4.3

Die Sommer

von Ronya Othmann

Format:Hardcover
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Leyla ist die Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden… Das ergreifende Debüt der Gewinnerin des Publikumspreises des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs (2019) über das Dasein zwischen zwei Welten Das Dorf liegt in Nordsyrien, nahe zur Türkei. Jeden Sommer verbringt Leyla dort. Sie riecht und schmeckt es. Sie kennt seine Geschichten. Sie weiß, wo die Koffer versteckt sind, wenn die Bewohner wieder fliehen müssen. Leyla ist Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden. Sie sitzt in ihrem Gymnasium bei München, und in allen Sommerferien auf dem Erdboden im jesidischen Dorf ihrer Großeltern. Im Internet sieht sie das von Assad vernichtete Aleppo, die Ermordung der Jesiden durch den IS, und gleich daneben die unbekümmerten Fotos ihrer deutschen Freunde. Leyla wird eine Entscheidung treffen müssen. Ronya Othmanns Debütroman ist voller Zärtlichkeit und Wut über eine zerrissene Welt.

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: August 17, 2020

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Aktuelle Rezensionen(4)

4.3(68 ratings)
NadiraRezension von Nadira

Es geht um Leyla und ihre Familie, die kurdische Êzîden sind, wie sie mit ihrem und all dem Leid ihrer Familie durchs Leben geht. Wie sie das Dorf ihrer Familie vermisst, in das sie jeden Sommer ging, die Fluchtvergangenheit ihres Vaters, wie dumm und unsensibel ihr deutsches Umfeld ist. Menschen tragen Lasten, die wenn man deutsch und privilegiert ist, sich kaum vorstellen kann - aber sollte. Egal, wie ich das Buch beschreibe, es wird dem nicht gerecht. Einfach lesen! „Wenn sie sterben, sagte sich Leyla, gehe ich mit einer Kalaschni-kow, mit so einer Kalaschnikow, wie sie der Onkel hatte, und mit der er jedes Jahr zu Newroz in die Luft schoss und mit der er später in den Graben gegangen ist, um das Dorf zu bewachen, mit so einer Kalaschnikow gehe ich dann in das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Das Bundesamt hatte geschrieben, Leylas Mutter hatte es Leyla abfotografiert: Bitte wenden Sie sich an die zuständige Behörde. Die zuständige Behörde aber hatte schon im ersten Brief darauf verwiesen, dass sich die Angehörigen bis 2012 im Libanon hätten befinden müssen, um auf die Liste der Kon-tingentflüchtlinge für Familiennachzug nach Deutschland zu kommen, und da das nicht der Fall sei, sehe sich die zuständige Behörde eindeutig als nicht zuständig an. In diese sich als nicht zuständig erklärende zuständige Behörde werde ich hineingehen, sagte sich Leyla. Mit einer Kalaschnikow, mit Onkel Memos Ka-laschnikow.“ (252) „Leyla wünschte sich, sie könnte ihren Namen hinter sich lassen. Ihn fallenlassen wie eine Zigarette, die sie irgendwo draußen mit ihrer Schuhspitze ausdrückte, und niemand konnte den Stummel jemals mit ihr in Verbindung bringen. Sie wollte ihren Namen und alles mit ihm Zusammenhängende abstreifen wie die Haut einer Schlange.“ (261)

MaraRezension von Mara

jaaa

Daniela WigbelsRezension von Daniela Wigbels

Ganz phantastisches Buch. Es hat ein paar Seiten gedauert, bis ich richtig drin war, aber dann entwickelt es eine unglaubliche Kraft und Dringlichkeit.

RojdaRezension von Rojda

Dieses Buch hat viele Gefühle und Gedanken in mir ausgelöst. Viele Erfahrungen von Leyla haben mich an meine eigenen Sommerferien damals und meine eigene Familie in der Türkei erinnert. An die Dörfer, die Tiere, den Staub, die Hitze, Çay, Plastikschlappen, frisches Obst und Gemüse aus den Feldern, die verbotene Sprache, getrocknete Aprikosen, den Geruch von vielen verschiedenen Gewürzen, selbstgemachten Joghurt und an den tränenreichen Abschied jedes Mal. Leider auch an all das Leid von uns Kurd*innen. Berxwedan Jîyan e! ☀️❤️🤍💚☀️

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