The Extraordinaries – Neue Helden
von T. J. Klune
Mit farbig gestaltetem Buchschnitt – nur in limitierter Erstauflage der gedruckten Ausgabe (Lieferung je nach Verfügbarkeit)Mit Mut, Charme und Enthusiasmus hat Nick es geschafft: Er ist endlich mit seinem ersten Freund zusammen. Und zwar nicht mit irgendeinem Jungen, sondern mit einem waschechten Superhelden. Doch dann taucht eine Gruppe neuer Extraordinaries in Nova City auf – mit Kräften, von denen bisher noch nie jemand etwas gehört hat. Die Stadt droht ins Chaos zu stürzen, und Nick und seine Freunde müssen erst einmal herausfinden, wer bei alldem eigentlich gut und wer böse ist …
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The Extraordinaries – Neue Helden
von T. J. Klune
Mit farbig gestaltetem Buchschnitt – nur in limitierter Erstauflage der gedruckten Ausgabe (Lieferung je nach Verfügbarkeit)Mit Mut, Charme und Enthusiasmus hat Nick es geschafft: Er ist endlich mit seinem ersten Freund zusammen. Und zwar nicht mit irgendeinem Jungen, sondern mit einem waschechten Superhelden. Doch dann taucht eine Gruppe neuer Extraordinaries in Nova City auf – mit Kräften, von denen bisher noch nie jemand etwas gehört hat. Die Stadt droht ins Chaos zu stürzen, und Nick und seine Freunde müssen erst einmal herausfinden, wer bei alldem eigentlich gut und wer böse ist …
Aktuelle Rezensionen(1)
https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/11/05/the-extraordinaries-2-neue-helden/ Mit Neue Helden führt T.J. Klune seine The Extraordinaries-Reihe fort und erzählt die Geschichte von Nick Bell weiter – einem schwulen Teenager, der zwischen Alltag, Superhelden und Selbstfindung seinen Platz in der Welt sucht. Nach dem Erfolg des ersten Bandes und der darauf folgenden Kritik an der Darstellung von Polizei und Autoritätspersonen steht Klune hier vor der Herausforderung, sein Universum weiterzuentwickeln, ohne dabei den Witz und das Herz zu verlieren, für die er bekannt ist. Handlung Nick Bell ist, wie man ihn kennt: impulsiv, charmant und ein wenig chaotisch. Nachdem er im ersten Band herausgefunden hat, dass sein bester Freund Seth ein Superheld ist, scheint das Leben endlich eine Richtung zu nehmen. Doch mit großer Macht kommen – natürlich – große Probleme. Neue Bedrohungen tauchen auf, Beziehungen werden auf die Probe gestellt, und Nick muss lernen, Verantwortung zu übernehmen – sowohl für seine Taten als auch für seine Emotionen. Während die Handlung im Kern eine klassische Coming-of-Age-Geschichte bleibt, verwebt Klune sie erneut mit Elementen des Superheldengenres. Dabei stehen weniger spektakuläre Kämpfe im Mittelpunkt als vielmehr die psychologische Entwicklung der Figuren. Besonders die Beziehung zwischen Nick und seinem Vater, einem Polizisten, bildet den emotionalen Dreh- und Angelpunkt des Romans. Klune greift hier bewusst die Kontroversen um The Extraordinaries auf: Damals wurde kritisiert, dass die Darstellung der Polizei unreflektiert und unsensibel sei – besonders in einer Zeit, in der Polizeigewalt und strukturelle Ungerechtigkeit viel diskutiert wurden. In Neue Helden versucht der Autor, diese Themen direkter anzugehen. Nick beginnt, das Verhalten seines Vaters kritisch zu hinterfragen, und das Buch widmet sich stärker Fragen von Verantwortung, Privilegien und Gerechtigkeit. Allerdings geschieht dies mitunter sehr deutlich – fast zu deutlich. Die moralischen Botschaften sind wichtig, aber sie werden teilweise so explizit erklärt, dass sie den Erzählfluss bremsen. Dadurch verliert das Buch etwas von seiner Leichtigkeit, die den ersten Teil so zugänglich machte. Charaktere Wie gewohnt liegt Klunes Stärke in seinen Figuren. Nick ist ein authentischer Teenager mit all seinen Unsicherheiten, Übertreibungen und unbändiger Energie. Seine innere Stimme ist voller Humor und Selbstironie – manchmal überdreht, aber immer liebenswert. Seth, sein Freund und Superheld, bildet den ruhigeren Gegenpol: loyal, geduldig und beschützend. Die Beziehung der beiden ist das emotionale Herzstück des Romans. Klune gelingt es, ihre Liebe glaubwürdig, zärtlich und ohne Kitsch darzustellen. Besonders schön ist, wie selbstverständlich die queere Repräsentation in der Geschichte eingebettet ist – nicht als Problem, sondern als Teil des Lebens. Auch die Nebenfiguren – Nicks Freunde Jazz und Gibby – sorgen für Witz, Dynamik und emotionale Tiefe. Gemeinsam bilden sie ein diverses, eng verbundenes Team, das das jugendliche Herzstück der Geschichte trägt. Schwieriger ist die Figur des Vaters. Klune bemüht sich, ihn menschlicher und selbstkritischer zu zeichnen, doch die Darstellung wirkt teilweise gezwungen. Die Reflexion über seine Fehler und Privilegien ist zwar wichtig, aber sie wird oft zu direkt thematisiert, wodurch die Figur an Natürlichkeit verliert. Schreibstil und Atmosphäre T.J. Klune bleibt seinem markanten Stil treu: witzig, dialogreich, emotional und zugänglich. Er versteht es, aus banalen Alltagssituationen charmante Momente zu machen. Besonders die Dialoge zwischen Nick und seinen Freunden sind lebendig und authentisch. Allerdings wirkt Neue Helden sprachlich etwas weniger spritzig als seine Vorgänger. Wo Klune sonst mit Leichtigkeit zwischen Humor und Tiefgang balanciert, wirkt der Ton hier stellenweise schwerfällig. Der Versuch, gesellschaftliche Themen einzubringen, ist lobenswert – aber der didaktische Tonfall nimmt der Geschichte zeitweise ihren Zauber. Auch das Pacing ist ein Problem: Für ein Superheldenbuch ist die Handlung erstaunlich langsam. Viele Kapitel bestehen aus Gesprächen, inneren Monologen und Erklärungen, während echte Spannung oder Action erst spät aufkommt. Stärken • Authentische queere Repräsentation: Klune zeigt queere Figuren selbstverständlich und liebevoll, ohne sie auf ihre Identität zu reduzieren. • Lebendige Dialoge: Die Gespräche zwischen Nick und seinen Freunden sind voller Humor und Herzenswärme. • Emotionale Tiefe: Die Vater-Sohn-Beziehung bietet spannende Konflikte und Entwicklungspotenzial. • Sympathische Figuren: Die Gruppe um Nick ist bunt, loyal und sehr menschlich – eine echte Stärke der Reihe. Schwächen • Langsamer Plot: Für ein Superheldenabenteuer fehlt es an Spannung und Tempo. • Zu viel Erklärtext: Klune versucht, auf frühere Kritik zu reagieren, wirkt dabei aber belehrend. • Verlorener Humor: Der typische Klune-Witz tritt zugunsten von politischen Botschaften zurück. • Unfokussierte Handlung: Zu viele Nebenstränge ohne echte Relevanz für die Haupthandlung. Fazit Neue Helden ist eine mutige, aber unausgeglichene Fortsetzung. T.J. Klune zeigt erneut, dass er Herz, Humor und Menschlichkeit meisterhaft miteinander verweben kann – doch in seinem Bemühen, sensibler und reflektierter zu schreiben, verliert er ein Stück seiner gewohnten Leichtigkeit. Die Charaktere bleiben das große Plus dieses Romans, allen voran Nick, der zwischen jugendlicher Naivität und echtem Wachstum schwankt. Doch erzählerisch wirkt das Buch stellenweise überladen und zu vorsichtig. Für Fans der Reihe ist Neue Helden dennoch ein lesenswertes Kapitel, das wichtige Themen anspricht und einige berührende Momente bietet. Wer jedoch einen temporeichen, unterhaltsamen Superheldenroman erwartet, wird enttäuscht. Eine warmherzige, aber etwas schwerfällige Fortsetzung mit Herz und Botschaft – charmant, doch nicht ganz in Balance. 3 von 5 Sternen!