In seinem neuen Buch warnt Benz, einer der international anerkanntesten und renommiertesten Historiker für die Geschichte des Nationalsozialismus und der Antisemitismusforschung, vor selbstgefälliger Zufriedenheit und erörtert Perspektiven für eine Form der Erinnerung, der Rituale und bürokratische Akte nicht genügen und die junge Menschen anspricht.
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Zukunft der Erinnerung
In seinem neuen Buch warnt Benz, einer der international anerkanntesten und renommiertesten Historiker für die Geschichte des Nationalsozialismus und der Antisemitismusforschung, vor selbstgefälliger Zufriedenheit und erörtert Perspektiven für eine Form der Erinnerung, der Rituale und bürokratische Akte nicht genügen und die junge Menschen anspricht.
Popular Reviews(2)
Der Titel des Buches lässt mehr erwarten. Die historischen Erkenntnisprozesse sind nicht mehr als ein Überblick, mit durchaus interessanten Perspektiven und Beispielen, aber sie bleiben ohne konkrete Ausrichtung. Bis auf das abschließende Kapitel, dem Ausblick und damit der tatsächlichen "Zukunft der Erinnerung", sucht der Leser nach einem Leitgedanken des Autors. Dass sich dieser in den letzten Seiten, dem Format eines Ausblickes geschuldet und damit reduzierend auf den Imperativ "Lasse dem Gedenken auch Taten folgen" beschränkt, bleibt zwar hoffnungsvoll aber unbestimmt. Einen Erkenntnisgewinn stellt dieses Buch nur in geringem Maße dar. Hat man sich mit der erinnerungspolitischen Entwicklungen noch nicht konkret beschäftigt, ist es trotzdem aufgrund des Überblicks und der lesbaren Erfahrung des Autors empfehlenswert.
Der Autor schafft einen guten Einblick in die Erinnerungskultur Deutschlands. Leider fehlt die Lösung, wie es weitergehen muss. Trotzdem schafft er es Betroffenheit zu erzeugen.