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The Extraordinaries – Die Außergewöhnlichen

von T. J. Klune

Format:Hardcover
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Mit farbig gestaltetem Buchschnitt – nur in limitierter Erstauflage der gedruckten Ausgabe (Lieferung je nach Verfügbarkeit)Nick Bell ist ein ganz gewöhnlicher Teenager. Wobei das in einer Stadt voller Superhelden schon wieder ungewöhnlich ist. Und der beste Autor von Superhelden-Fan-Fiction zu sein, ist ja quasi auch eine Superkraft, oder? Als Nick eines Tages Shadow Star, dem berühmtesten Helden der Stadt – und sein heimlicher Schwarm – begegnet, beschließt er, selbst ein Held zu werden, um Shadow Star zu beeindrucken. Widerwillige Hilfe bekommt er dabei von seinem besten Freund Seth. Wird Nick Shadow Stars Herz erobern oder erkennt er, dass seine wahre große Liebe eigentlich schon die ganze Zeit an seiner Seite ist?

Science Fiction & Fantasy
Hardcover
Erschienen an: April 11, 2024

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.9(8 ratings)
Sarah HumpohlRezension von Sarah Humpohl

Eine tolle Superheldengeschichte für Menschen ab 13 Jahren. Queere Charaktere in der Highschool im klassischen Amerika entdecken ihre Superkräfte und Liebe zueinander. Leider ein sehr langartmiges Ende…

JennyRezension von Jenny

https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/11/04/the-extraordinaries-1-die-ausergewohnlichen/ Handlung Nick Bell lebt in Nova City, einer modernen Großstadt, in der Superhelden – sogenannte „Extraordinaries“ – zur Realität gehören. Während andere Jugendliche sich mit Hausaufgaben und Zukunftsängsten beschäftigen, schreibt Nick leidenschaftlich Fanfiction über Shadow Star, den größten Helden der Stadt – und zugleich seinen Schwarm. Als er Shadow Star zufällig begegnet, beschließt Nick, selbst ein Held zu werden, um seinem Idol näherzukommen. Unterstützt – oder besser: gebremst – wird er dabei von seinem besten Freund Seth, der Nicks impulsive Ideen widerwillig mitträgt. Doch im Laufe der Geschichte wird immer klarer, dass Seth selbst mehr Geheimnisse hütet, als Nick ahnt. Was wie eine humorvolle Superhelden-Rom-Com beginnt, entwickelt sich zu einer Geschichte über Identität, Selbstfindung und Freundschaft. Leider gelingt es Klune nicht, diese Themen mit emotionaler Tiefe zu erzählen. Stattdessen verliert sich die Handlung in vorhersehbaren Wendungen und übertriebenem Slapstick. Charaktere Im Zentrum steht Nick, ein Teenager mit ADHS, der voller Energie, Fantasie und Unsicherheit steckt. Klune versucht, ihn als liebenswert-chaotische Hauptfigur zu inszenieren, doch häufig schlägt diese Darstellung ins Gegenteil um. Nicks unaufhörliches Geplapper, seine Unfähigkeit, offensichtliche Zusammenhänge zu erkennen, und seine ständige Selbstbezogenheit machen ihn auf Dauer anstrengend. Die ADHS-Darstellung gerät dabei problematisch: Statt als authentische Facette seiner Persönlichkeit wirkt sie oft wie eine Erklärung oder gar Entschuldigung für unreifes Verhalten. Das führt zu einer gewissen Oberflächlichkeit und sogar Frustration beim Lesen. Seth, Nicks bester Freund, ist das Herzstück des Buches – ruhig, loyal und sensibel. Er bringt Bodenhaftung in Nicks Chaos und sorgt für die emotionalen Momente, die das Buch dringend braucht. Leider bleibt auch er blasser, als er sein könnte, da sich die Erzählung zu sehr auf Nicks inneres Drama konzentriert. Die Nebenfiguren – Jazz und Gibby, ein lesbisches Paar, sowie Nicks Vater, ein überforderter Polizist – werden zwar mit Diversität und guten Absichten eingeführt, wirken aber eher wie stereotype Bausteine: die schlagfertigen, coolen Freundinnen, der trauernde alleinerziehende Vater, der versucht, seinen Sohn zu verstehen. Ihnen fehlt die Tiefe, die Klune sonst meisterhaft vermittelt. Themen und Darstellung Klune möchte in The Extraordinaries vieles zugleich: eine queere Liebesgeschichte, eine Superhelden-Parodie, eine Geschichte über mentale Gesundheit und Selbstakzeptanz. Leider beißt sich diese Vielschichtigkeit häufig selbst. Der Humor übertönt oft die emotionalen Aspekte, und ernste Themen wie Polizeigewalt oder neurodiverse Identität werden nur angerissen, ohne wirklich durchdacht oder sensibel behandelt zu werden. Gerade die Verbindung von Superhelden-Narrativ und Fanfiction-Kultur hätte enormes Potenzial geboten – ein spannender Kommentar über das Bedürfnis, gesehen zu werden und Bedeutung zu haben. Doch anstatt diese Idee zu vertiefen, bleibt der Roman an der Oberfläche und verliert sich in Teenie-Gesprächen, die zwar witzig, aber selten relevant sind. Schreibstil und Struktur Klunes Schreibstil ist hier überraschend einfach gehalten. Während seine anderen Werke durch poetische, bildhafte Sprache und starke emotionale Szenen glänzen, liest sich The Extraordinaries stellenweise wie ein überlanger Tumblr-Post: viel Dialog, wenig Tiefe. Das mag bewusst so gewählt sein, um den jugendlichen Ton zu treffen, doch es führt dazu, dass das Buch selbst für das Young-Adult-Genre recht banal wirkt. Das Worldbuilding ist ebenfalls schwach ausgearbeitet. Nova City bleibt eine leere Kulisse – man erfährt kaum etwas über ihre Geschichte, Gesellschaft oder den Ursprung der Superhelden. Dadurch fehlt der Geschichte ein glaubwürdiger Hintergrund, der die Handlung tragen könnte. Die Dialoge sollen humorvoll sein, wirken aber häufig künstlich und übertrieben. Manche Szenen ziehen sich, weil sie aus ununterbrochenem Gerede bestehen, das weder die Handlung vorantreibt noch die Figuren vertieft. Positive Aspekte Trotz allem gibt es auch Lichtblicke. Klune bleibt seiner Vision einer vielfältigen, queeren Welt treu. Die Selbstverständlichkeit, mit der queere Beziehungen und Identitäten dargestellt werden, ist erfrischend und positiv – besonders im Young-Adult-Bereich. Auch die Grundidee – eine Fanfiction über Superhelden, die selbst zur Superheldengeschichte wird – ist originell und hat Witz. Einige der humorvollen Momente funktionieren tatsächlich gut, vor allem wenn Klune Nicks überbordende Fantasie mit liebevoller Ironie beschreibt. Wer jung ist, humorvolle Dialoge mag und sich nicht an übertriebenem Chaos stört, kann hier durchaus seinen Spaß haben. Negative Aspekte Doch die Schwächen überwiegen deutlich: 1. Vorhersehbarkeit: Bereits nach wenigen Kapiteln ist klar, wer hinter welcher Maske steckt. Spannung kommt dadurch kaum auf. 2. Oberflächliche Figuren: Viele Charaktere sind nur Abziehbilder ihrer Funktionen. Man erkennt, welche Rollen sie erfüllen sollen, aber nicht, wer sie wirklich sind. 3. Unangemessene ADHS-Darstellung: Statt Verständnis zu fördern, werden stereotype Verhaltensweisen betont. 4. Flacher Schreibstil: Die Sprache ist simpel, die Emotionen oft aufgesetzt, und das Tempo ungleichmäßig. 5. Unbalancierte Tonalität: Zwischen Slapstick, Fanfiction-Parodie und ernsten Themen verliert das Buch seinen Fokus. Fazit T.J. Klunes The Extraordinaries ist ein Buch mit einem großartigen Konzept, aber einer enttäuschenden Ausführung. Es hätte eine liebevolle, chaotisch-queere Hommage an Fandom-Kultur und Superheldenmythen sein können – stattdessen ist es ein überdrehter, unausgeglichener Roman, der seine eigenen Themen nicht ernst genug nimmt. Für jüngere Leserinnen, die Lust auf eine lockere, witzige und leicht verdauliche Superhelden-Romanze haben, mag das Buch unterhaltsam sein. Für Fans von Klunes tiefgründigeren Werken oder für Leserinnen, die komplexe Charaktere und emotionales Storytelling erwarten, wird The Extraordinaries jedoch eher frustrierend sein. 2 von 5 Sternen!

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