Stolen Kisses
von Andreas Suchanek
»Andreas Suchanek lässt die beiden Protagonisten Kai und Jannis abwechselnd erzählen. Das sorgt für spannende Unterhaltung aus verschiedenen Blickwinkeln.«
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Stolen Kisses
von Andreas Suchanek
»Andreas Suchanek lässt die beiden Protagonisten Kai und Jannis abwechselnd erzählen. Das sorgt für spannende Unterhaltung aus verschiedenen Blickwinkeln.«
Aktuelle Rezensionen(5)
Schöne leichte Romanze für zwischendurch.
Meine Leseeinstieg und erste Erfahrung mit kleinen schwulen Jungs. toll geschrieben
"Stolen Kisses" von Andreas Suchanek ist eine fesselnde queere Romanze, die die glamouröse Welt der Mode und die pulsierende Szene Berlins gekonnt miteinander verbindet. Kai und Jannis, deren One-Night-Stand in einem Berliner Hotelzimmer zu einer leidenschaftlichen, aber komplizierten Beziehung führt, müssen sich mit den Geheimnissen und Verpflichtungen auseinandersetzen, die ihre Liebe auf die Probe stellen. Andreas zeichnet ein authentisches Bild von den Herausforderungen des Coming-Out's und dem Verstecken der eigenen Identität. Die realistische Darstellung von queerfeindlicher Gewalt und den Schwierigkeiten, offen zu leben, macht die Geschichte besonders nachvollziehbar. Besonders nachvollziehbar ist Kais innerer Konflikt, der durch familiäre Erwartungen gezwungen ist, seine wahre Identität zu verbergen. Die Szenen im "Club Drag Haven", in dem Elias als Drag Queen auftritt, bieten Einblicke in die queere Subkultur Berlins, aber auch in die Welt der Kunst des Drags. Die Vielfalt der Figuren verleiht "Stolen Kisses" eine besondere Tiefe und Authentizität, die sich von anderen Gay-Romance-Romanen abhebt. Oder kennt ihr noch andere queere Romane mit Drag-Repräsentation? Insgesamt überzeugt das Buch mit seiner Mischung aus Romantik, Drama und einer wichtigen Botschaft über die Kraft der Liebe und die Suche nach der eigenen Identität. "Stolen Kisses" ist ein empfehlenswerter Roman für alle, die eine authentische und berührende queere Liebesgeschichte suchen.
Stolen Kisses ist eine queere Romcom, die in Berlin spielt. Wir lernen Jannis und Kai kennen, die sich eigentlich für einen One-Night-Stand treffen, sich dann aber doch verlieben. Kai hat es als ungeouteter Mann mit konservativem Elternhaus schwer, sich offen auszuleben und zusätzlich geraten die beiden bzw. ihre Familien in einen professionellen Wettstreit. Eine Stärke des Romans sind auf jeden Fall die Figuren und die Dialoge. Die Figuren sind recht schnell schön ausgearbeitet und haben alle kleine Eigenheiten und wachsen mir als Leserin schnell ans Herz. In ihren Dialogen begegnen sie sich mit viel Witz und Charme. Besonders Jannis' Freundeskreis ist vielschichtig und stark aufgebaut. Schön fand ich auch, dass hier ein nicht toxischer männlicher Freundeskreis abgebildet wird, der sich gerne in den Arm nimmt und über Gefühle spricht. Trotz der leichten Erzählweise, behandelt der Roman auch schwierige Themen wie Zwangsoutings und mentale Gesundheit. Obwohl die Handlung in einem aufgeklärten Land im Jahr 2023 spielt, ist es nicht für alle Menschen selbstverständlich, ein selbstbestimmtes und freies Leben zu führen. Der Roman führt vor Augen, dass eine sichere Umgebung dafür essenziell ist. Die erste Begegnung zwischen den Hauptfiguren wird immer mal wieder, passend zur Handlung, in Rückblenden erzählt. Diese zählen für mich ganz klar zu einer weiteren Stärke. Sie sind mit einer schönen Leichtigkeit geschrieben und helfen uns Leser*innen die Chemie zwischen den beiden besser nachvollziehen zu können. Zwischen den Dialogen wirkt die Handlung leider machmal sehr gehetzt, als wollte der Autor schnell wieder zu den stärkeren Unterhaltungen oder dramatischen Momenten zurückkehren. Gerade in der zweiten Romanhälfte war das oft der Fall, damit wirkte das Ende dann auch etwas überstürzt. Der Roman hat auch einen starken Fokus auf Safe Spaces und mentaler Gesundheit, in der Auflösung fehlte mir auch hier der Tiefgang, so hat eine der Figuren Panikattacken, die einfach von selbst aufhören. Eine solche Darstellung finde ich etwas fahrlässig, schöner fände ich es, wenn das zumindest noch mal mit einem Paragraph aufgearbeitet würde. Stellenweise hatte ich das Gefühl, der Autor sei von einem bekannten Hersteller von Nuss-Nougat-Creme gesponsort, so oft fiel der Markenname. Das bringt mich eher zum Schmunzeln und ich finde es nicht weiter schlimm. Da der Fokus des Buches aber auf der Liebesbeziehung von Jannis und Kai beruht, empfehle Stolen Kisses trotz einer leichten Oberflächlichkeit allen, die zwischendurch eine lockere Romcom lesen wollen. Wer Trigger hat, sollte die abgedruckten Warnungen auf jeden Fall vorher checken. Ich habe das Rezensionsexemplar als Ebook vom Piper Verlag und Netgalley zur Verfügung gestellt bekommen. Meine Meinung und Bewertung sind meine eigenen.
Was für eine tolle Geschichte. Ich hatte so unglaublich viel Spaß. Jannis Mutter ist einfach nur der Brüller. Überhaupt hat Andreas eine unglaublich frische Art zu schreiben. Eine äußerst gelungene Wortwahl, sehr modern, ironisch und witzig. Da gab’s einige Lacher und ich musste so oft grinsen. Aber auch die ernsten Töne waren immer mit dabei. Gerade diese ließen sehr tief blicken und machten mir das ein oder andere Mal das Herz schwer. Da bleiben auch die Tränen nicht aus. Ich fand diese Mischung sehr gelungen. Es wurden hier viele verschiedene Lebensweisen auf natürliche Weise miteinander verknüpft. Da bleiben natürlich auch die Schattenseiten nicht versteckt. Aber Andreas hat es für mich geschafft aufzuzeigen, dass in diesem Fall einfach immer ein Licht am Ende wartet und hat somit insgesamt eine schöne, quirlige Liebesgeschichte geschaffen, die ich einfach hintereinander weggelesen habe.