4.1

Unterleuten

von Juli Zeh

Format:Hardcover
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Der große Gesellschaftsroman von Juli ZehManchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: March 8, 2016

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Aktuelle Rezensionen(9)

4.1(173 ratings)
Carmen HuberRezension von Carmen Huber

DAS… genau das Ende! Wie genial kann man die Psyche von Charakteren einfangen…. Generell eine super aufgebaute Geschichte. Klare Leseempfehlung!

JuliestRezension von Juliest

Ein richtig dicker Roman, Hardcover, über 600 Seiten. Schwer zu händeln, beim Lesen schwächeln die Hände, der Daumen schmerzt nach einer Weile, wenn er das Gewicht halten muss. Dass ich dieses körperliche Empfinden spüre, bedeutet, dass mich die Konzentration verlässt. Immer wieder passiert mir das im Mittelteil, nur eine meiner Schwierigkeiten mit diesem Buch. Die Autorin erzählt von einem Dorf in Brandenburg und seinen Bewohnern. Es geht um den Umgang mit Veränderung und die Bewältigungsstrategien einzelner. Alte Bewohner, geprägt durch ihr Leben als Landwirte in der DDR und junge Zugezogene aus dem Westen mit Vorstellungen von Dorfidylle prallen aufeinander. Umweltschutzinteressen, Planwirtschaftstraumata und Kapitalismusheuschrecken in Gestalt von zehn Windrädern, die auf der Schiefen Kappe gebaut werden sollen. Die Kapitel tragen die Nachnamen der Dorfbewohner, die Geschichte wird multiperspektivisch erzählt. Nach und nach füllen sich die Namen mit Leben, ich erfahre alte Geschichten, lerne zerplatzte Träume kennen. Die Autorin ist wahnsinnig gut darin, ihren Figuren dank ihrer bilderreichen Sprache Leben einzuhauchen. Es ist ein spannender Mikrokosmos, ich störe mich aber an der zynisch-ironischen Erzählerstimme, die sich immer ein Stück in die Distanz zu den Figuren begibt, sodass ich es nicht schaffe, ihnen nahe zu treten. Die Protagonisten sind mir leider überwiegend unsympathisch und entscheiden sich meistens für die Eskalation und Konfrontation, weil sie unfähig zum ehrlichen Gespräch sind. Einzig für die Figur von Bürgermeister Arne Seidel hege ich ein bisschen Sympathie. Die Geschichte läuft im heißen und staubigen brandenburgischen Sommer auf mehrere Katastrophen zu, die im Klimax im lang ersehnten Regen, einem Unfall, einem Toten und weiteren Beziehungsveränderungen enden.

amisoccassiopeiaRezension von amisoccassiopeia

Hier ist der Weg wirklich das Ziel - aber im absolut positiven Sinn! Ein tolles Buch, ein schöner Schreibstil, der einen mitnimmt und erlaubt, die Menschen in und um Unterleuten aus vielen Perspektiven kennenzulernen

Katja_H_PunktRezension von Katja_H_Punkt

Punktabzug, weil es im letzten Drittel doch ein paar Längen hatte, aber ansonsten sehr unterhaltsamer und teils grotesker Dorf-Ensemble-Roman.

BettinaRezension von Bettina

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