In dem Roman «Die Ewigkeit ist ein guter Ort» spielt der liebe Gott eine große Rolle. Dennoch glaube ich, dass es auch ein wunderbares Buch für Menschen ist, die ihn für eine clevere Erfindung halten und gut ohne ihn auskommen.
What's Bookie?
- Free delivery in Germany.
- Find your perfect next read.
- Track to motivate you to read more.
- Connect with people like you.
Die Ewigkeit ist ein guter Ort
By Tamar Noort
In dem Roman «Die Ewigkeit ist ein guter Ort» spielt der liebe Gott eine große Rolle. Dennoch glaube ich, dass es auch ein wunderbares Buch für Menschen ist, die ihn für eine clevere Erfindung halten und gut ohne ihn auskommen.
Popular Reviews(5)
Klappentext: "Elke ist eine junge Pastorin, die in Köln arbeitet. Als sie eines Tages einer alten Dame am Sterbebett das Vaterunser sprechen soll, kommt ihr kein Wort über die Lippen. Sie hat den Text vergessen, und zwar sämtlicher Gebete. Ist das Gottdemenz? Elke beschließt, in die norddeutsche Provinz zu fahren, an den Ort ihrer Kindheit. Doch auch nach all den Jahren fühlt es sich seltsam an, mit ihren Eltern am Esstisch zu sitzen, wenn der vierte Platz leer bleibt. Elke trifft Eva wieder, die ehemalige Freundin ihres Bruders, der damals zu weit auf den See hinausschwamm. Und während sie am Ufer sitzt und aufs Wasser schaut, ahnt Elke, wo sie beginnen muss, nach den verloren gegangenen Worten zu suchen." Dieses Buch stand lange auf meiner Wunschliste, bevor ich es in der Büchertausch-Kiste in meinem Fitnessstudio entdeckte. Man ist gleich ab der ersten Seite in der Handlung drin, und gleich wird klar, dass es etwas in Elkes Vergangenheit gibt, das ihr jetzt, in der Gegenwart, den Glauben an Gott klaut. Und das passiert gerade ihr, der Pastorin, deren Vater sie als seine Nachfolgerin haben möchte. In der Mitte gibt es ein paar Längen, die man hätte kürzen können, außerdem wird der Teil mit der Motorrad-Clique nach dem Unfall fast gar nicht mehr erwähnt, was ich sehr schade finde. Alles in allem ein wunderbares Buch über Glaube, Fundamente und Erwartungen, eine große Leseempfehlung von mir!
Unerwartet schön, eine Geschichte über das Leben, Trauer, Stillstand, das Gefühl nicht voranzukommen, die Bedeutung bzw. das Hinterfragen des eigenen Glaubens. Und vor allem: Hoffnung 🤍
Das erste Viertel des Buches hat mir überhaupt nicht gefallen. Vielleicht lag es an der Anekdote über das tote Tier, das auf der Straße gefunden und in eine Box auf der Fensterbank gelegt wurde. Danach wurde das Buch jedoch zu einer sehr bewegenden Geschichte über eine Frau, die den frühen Tod ihres Bruders immer noch verarbeiten muss und dabei zu Gott zurückfindet. Es wäre aber schön gewesen, wenn alle Handlungsstränge zu Ende geführt worden wären.
Dieses Buch habe ich nur gelesen weil es eine Empfehlung von Ewald Arenz hatte, dessen " Alte Sorten" mich sehr beeindruckt haben. Die Autorin hält wunderbare Einfälle bereit wie die "Gottesdemenz" oder den Sachenstapel nach Alphabet. Eine brave iunge Frau, aus einer behüteten Pfarrersfamilie, soll den Erwartungen ihres Vaters entsprechend und seine Pfarrei übernehmen. Sie studiert Theologie in Köln und wohnt mit ihrem Freund zusammen, der ein echter Schatz ist. Sie vergisst den Wortlaut des Vaterunsers und beginnt sich seltsam zu benehmen. Bald begreift man dass sie noch eine ganz andere Last trägt als die Erwartungen ihres Vaters. Das Buch kommt leichtfüßig daher und entwickelt zunehmend Tiefe.Der realistische Aspekt dieses Buchs ist die Form die für den Schluss gewählt wurde.
Danke an NetGalley und dem Verlag für das Rezensionsexemplar! 3,5-4/5 ⭐️ Elke hat gerade mal ihr Theologiestudium mit ende 20 abgeschlossen und arbeitete 3 Jahre lang ehrenamtlich als Seelsorgerin. Als sie am plötzlichen ‚Gottesdemenz‘ leidet und jegliche biblische Gebete und Worte vergisst, entscheidet sie sich für eine kurze Pause. Elke zieht zu ihrem Freund Jan und verarbeitet ihre selbstdiagnostizierte ‚Gottdemenz‘. Jan versucht ihr dabei mit Motivationssprüche zu helfen, so wie „einfach mal heute abschalten und morgen wieder anschalten, dann wird das schon“. Mit einer verinnerlichten Frust kämpft Elke sich mit der Frage ‚warum ausgerechnet ich?‘. Warum muss sie an ‚Gottdemenz‘ leiden? Wollte Gott ihr damit etwas sagen? Ihr ganzes Umfeld scheint sie auch nicht verstehen zu können. Nachdem ich das erste Kapitel gelesen habe, das einen auch in den Bann zieht, war ich überrascht wie die Geschichte ihren Lauf nahm. Wahrscheinlich bin ich mit anderen Erwartungen ins kalte Wasser gesprungen. Tamar Noorts Debütroman beschäftigt sich mit der Frage um Gott und die Beziehung zu ihm. Ob es solche Romane schon mit dieser Thematik gibt? Weiß ich nicht. Deswegen blieb es eine spannende Lektüre. Interessant ist natürlich die Frage, was wenn man wirklich an ‚Gottdemenz‘ leidet? Was wenn es dich wie ein Schicksalsschlag trifft und du plötzlich jegliche Gebete vergisst? Die Autorin wagte sich die Geschichte in ihrem interessanten Schreibstil zu verfassen und die Figuren so entwickeln zu lassen, als würde man erst beim Schreiben die Charaktere Kapitel für Kapitel entwickeln. Schnell fühlt man mit der Protagonistin Elke und hat oft Mitleid mit ihr. Als würde sie tatsächlich an Demenz leiden. Den roten Faden - die Frage um Gott und den Glauben - greift Noort immer wieder auf. Zur richtigen Zeit und richtigen Situationen stellt Elke ihren Glauben in Frage. Wahrscheinlich ist die Message gar nicht die Beziehung zu Gott, sondern zu sich selbst. Wahrscheinlich ist die Hauptmessage die Misskommunikation von Elke gewesen. Vieles wurde nicht angesprochen, vieles wurde eher stillschweigend akzeptiert. Der Schreibstil weckte meine Neugier, überzeugen konnte mich das Buch jedoch nicht ganz, wobei ich zugeben muss, irgendwie versucht meine innere Maus die Geschichte zu mögen und sie löste ein ‚neues‘ Gefühl in mir aus, das ich zurzeit nicht beschreiben kann. Schwierig finde ich eine bzw. keine Lesempfehlung zu geben, ich bin unentschlossen. Etwas fehlte mir persönlich an der Geschichte, heraus gefunden habe ich es allerdings noch nicht.