doris Dörrie sehr - insbesondere ihren Witz, der manchmal unverhofft „um die Ecke kam“. Im Buch geht es um äußere Räume, die wir bewohnen, und die inneren. Sie zeigt viele unterschiedliche Perspektiven auf diese Themen und ist damit mehr als der Titel „Wohnen“ im ersten Eindruck vermitteln mag (z. B. Rollenverteilung in Räumen, digitale Räume, Lebensgestaltung in Räumen). Doris Dörrie hat auf insgesamt wenig Seiten viel wertvollen Inhalt verpackt.
Ein schöner Einblick in die Welt des Wohnens und ein kluger Essay von Doris Dörrie.