Auf der Shortlist für den Booker Preis 2022 – „Meisterhaft bewegt sich Everett zwischen unaussprechlichem Grauen und umwerfender Komödie.“ The New York Times Book Review USA, Anfang des 21. Jahrhunderts: Im Städtchen Money in den Südstaaten werden mehrere Männer ermordet: meist dick, doof und weiß. Neben jeder Leiche taucht ein Körper auf, der die Züge von Emmett Till trägt, eines 1955 gelynchten schwarzen Jungen. Zwei afroamerikanische Detektive ermitteln, doch der Sheriff sowie eine Gruppe hartnäckiger Rednecks setzen ihnen erbitterten Widerstand entgegen. Als sich die Morde auf ganz Amerika ausweiten, suchen die Detektive des Rätsels Lösung in den Archiven von Mama Z, die seit Jahrzehnten Buch führt über die Opfer der Lynchjustiz in Money. Eine atemberaubende Mischung aus Parodie und Hardboiled-Thriller, wie es sie bislang in der amerikanischen Literatur nicht gegeben hat.
Was ist bookie?
- Gratis Lieferung in Deutschland
- Finde Bücher die zu dir passen
- Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
- Connecte dich mit anderen Leser*innen
Die Bäume
von Percival Everett, Nikolaus Stingl
Auf der Shortlist für den Booker Preis 2022 – „Meisterhaft bewegt sich Everett zwischen unaussprechlichem Grauen und umwerfender Komödie.“ The New York Times Book Review USA, Anfang des 21. Jahrhunderts: Im Städtchen Money in den Südstaaten werden mehrere Männer ermordet: meist dick, doof und weiß. Neben jeder Leiche taucht ein Körper auf, der die Züge von Emmett Till trägt, eines 1955 gelynchten schwarzen Jungen. Zwei afroamerikanische Detektive ermitteln, doch der Sheriff sowie eine Gruppe hartnäckiger Rednecks setzen ihnen erbitterten Widerstand entgegen. Als sich die Morde auf ganz Amerika ausweiten, suchen die Detektive des Rätsels Lösung in den Archiven von Mama Z, die seit Jahrzehnten Buch führt über die Opfer der Lynchjustiz in Money. Eine atemberaubende Mischung aus Parodie und Hardboiled-Thriller, wie es sie bislang in der amerikanischen Literatur nicht gegeben hat.
Aktuelle Rezensionen(3)
Ich hätte das Buch so gern im Rahmen des Englisch Leistungskurses gelesen und anschließend wunderbar darüber diskutiert. Hat mich beeindruckt. Witz, tolle Charaktere und ein Thema was so wichtig ist und mir so aufgearbeitet noch nicht untergekommen ist. Bin gespannt auf weitere Bücher des Autors.
Vorweg: Habe glaube ich den Fehler gemacht, dass ich das Buch mehr als Kriminalroman/Thriller angegangen bin. Das Buch versteht sich aber mehr als Satire/Parodie/Allegorie, die sich mit dem unüberwindbar erscheinenden Rassismus in den USA auseinandersetzt. Das gelingt dem Buch auch wirklich gut und ich würde es gerne irgendwann nochmal mit diesem Vorzeichen neu lesen. Ohne dieses Vorzeichen erschien mir der Plot im Mittelteil etwas langatmig, die Ermittlungsarbeiten haben die im Grunde kaum stattgefunden und haben den Plot für mich auf gewisse Weise still sehen lassen. Ich wäre auch gerne erzählerisch näher an die einzelnen Charaktere herangekommen. Den humoristischen Ton habe ich zwar oft geliebt (gerade am Anfang), aber teilweise erschien es mir auch so, dass alle Detektives etc. denselben Humor teilen und das ging für mich auf Kosten der Charakterentwicklungen, die dadurch etwas flach blieben. Ich hätte die einzelnen Charaktere gerne besser „kennengelernt“.
4,5 ⭐️ Ich kann mich den Reviews von @marion, @adina und @ron nur anschließen und halte mich daher kurz. Ein krasses Buch, das einem der großen Tabu Themen der USA auf gleichzeitig leise und sehr laute, heftige Weise Gehör verschafft. Everett ist sehr ernst und drastisch, gleichzeitig extrem satirisch und bitterböse humoristisch. Niemand ist in diesem Buch vor seiner Satire sicher, die einfach nur witzig wäre (und ich hab teilweise laut gelacht), wenn sie nicht die Realität abbilden würde. So ist das ganze ein absolut genialer Kniff und ein spannender Thriller den ich nicht weglegen und in 2 Tagen durchgelesen hatte. Das Ende fand ich tatsächlich sehr gut und nicht zu schnell (hier weiche ich von meiner mama ab) und es ist mir eiskalt den Rücken runter gelaufen. Sehr auf den Punkt! Danke für die Empfehlung @mama! „James“ möchte ich nun unbedingt auch lesen!