Warum gehen Frauen oftmals so negativ mit sich selbst und miteinander um? Dieser Frage geht Sophie Gilbert auf den Grund und identifiziert einen wichtigen Faktor: Die Popkultur der 90er- und frühen 2000er-Jahre. Sie analysiert so entlarvend wie erhellend, welche Mechanismen schleichend die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Frauen beeinflusst haben. Dazu gehört zum Beispiel die Darstellung von weiblichen Stars in den Medien, die von Objektivierung geprägt ist – Stichwort Reality-TV. Gilbert legt die unbewussten Wirkmechanismen hinter diesen Phänomenen offen und zeigt, was sich ändern muss.
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Girl vs. Girl
von Sophie Gilbert, Britta Fietzke
Warum gehen Frauen oftmals so negativ mit sich selbst und miteinander um? Dieser Frage geht Sophie Gilbert auf den Grund und identifiziert einen wichtigen Faktor: Die Popkultur der 90er- und frühen 2000er-Jahre. Sie analysiert so entlarvend wie erhellend, welche Mechanismen schleichend die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Frauen beeinflusst haben. Dazu gehört zum Beispiel die Darstellung von weiblichen Stars in den Medien, die von Objektivierung geprägt ist – Stichwort Reality-TV. Gilbert legt die unbewussten Wirkmechanismen hinter diesen Phänomenen offen und zeigt, was sich ändern muss.
Aktuelle Rezensionen(4)
Ein Must-Read für alle die sich selbst Feminist*innen nennen. Gilbert geht aufgeteilt in die Jahrzehnte seit 1990 auf Veränderungen in der Populärkultur ein und was diese mit unserem gesellschaftlichen Bild von Frauen gemacht haben. Eingeteilt in 10 Kapitel erklärt sie in leicht verständlicher Sprache wie Frauen unter der medialen Darstellung leiden, sie nennt Studien und Beispiele um dies zu Illustrieren. Auch als Einstiegswerk um sich erstmals näher mit dem Thema zu beschäftigen würde ich es empfehlen. Es ist oftmals harter Tobak der vorkommt, vor allem das Kapitel über Sex & Gewalt, aber Gilbert schafft es den Bogen zu schlagen und realistisch die Tatsachen aufzuzählen ohne dem Pessimismus (der keineswegs unangebracht wäre) zu verfallen.
must read!
Mädchen und Frauen bekommen schon von Anfang an in ihrer Erziehung den Male Gaze indoktriniert, sodass sie die Objektivierung ihrer selbst und anderer Frauen internalisiert haben (vgl. Girl vs. Girl). In diesem Buch gab es neben diesem Satz noch viele andere Stellen, die beschreiben, wie Frauen allein in den letzten 30 Jahren von der männerdominierten Gesellschaft unterdrückt und sowohl körperlich als auch psychisch missbraucht wurden und werden. Besonders Kapitel sechs hat mich sehr mitgenommen, sodass ich einige Stellen überspringen musste, weil das Leid jener Frauen so explizit beschrieben wurde, dass man es erschreckend stark nachempfinden kann. Insgesamt ein sehr beeindruckendes Buch.
Musste im Kapitel über Hardcore Porno abbrechen. Zu grafisch und brutal.