Der Zauberberg
von Thomas Mann
Es gibt viele Gründe, den 1924 abgeschlossenen und veröffentlichten Roman genau jetzt (wieder) zu lesen.
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Der Zauberberg
von Thomas Mann
Es gibt viele Gründe, den 1924 abgeschlossenen und veröffentlichten Roman genau jetzt (wieder) zu lesen.
Aktuelle Rezensionen(5)
Ich habe den Zauberberg in 3 Monaten bezwungen. Ein literarisches Meisterwerk, das ich bestimmt kapitelweise moch häufiger lesen werde, um es vollends verstehen zu können.
Kann man diesen Schinken empfehlen? Jein… Ich habe mich noch nie so durch ein Buch gequält. Außer vielleicht beim Döblinschen Alexanderplatz. Auf der anderen Seite ist die Reise von Hans Castorp (auch auf der Meta-Ebene) auch 100 Jahre später faszinierend - und überraschend aktuell. Gerade zum Schluss nimmt die Geschichte nochmal richtig Fahrt auf. Negativ: Manche Charaktere wurden für mein Gefühl nur eingebracht, um philosophische und politische Diskurse auszutragen. Und auch die Sprache hatte hier und da eher den Zweck den Autor zu befriedigen, als die Geschichte voran zu bringen. Aber ja: am Ende stehen drei ernstgemeinte Sterne!
Man kann von diesem Werk halten, was man will - es macht etwas mit einem beim Lesen und es wird deutlich, dass Thomas Mann einen Roman geschrieben hat, dem man sich keinesfalls entziehen kann, auf welcher Ebene oder mit welchem Anknüfungspunkt dies auch verbunden sein mag. Hans Castorp, ein fertig ausgebildeter Ingenieur, der aber noch keine Arbeitserfahrung hat, will eigentlich nur seinen Cousin Joachim besuchen, der sich gerade zur Kur im "Berghof" bei Davos befindet. Doch Castorp wird länger bleiben als er anfangs gedacht hat... Schnell wird klar, dass dieser "Berghof" eine Parallelgesellschaft darstellt, die irgendwann zwischen sich selbst "hier oben" und den anderen "da unten", den Flachländern, unterscheidet. Der Tag in diesem Sanatorium ist streng getaktet, klar gesetzte sehr opulente Mahlzeiten, dazwischen Liegekur, Temperatur messen, ein Spaziergang in Richtung Ort, Konversation. Wir begegnen einem Panoptikum an Figuren, die verschiedene Weltsichten und Moralvorstellungen vertreten und darüber auch streiten, etwa dem Literaten und Humanisten Settembrini, einem Jesuiten namens Naphta, Joachim als Angehörigen des Militärs und den Doktoren, die ihre Medizinerautorität weit ausreizen. Will sich Hans Castorp hier vielleicht einfach vor der Realität verstecken und vor der Verantwortung weglaufen? Wir tauchen ein in Unterredungen und Konversationen, naturwissenschaftliche Abhandlungen, einen arkadischen Traum im Delirium eines Schneesturms, in die Tiefen des Sanatoriums, in der allerhand elektrische und medizinische Gerätschaften die Untersuchungen unterstützen, nehmen an einer Séance teil und leiden an der Seite Castorps an der unerfüllten Liebe zur Kirgiesin Clawdia. Der Roman fordert, ja, ab und an ist es zäh, auch mal langweilig, dann geht die Lektüre wieder leichter, aber man kann sich dieser besonderen Welt irgendwie nicht mehr entsagen. Thomas Manns Vorliebe für die Herrenwelt schimmert auch an mehreren Stellen durch, haben die Frauen doch häufiger optische Makel oder fallen durch unpassendes Verhalten auf, die Kleidung und Statur der Männer wird jedoch stets sehr ausführlich und detailliert beschrieben. Und egal, was jede*r Lesende*r aus dem Roman mitnehmen mag, so bleibt ein Fakt unumstritten: dieser Roman hat die Männergrippe erfunden!
Todes langweilig!
Kann man diesen Schinken empfehlen? Jein… Ich habe mich noch nie so durch ein Buch gequält. Außer vielleicht beim Döblinschen Alexanderplatz. Auf der anderen Seite ist die Reise von Hans Castorp (auch auf der Meta-Ebene) auch 100 Jahre später faszinierend - und überraschend aktuell. Gerade zum Schluss nimmt die Geschichte nochmal richtig Fahrt auf. Negativ: Manche Charaktere wurden für mein Gefühl nur eingebracht, um philosophische und politische Diskurse auszutragen. Und auch die Sprache hatte hier und da eher den Zweck den Autor zu befriedigen, als die Geschichte voran zu bringen. Aber ja: am Ende stehen drei ernstgemeinte Sterne!