Shantaram
von Gregory David Roberts
Eine ebenso tollkühne wie bewegende Reise ohne Rückfahrkarte in das Indien abseits der touristischen RoutenAls der Australier Lindsay in Bombay strandet, hat er zwei Jahre Gefängnis hinter sich und ist auf der Flucht vor Interpol. Zu seinem großen Glück begegnet er dem jungen Inder Prabaker, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Auf ihren Streifzügen durch die exotische Metropole schließen die beiden eine innige Freundschaft, und Lindsay lernt nicht nur die Landessprache, sondern auch, mit sich ins Reine zu kommen: Er wird zu „Shantaram“, einem „Mann des Friedens“, und kämpft für die Ärmsten der Armen. Doch dann verfällt Lindsay einer Deutsch-Amerikanerin mit dubiosen Kontakten zur Unterwelt …Ausstattung: Mit Vignetten von Oliver Weiss
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Shantaram
von Gregory David Roberts
Eine ebenso tollkühne wie bewegende Reise ohne Rückfahrkarte in das Indien abseits der touristischen RoutenAls der Australier Lindsay in Bombay strandet, hat er zwei Jahre Gefängnis hinter sich und ist auf der Flucht vor Interpol. Zu seinem großen Glück begegnet er dem jungen Inder Prabaker, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Auf ihren Streifzügen durch die exotische Metropole schließen die beiden eine innige Freundschaft, und Lindsay lernt nicht nur die Landessprache, sondern auch, mit sich ins Reine zu kommen: Er wird zu „Shantaram“, einem „Mann des Friedens“, und kämpft für die Ärmsten der Armen. Doch dann verfällt Lindsay einer Deutsch-Amerikanerin mit dubiosen Kontakten zur Unterwelt …Ausstattung: Mit Vignetten von Oliver Weiss
Aktuelle Rezensionen(3)
Ich hab dieses Buch mit all seinen Charakteren geliebt - von Lachen bis Weinen war alles dabei 🤍
Ein sehr tolles Buch, die sich für Indien und das Leben dort interessieren, aber auch für alle die, die biografisches mögen, wahre Begebenheiten und Menschen, die mit all ihren Ecken und Kanten, guten und schlechten Seiten gezeigt werden, einen Charakter mögen, der kein Blatt vor den Mund nimmt und der seine Gefühle offen ausspricht, ohne sich für irgendetwas zu schämen, der sich selbst reflektiert und manchmal ein wenig analysiert und ganz genau weiß, wer er ist, was er getan hat und wohin er will. Hat mir insgesamt sehr gut gefallen und überraschender Weise habe ich mich auf diesen knapp 1100 Seiten nicht einmal wirklich gelangweilt, selbst wenn mal eine Zeit lang nicht so viel passiert ist. Jedes Gespräch war interessant, jeder Charakter war spannend und diese Zwielichtigkeit, die man immer gespürt hat, habe ich ebenfalls sehr gemocht. Ein durchaus gutes Buch. Sehr lesenswert für alle, die sich da heranwagen wollen.
Ich habe sehr vieles an „Shantaram“ unglaublich geliebt. Es ist neben „Das Gleichgewicht der Welt“ definitiv eines meiner Lieblingsbücher über Indien bzw. Mumbai. Am liebsten mochte ich an dem Buch den lieben, süßen „Prabu“. Den hätte ich auch unglaublich gerne als Freund. Für immer in Erinnerung bleiben mir die Beschreibungen des Slums, in denen Lin lange Zeit als Arzt gearbeitet hat – all die herzlichen Menschen dort, trotz all der Armut. Nicht zu vergessen: die Höhle der stehenden Babas, Chillumrauchen als Ritual, Tanzbären im Gefängnis, die gerettet werden. Dann gab es noch dieses absolut schräge fliegende Restaurant. Ich könnte eigentlich ewig so weitermachen. Der Protagonist Lin ist aus dem Gefängnis in Australien ausgebrochen und nach Indien geflüchtet, wo er untergekommen ist. Dieser Teil ist übrigens wahr – auch wenn ich das kaum glauben kann. Alles in dem Roman wird allerdings so authentisch beschrieben, dass man gewiss merkt, dass vieles der Wahrheit entspricht. Lin ist ein sehr widersprüchlicher Charakter – und ehrlich gesagt weiß ich nicht mal, ob ich ihn so wirklich leiden kann. Irgendwie spürt man, er hat ein gutes Herz. Andererseits war er im Gefängnis und arbeitet später bei der Mafia. Er ist an unglaublich viel Gewalt beteiligt, fälscht Pässe in der Passwerkstatt, schmuggelt Menschen in fremde Länder, landet wieder im Gefängnis – diesmal in Indien. Das ist eine der brutalsten Stellen im Buch, neben den Erlebnissen des Krieges in Afghanistan. Aber irgendwie macht auch genau das das Buch so interessant. Gut und Böse verschwimmen so schön ineinander. Später gibt es auch eine Szene in Guptajis Opiumhöhle, die als Tiefpunkt der Stadt und der menschlichen Existenz dargestellt wird – und man ist mehrere Wochen gemeinsam mit Lin mittendrin. Anschließend macht man als Leser den Entzug mit Lin durch… Dann gibt es noch Madame Zhou, eine mysteriöse und skrupellose Bordellbesitzerin. Ich wollte mich eigentlich kurz fassen, aber wenn ich so drüber nachdenke, es ist wirklich unglaublich viel passiert in diesen 1000 Seiten. An der ein oder anderen Stelle hat sich das Buch auch mal etwas gezogen. Der Autor ist schon wirklich sehr ausschweifend. Ich denke, 200 Seiten weniger hätten jetzt auch nicht geschadet. Bin trotzdem unglaublich froh, dass ich auf dieses Buch gestoßen bin, und kann es wärmstens weiterempfehlen – vor allem, wenn man sich für Indien interessiert. ABER… man braucht definitiv auch etwas Geduld und man muss sich wirklich drauf einlassen können.