Wie geht Streiten heute? Svenja Flaßpöhler, eine unserer streitbarsten Denkerinnen, appelliert persönlich, philosophisch und pointiert für mehr richtigen Streit „Warum also streite ich? Davon und von der Frage, was Streiten heißt, handelt dieses Buch.“ Svenja Flaßpöhler gilt als streitlustig, als jemand, der gerne angreifbare Positionen vertritt. Doch in ihr wohnt eine ganz andere Erfahrung: die eines Trennungskinds, das mit der Angst vor Streit und Eskalation aufgewachsen ist. In ihrem persönlich-philosophischen Essay zeigt sie, dass über das Streiten nachzudenken vor allem heißt, sich von Illusionen zu befreien. Ein Streit ist kein herrschaftsfreier Diskurs, sondern es geht um Macht: Der Abgrund der Vernichtung ist immer als Möglichkeit präsent. Gleichzeitig ist es gerade der Streit in seiner Unversöhnlichkeit, der uns vorantreibt und Veränderung bewirkt. Ein flammendes Plädoyer für Lebendigkeit, Mut und den Eros des Ringens.
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Streiten
Wie geht Streiten heute? Svenja Flaßpöhler, eine unserer streitbarsten Denkerinnen, appelliert persönlich, philosophisch und pointiert für mehr richtigen Streit „Warum also streite ich? Davon und von der Frage, was Streiten heißt, handelt dieses Buch.“ Svenja Flaßpöhler gilt als streitlustig, als jemand, der gerne angreifbare Positionen vertritt. Doch in ihr wohnt eine ganz andere Erfahrung: die eines Trennungskinds, das mit der Angst vor Streit und Eskalation aufgewachsen ist. In ihrem persönlich-philosophischen Essay zeigt sie, dass über das Streiten nachzudenken vor allem heißt, sich von Illusionen zu befreien. Ein Streit ist kein herrschaftsfreier Diskurs, sondern es geht um Macht: Der Abgrund der Vernichtung ist immer als Möglichkeit präsent. Gleichzeitig ist es gerade der Streit in seiner Unversöhnlichkeit, der uns vorantreibt und Veränderung bewirkt. Ein flammendes Plädoyer für Lebendigkeit, Mut und den Eros des Ringens.
Aktuelle Rezensionen(3)
Wie konnt ich nur davon ausgehen, dass es in diesem Buch tatsächlich ums Streiten geht?
Auch wenn ich einige Meinungen von Svenja Flasspöhler in Bezug auf Gesellschaft nicht teile, habe ich sehr sehr viel gelernt bezüglich der Idee von Streit und den philosophischen Anschauungen dessen, die mich bestimmt noch länger beschäftigen werden. Der Essay regt dazu an, über das Streiten weiter nachzudenken & vor allem jetzt selbst (öffentliche) Streitigkeiten aus verschiedenen Blickwinkeln anschauen zu wollen.
3.5✨ Svenja Flaßpöhler gelingt es, mit „Streiten“ ein kluges und sprachlich starkes Plädoyer für eine neue Streitkultur zu formulieren. Besonders beeindruckt hat mich ihr guter Stil und die Art, wie sie komplexe gesellschaftliche Fragen mit klaren, anschaulichen Beispielen verknüpft. Ihre Perspektiven sind durchdacht und spiegeln ihre Herkunft aus den Geistes- und Sozialwissenschaften deutlich wider, die Argumentationen sind schlüssig und theoretisch fundiert. Gleichzeitig ist genau das auch eine Schwäche: Obwohl es kein wissenschaftliches Buch ist, verlangt es den Leser*innen einiges an Vorwissen und Aufmerksamkeit ab. Für eine breitere Zielgruppe könnten manche Passagen dadurch schwer zugänglich sein. Trotzdem ein lohnenswerter Beitrag zur Frage, wie wir heute (wieder) streiten sollten.