4.1

After the Fire

von Will Hill

Format:Softcover
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Was dort passiert, ist so schrecklich wie spannend, und wie die Erzählerin uns – und den Erwachsenen, die sie umgeben – erst gar nicht und dann nach und nach die ganze Wahrheit erzählt, macht das Buch zu einer faszinierenden Lektüre.

Literary & Contemporary Fiction
Softcover
Erschienen an: June 15, 2023

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4.1(7 ratings)
sahihi1234Rezension von sahihi1234

Stark, bewegend, schockierend "After the fire", geschrieben von Will Hill, erzählt von einer jungen Frau, die es schafft, ihr Schweigen zu brechen und über ein Leben, fernab jeglicher Normalität, berichtet. Inhalt: "Davor lebte sie mit ihrer Familie innerhalb des Zauns. Danach ist sie in einer Einrichtung gefangen. Davor durfte sie niemals das Anwesen verlassen, niemals mit Außenstehenden sprechen. Niemals durfte sie ihre Meinung sagen. Danach stellen ihr viele Leute Fragen, wollen wissen, was mit ihr passiert ist, und versuchen herauszufinden, wer sie wirklich ist. Davor dachte sie, sie würde vor etwas geschützt. Danach erzählen die Leute ihr, dass sie jetzt endlich in Sicherheit sein. Sie ist sich nicht sicher, was besser ist, Davor oder danach. Sie weiß nur, dass es Fragen gibt, die sie nicht beantworten kann. Und wenn alles, was man ihr Davor erzählt hat, Lügen waren, wie kann sie wissen, wer jetzt die Wahrheit sagt?" (Klappentext) Charaktere: Protagonistin Moonbeam ist eine der Figuren, die bei mir noch nachgehallt haben. Das was sie durchlebt hat, war so krank teilweise und sie erzählt davon, als wenn es etwas ganz normales wäre (gut, war es für sie wahrscheinlich auch). Ich fand ihre Geschichte sehr interessant, aber vorallem war ihre Charakterentwicklung spitzenmäßig. Man merkt von Anfang, dass sie etwas sehr Großes versucht, vor allen zu verbergen. Zu Beginn der Geschichte lernt man sie als zurückgezogene, misstrauische, junge Frau kennen, die eigentlich sehr reif für ihr noch so junges Alter ist. Man versteht durch den Verlauf der Geschichte, wieso Moonbeam so ist, wie sie ist und was das Leben in der religiösen Sekte, in der sie aufgewachsen ist, mit ihr gemacht hat. Was ich ebenfalls sehr spannend fand, war nach und nach dabei zu zusehen, wie Moonbeam ihren Glauben und ihr komplettes Leben, dass sie bisher so gekannt hat, angefangen hat, zu hinterfragen. Mich hat zudem unglaublich berührt, wie sie versucht hat ihre jüngeren "Geschwister" zu schützen. Allumfassend lässt sich sagen, dass Moonbeam eine der eindrucksvollsten Figuren ist, von denen ich jemals gelesen habe. Der Schreibstil: Was mich definitiv begeistern konnte, waren die kurzen Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wo man zum einen erfährt, was die prägnantesten Ereignisse von Moonbeam in der "Legion Gottest" gewesen sind und was die Reaktionen des Therapeuten bzw. des Agenten auf die Schilderungen gewesen sind, Der Schreibstil ist einfach zu verstehen, nur leider kommt man manchmal nicht ganz hinterher, wann was in der Vergangenheit passiert ist, da es da kein zu erkennenden Muster gibt, nur das man natürlich auf den großen Showdown (Das Feuer) hinarbeitet. Dennoch hat mich ebenfalls sehr überrascht, wie prägnant auch grausame Dinge hier geschildert worden sind, wo ich mir selber dachte, dass das für ein Jugendbuch echt krass ist. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Moonbeam. Die Gestaltung: Das Aussehen des Buches lässt auf keinen Fall auf den Inhalt der Geschichte schließen. Das Cover ist nicht wirklich mein Fall, passt aber thematisch gut zur Geschichte. Was ich jedoch richtig gut fand, waren die kurzen Kapitel, wodurch man deutlich schneller durch die Geschichte geflogen ist. Auch die Schriftgröße war sehr angenehm. Jedoch hätte ich mir für die ein oder andere Sache, die in diesem Buch passiert, eine Triggerwarnung gewünscht. Themen (könnte Spoilern): Grundsätzlich könnte man sagen, dass es in diesem Buch darum geht, wie es ist, in einer religiösen Sekte aufzuwachsen. Wodurch unfassbar absurde Glaubenssätze in die Menschen indoktriniert werden und durch welche Eigenschaften eine Person, tatsächlich zu einer Führungsposition wird. Das sind Themen, über die ich so bisher kaum bis gar nicht gelesen habe und ich fand es unfassbar interessant, da die Geschichte auch teilweise auf einer wahren Begebenheit basiert, bzw. dadurch inspiriert worden ist. Dennoch muss gesagt werden, dass diese Geschichte keine leichte Kost ist. Fazit: "After the fire" von Will Hill, ist eine Geschichte, die durch Mark und Bein geht und mit jeder Seite, bei der man mehr über die Glaubensgemeinschaft erfährt, denkt man sich, dass es nicht noch schlimmer werden kann. Leider konnte ich den großen Plottwist, das Geheimnis von Moonbeam, leider schon recht früh erraten. Dennoch überzeugt das Buch mit der tollen Charakterentwicklung der Protagonistin und das es am Ende irgendwie noch ein Happy End gab, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich kann das Buch definitiv empfehlen, da es, meiner Meinung nach, aktueller denn je ist und definitiv zurecht den Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen hat.

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