3.6

Auf allen vieren

von Miranda July

Format:Hardcover
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Miranda July ist eine der aufregendsten Künstlerinnen unserer Zeit. Ihre Kinofilme, Kunstaktionen und ihre Bücher werden weltweit gefeiert und sehnsüchtig erwartet. Ihr neuer Roman »Auf allen vieren« beweist erneut, dass diese Autorin ihresgleichen sucht. Eine mittelmäßig bekannte Künstlerin schenkt sich selbst zum 45. Geburtstag einen Trip von der Westküste der USA nach New York. Sie möchte sich selbst etwas beweisen und plant die Tour alleine mit dem Auto, raus aus der Komfortzone. Nach zwei Wochen muss sie wieder zurück sein, bei Mann und Kind, aber vor allem, weil die größte lebende Popsängerin sie treffen möchte, um über ein gemeinsames Projekt zu sprechen. Doch weit soll sie nicht kommen. Wenige Kilometer von ihrem Vorstadthaus entfernt, verliebt sie sich vermeintlich in den Mann, der ihre Autoscheibe an der Tankstelle saubermacht, Davey. Sie mietet sich in einem billigen Motel ein, lässt ihr Zimmer von Daveys Frau völlig neu einrichten und imaginiert sich in ein anderes Leben hinein. Ein großer Roman über Weiblichkeit abseits der Norm und Lust außerhalb von Konventionen. 

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: May 14, 2024

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Aktuelle Rezensionen(19)

3.6(102 ratings)
Eva RöRezension von Eva Rö

Bei Auf allen Vieren dachte ich am Anfang erst: Weird. Irgendetwas daran hat mich trotzdem angesprochen – aus einem Inneren heraus, das ich selbst nicht genau benennen konnte. Und trotzdem habe ich weitergelesen. Es ist, als würde man sich Schritt für Schritt auf dieses Buch zubewegen. Und je weiter man kommt, desto mehr merkt man, dass man selbst Teil davon ist. Dass man selbst genauso komisch ist. Auf einmal stellt man fest: Die Erzählerin ist genauso alt wie man selbst, steckt in einer ähnlichen Lebensphase und sucht nach den gleichen Antworten. Was zunächst wie eine Geschichte wirkt, bei der man nur Zuschauerin sein wird, nimmt einen vollkommen ein. Die Art, wie sie einen mit hineinzieht, ist fast unangenehm. Sie schreckt ab, und trotzdem kann man sich ihr nicht entziehen. Irgendwann merkt man, dass einen genau das trifft, weil man selbst ähnliche Gedanken kennt. Genau das macht dieses Buch für mich so bewundernswert. Es zeigt Hoffnungslosigkeit, Sehnsucht und Verrücktheit mit einer radikalen Offenheit. Die Erzählerin tänzelt zwischen Euphorie und Abgrund, zwischen Nähe und Distanz, zwischen Vor und Zurück. Man weiß nie, wohin sie sich als Nächstes bewegt – man spürt es einfach mit. Obwohl sie eine Künstlerin ist, geht es letztlich um etwas viel Universelleres. Um das Schwanken zwischen Beziehung, Ehe und Freiheit. Zwischen dem Leben, das man hat, und dem Leben, das man sich vielleicht noch wünscht. Genau das ist es, was Auf allen Vieren für mich ausmacht: Es erzählt nicht nur von einer Frau in einer bestimmten Lebensphase. Es legt Gedanken offen, die viele von uns kennen, über die aber nur wenige so ehrlich schreiben.

LuisaRezension von Luisa

Das wird für immer eins meiner Lesefavoriten bleiben. Es denkt und erzählt so out of all boxes, es kennt keine Tabus, es kennt nur den Mut, sich neu und befreit von allen Regeln kennenzulernen. Aber es schließt nicht die Augen vor der Angst vor dem neuen Ich und der Zerrissenheit, die man gleichzeitig zwischen altem und neuen Ich erlebt. Allumfassend großartiges Buch, es ist eine Hymne auf die Neuerfindung des Ichs, unabhängig von Alter oder Lebensphase!

MiriamRezension von Miriam

Das Buch hat mich eingesogen und überrascht, weil es soviele Wendungen hatte, dass es fast fantastisch und rauschhaft war. gleichzeitig aber sehr nah, echt und liebenswürdig. ich habe das Gefühl, das ist immer, was alle wollen, wenn sie "nichts Festes" suchen, aber die wenigsten schaffen es.

JuPiRezension von JuPi

Ich hab mich sehr darauf gefreut, Mal ein Buch von Miranda July zu lesen und das hat glaube ich auch eine ziemliche Erwartung aufgebaut - im Internet ist es auch hochgelobt worden. Das Buch war auf jeden Fall ganz anders als ich erwartet habe - überraschend, auf weiten Strecken irritierend, irgendwie enttäuschend und am Ende doch auch erstaunlich - erstaunlich mutig vor allem. Ich fand es sehr schön und erfrischend, Einsicht in die Gedankenwelt einer (wenn auch nicht durchschnittliche) Frau in den Mittvierzigern zu bekommen.

TeresaRezension von Teresa

Musste ich leider abbrechen. Die ständige Verwendung von - dey/demm/derer - hat meinen Lesefluss extrem gestört und wirkte für mich eher künstlich als natürlich. Auch die Protagonisten war mir insgesamt maximal unangenehm und schwer zugänglich, sodass ich keine Verbindung zur Geschichte aufbauen konnte.

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