Die geheimste Erinnerung der Menschen
von Mohamed Mbougar Sarr
Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt – Mohamed Mbougar Sarrs großer Roman über die Suche nach einem verschollenen Autor Mohamed Mbougar Sarr erzählt virtuos von der Suche nach einem verschollenen Autor: Als dem jungen Senegalesen Diégane ein verloren geglaubtes Kultbuch in die Hände fällt, stürzt er sich auf die Spur des rätselhaften Verfassers T.C. Elimane. Dieser wurde in den dreißiger Jahren als „schwarzer Rimbaud“ gefeiert, nach rassistischen Anfeindungen und einem Skandal tauchte er jedoch unter. Wer war er? Voll Suchtpotenzial und unnachahmlicher Ironie erzählt Sarr von einer labyrinthischen Reise, die drei Kontinente umspannt. Ein meisterhafter Bildungsroman, eine radikal aktuelle Auseinandersetzung mit dem komplexen Erbe des Kolonialismus und eine soghafte Kriminalgeschichte. Ein Buch, das viel wagt – und triumphiert.
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Die geheimste Erinnerung der Menschen
von Mohamed Mbougar Sarr
Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt – Mohamed Mbougar Sarrs großer Roman über die Suche nach einem verschollenen Autor Mohamed Mbougar Sarr erzählt virtuos von der Suche nach einem verschollenen Autor: Als dem jungen Senegalesen Diégane ein verloren geglaubtes Kultbuch in die Hände fällt, stürzt er sich auf die Spur des rätselhaften Verfassers T.C. Elimane. Dieser wurde in den dreißiger Jahren als „schwarzer Rimbaud“ gefeiert, nach rassistischen Anfeindungen und einem Skandal tauchte er jedoch unter. Wer war er? Voll Suchtpotenzial und unnachahmlicher Ironie erzählt Sarr von einer labyrinthischen Reise, die drei Kontinente umspannt. Ein meisterhafter Bildungsroman, eine radikal aktuelle Auseinandersetzung mit dem komplexen Erbe des Kolonialismus und eine soghafte Kriminalgeschichte. Ein Buch, das viel wagt – und triumphiert.
Aktuelle Rezensionen(5)
Mysteriöse Suche in literarischen Weiten mit psychotischen Abgründen.
Dieses Buch gab mir die Liebe zum Lesen zurück, vermittelte mir, wie wichtig Lesen fürs Schreiben ist, zeigte mir mit wieviel Vielstimmigkeit und lässiger Größe ein Bogen gespannt werden kann, machte mich traurig und glücklich. Bin dankbar in einer Zeit zu leben in der Sarr schreibt.
Am Anfang fand ich es ein bisschen schwierig reinzukommen und irgendwie ruckelt es immer mal wieder im Lesefluss. Aber dann… dann geht es rasant und eins folgt dem anderen und ab da konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen!
Wow! Hat mich immer wieder überrascht, neue Wendungen, neue Figuren, die wiederum erzählen, was andere Figuren ihnen erzählt haben, das alles in Paris, Buenos Aires und im Senegal. so viele kleine Nebenhandlungen, in verschiedenen Arten erzählt, die dann doch wieder zusammenfinden - toll! und hat er sie jetzt alle umgebracht oder nicht?!
So gut, aber kein bisschen Urlaubslektüre. Dieser Text verlangt Aufmerksamkeit für seine Referenzen, Meta- und Intertextualitäten und haut mir als Leserin auf die Finger, wenn ich abschweife, überlese oder andere Sünden begehe, die in den geheimsten Erinnerungen ausgeschimpft werden. Mal packt mich das Buch ungemein und das grundlegende Rätsel um den mysteriösen Autor T.C. Elimane treibt mich voran, mal verliert es mich in den Verstrickungen der Figuren, den kunstvollen Abschweifungen. Es gefällt mir gut, fordert mich heraus, lässt mich nicht kalt und auch nicht locker - ein Buch, vor dessen Stil ich mich verbeuge, ohne dass ich ein durchgehendes Lesevergnügen empfinde.