Die Hexenverfolgungen waren ein Krieg gegen Frauen, dessen Auswirkungen bis heute spürbar sind. Frauen, die unabhängig lebten, keine Kinder hatten oder einfach alt geworden waren, liefen zur Zeit der Renaissance Gefahr, verfolgt und verbrannt zu werden. Unser Bild von Frauen ist noch heute von negativen Stereotypen geprägt – entstanden in einer Geschichte, die ohne und gegen sie geschrieben wurde. Mona Chollet macht die Hexerei zu einer großen feministischen Metapher und die Hexe zu einem begeisternden Vorbild selbstbestimmter Weiblichkeit. Mit über 180.000 verkauften Exemplaren wurde »Hexen« in Frankreich zum Bestseller.
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Hexen
von Mona Chollet, Birgit Althaler
Die Hexenverfolgungen waren ein Krieg gegen Frauen, dessen Auswirkungen bis heute spürbar sind. Frauen, die unabhängig lebten, keine Kinder hatten oder einfach alt geworden waren, liefen zur Zeit der Renaissance Gefahr, verfolgt und verbrannt zu werden. Unser Bild von Frauen ist noch heute von negativen Stereotypen geprägt – entstanden in einer Geschichte, die ohne und gegen sie geschrieben wurde. Mona Chollet macht die Hexerei zu einer großen feministischen Metapher und die Hexe zu einem begeisternden Vorbild selbstbestimmter Weiblichkeit. Mit über 180.000 verkauften Exemplaren wurde »Hexen« in Frankreich zum Bestseller.
Aktuelle Rezensionen(1)
Puhh... das Buch hat es mir echt nicht leicht gemacht. Grundsätzlich finde ich den Ansatz der Autorin sehr interessant: Sie bemerkt, dass man bei der Hexenverbrennung den "Grund" Hexe auch einfach durch Frau ersetzten könnte. An vier Aspekten (Unabhängigkeit von Männern, Kinderlosigkeit, Alter & Wissen) erklärt sie das ganze und widmet jedem Aspekt ca. 50 Seiten. Dabei geht sie vorallem auf Vorkommnisse der letzten 100 Jahre ein. Soweit so gut. Doch die Umsetzung hat mir leider nicht sehr gefallen. Einerseits finde ich ihren Schreibstil relativ anstregend. Das Buch liest sich wie ein Fachbuch. Dann zitiert sie ständig irgendwelche Personen ohne einen Kontext zu erklären. Am Anfang habe ich noch die Namen gegoogelt, doch irgendwann hat es mich nur noch genervt. Dann beschreibt sie immer mal wieder Filmszenen. Das hat zwar teilweise gepasst, war aber auch oft unverständlich, wenn man den Film nicht kennt. Und manchmal hat es sich so angefühlt als würde sie die Seiten füllen, in dem sie einen Film nach dem nächsten nennt. Dann hatte ich auch etwas Probleme mit den Einstellungen der Autorin. Für mich hat es sich die ganze Zeit so gelesen, als gäbe es für sie nur schwarz oder weiß. Alles was sie darlegt war extrem. Ein Beispiel: Im Kapitel über Kinderlosigkeit sagt sie dass 90% der Frauen Kinderwunsch nur aus gesellschaftlichen und nicht aus persönlichen Gründen haben. (ohne Beleg durch z.B. Befragungen etc.) Außerdem beschreibt sie das Mutter werden als vollkommenden Verlust von Freiheit und persönlichem Willen. Mir fehlten sie vielen vielen Grautöne, die es gibt. Auch sind Frauen für sie fast immer gut und Männer fast immer schlecht. Das hat mit der Realität wenig zu tun. Auch hat mich gestört, dass sie nur im binären Geschlechtssystem denkt (bzw. schreibt). Im Buch wird kein einziges Wort über Trans, Inter, Nonbinary etc... geschrieben. Das alles ist nicht mein Verständniss von Feminismus. Insgesamt gab es zwar immer mal wieder Aspekte, die ich interessant fand und sie mich auf neue Gedanken gebracht haben, aber am Ende konnte ich für mich kaum neue Aspekte herausfilter. Da gibt es weit aus bessere Bücher zu ähnlicher Thematik.