Obwohl es ein aussichtsloses Unterfangen ist, hat sich Jay Gardiner an der Pazifikküste vor Monastery Beach auf die Suche nach den sterblichen Überresten seines Vaters gemacht. Er glaubt, dass es die einzige Möglichkeit ist, seine Schuldgefühle loszuwerden, die er seit dem Selbstmord seines Vaters mit sich herumträgt. Bei einem Tauchgang wird er von den Tentakeln eines Riesenkalmars erfasst, der kurz darauf von einem Pottwal auf der Suche nach Futter angegriffen wird. Gemeinsam landen sie in einem der vier Mägen des riesigen Wals … Jay hat nur eine Stunde Zeit, bevor ihm der Sauerstoff ausgeht – eine Stunde, um seine Dämonen zu besiegen und aus dem Bauch des Wals zu entkommen. Ein wissenschaftlich exakter Thriller, der in einer absurd unwahrscheinlichen Umgebung spielt. Ein emotionales und wahnsinnig unterhaltsames Abenteuer. Doch der Star des Buches ist eindeutig der Wal – gewaltig, unergründlich und intelligent. Und er ist sich, wie Jay, seiner Sterblichkeit sehr bewusst. Daniel Kraus, der mit Guillermo del Toro die Romanversion des Films The Shape of Water schrieb, schildert die Rätsel der Unterwasserwelt mit der Strenge eines Wissenschaftlers und der Sensibilität eines Dichters. Booklist: »Eine bewegende Charakterstudie, getarnt als fesselnder, kinoreifer Überlebensthriller ... Das Tempo ist unerbittlich, die Ehrfurcht verblüffend und die Spannung erdrückend ...« Gillian Flynn: »Außergewöhnlich großartig. Whalefall ist wirklich ein wunderschöner Roman – ein Must Read über das Meer, die Demut und die bitteren Beziehungen zwischen Vätern und Söhnen.«
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Whalefall - Im Wal gefangen
Obwohl es ein aussichtsloses Unterfangen ist, hat sich Jay Gardiner an der Pazifikküste vor Monastery Beach auf die Suche nach den sterblichen Überresten seines Vaters gemacht. Er glaubt, dass es die einzige Möglichkeit ist, seine Schuldgefühle loszuwerden, die er seit dem Selbstmord seines Vaters mit sich herumträgt. Bei einem Tauchgang wird er von den Tentakeln eines Riesenkalmars erfasst, der kurz darauf von einem Pottwal auf der Suche nach Futter angegriffen wird. Gemeinsam landen sie in einem der vier Mägen des riesigen Wals … Jay hat nur eine Stunde Zeit, bevor ihm der Sauerstoff ausgeht – eine Stunde, um seine Dämonen zu besiegen und aus dem Bauch des Wals zu entkommen. Ein wissenschaftlich exakter Thriller, der in einer absurd unwahrscheinlichen Umgebung spielt. Ein emotionales und wahnsinnig unterhaltsames Abenteuer. Doch der Star des Buches ist eindeutig der Wal – gewaltig, unergründlich und intelligent. Und er ist sich, wie Jay, seiner Sterblichkeit sehr bewusst. Daniel Kraus, der mit Guillermo del Toro die Romanversion des Films The Shape of Water schrieb, schildert die Rätsel der Unterwasserwelt mit der Strenge eines Wissenschaftlers und der Sensibilität eines Dichters. Booklist: »Eine bewegende Charakterstudie, getarnt als fesselnder, kinoreifer Überlebensthriller ... Das Tempo ist unerbittlich, die Ehrfurcht verblüffend und die Spannung erdrückend ...« Gillian Flynn: »Außergewöhnlich großartig. Whalefall ist wirklich ein wunderschöner Roman – ein Must Read über das Meer, die Demut und die bitteren Beziehungen zwischen Vätern und Söhnen.«
Popular Reviews(5)
Gefühlt behandelt das Werk zwei Geschichten. Zum einen wird der Hauptprotagonist vom Wal verschluckt und muss mit dieser unwegsamen Situation klar kommen. Diese Geschichte ist gleichermaßen absurd wie auch spannend. In der parallel stattfindenden Erzählung verarbeitet der "Held" den Tod seines Vaters: dieser Teil ist doch recht anstrengend und doch eindimensional, möglicherweise auch Menschlich etwas flach. Und am Ende ist es eine wilde Geschichte, von der ich nicht so richtig weiß, wie ich sie fand.
Magisch, traurig, voll von Meeresrauschen
Ich weiß die zwei Sterne sehen echt böse aus, aber leider konnte mich das Ganze einfach nicht so wirklich überzeugen. Die Grundidee die hinter der ganzen Sache steht ist tatsächlich mal etwas ganz anderes und der Klappentext hatte sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Ein junger Taucher, der von einem Wal eingesogen wird und für eine weitere Stunde Sauerstoff hat, um sich aus diesem zu befreien. Klingt spannend und sehr abwechslungsreich. Allerdings war die Umsetzung zum scheitern verurteilt. Innerhalb der ersten 120 Seiten habe ich mehrmals überlegt das Buch abzubrechen. War soooo kurz davor es zu tun. Denn die Hauptthematik vertieft sich auf einen zwischenmenschlichen Konflikt mit den Protagonisten und seinem Vater. Dies wird im Grunde auch viel mehr und intensiver vertieft, als der eigentliche Inhalt des Klappentextes. Wir erleben psychosomatische Traumata des Protagonisten und viele vereinzelten Szenarien aus der gemeinsame Zeit und der Kindheit werden aufgearbeitet. Hierbei muss erwähnt werden, dass der Schreibstil zwischendurch wirklich sehr schwierig und undurchsichtig war. Immer wieder herrschen akute Zeitsprünge. Wir befinden uns ohne Übergänge immer wieder in unterschiedlichen Situationen aus unterschiedlichen Zeiten der Vergangenheit und kommen als Leser nur schwer bis gar nicht hinterher. Ich hatte überhaupt nicht die Möglichkeit die Protagonisten richtig kennenzulernen oder eine Bindung aufzubauen, da alles so unübersichtlich Schlag auf Schlag erfolgte und mein Interesse und meine Aufmerksamkeit somit immer weiter schwand. Und wie bereits erwähnt, teilweise so extrem, das ich drastisch am überlegen war, dieses Buch abzubrechen. Erst nach knappen 120 Seiten kam ich langsam rein und dieses verrückte Schlag auf Schlag nahm ein wenig ab. Als unser Protagonist sich dann in der eigentlichen Falle befand, konnten wir ein wenig zur Ruhe kommen und es wurde spannender. Dies ist auch der Grund, weshalb ich am Ende dann doch weitergelesen habe. Auch wenn die ganze Thematik äußerst unrealistisch ist, gibt es zwischenzeitlich einige Passage, die wirklich Lust und Laune auf mehr machen. Wir fiebern mit und die kompletten Empfindungen und die Angst des Protagonisten lassen uns gnadenlos mitfiebern und wurde teilweise wirklich gut umgesetzt. Man konnte sich eins zu eins in das Ganze hineinversetzen und ein beklemmendes Gefühl hat sich breit gemacht. Zwischendrin stellt sich einem die akute Frage, ob Jay halluziniert und die schweren Traumata seiner Kindheit im Bezug auf seinen Vater aufarbeitet oder ob die ganze Geschichte ein wenig abdriftet und Jay tatsächlich innerhalb des Wals Gespräche mit seinem bereits verstorbenen Vater führt. Ich denke an dieser Stelle ist jedem eine gewisse Interpretationsfreiheit überlassen. Ich für meinen Teil fand es teils gut und teils auch wieder etwas unpassend, da es den realistischen Touch ein wenig schwinden lässt. Jedoch bieten die Dialoge zwischen den beiden auch einige sehr emotionale Momente und ein herzliches Leseerlebnis. Im Großen und Ganzen waren mir die über 400 Seiten unter diesen Bedingungen einseitig zu viel. Ich war kurzweilig vertieft und mitgerissen aber überwiegend überfordert und abgeschreckt über die gesamte Aufmachung und den Verlauf der Geschichte. Außerdem handelt es sich viel um die Thematik Tauchen und deren Fachausdrücke. Wer also selber taucht oder sich damit auskennt wird hierbei irgendwo auch zusätzlich seine Freude am lesen haben. Für mich war es einseitig zu spezifisch und schwierig nachvollziehbar. Ein Werk mit einer absolut coolen und anderen Grundidee aber leider lässt nach meinem Geschmack die Umsätzung zu wünschen übrig.
"Whalefall - Im Wal gefangen" von Daniel Kraus ist ein außergewöhnliches Werk, das sowohl durch seine spannende Handlung als auch durch seine tiefgreifenden Botschaften besticht. Die Geschichte um Jay Gardiner, der sich an der Pazifikküste auf die Suche nach den sterblichen Überresten seines Vaters begibt und schließlich im Magen eines Pottwals landet, ist nicht nur ein packender Thriller, sondern auch eine emotionale und außergewöhnliche Reise der Selbstfindung und Versöhnung. Der Roman beginnt mit Jays verzweifeltem Versuch, seine Schuldgefühle über den Selbstmord seines Vaters zu bewältigen. Diese Ausgangssituation führt zu einer Kette von Ereignissen, die ihn schließlich in die unwahrscheinlichste aller Umgebungen bringt – den Bauch eines riesigen Wals. Hier bleibt ihm nur eine Stunde Zeit, bevor ihm der Sauerstoff ausgeht. Diese knappe Zeitspanne wird zur Bühne für ein intensives und emotionales Abenteuer, in dem Jay nicht nur gegen das drohende Ersticken kämpft, sondern auch gegen die Dämonen seiner Vergangenheit. Kraus gelingt es dabei, wissenschaftliche Genauigkeit mit einer absurden, aber fesselnden Prämisse zu verbinden. Die Schilderungen des Lebens im Inneren eines Wals sind nicht nur spannend und informativ, sondern auch ein eindringliches Plädoyer für den Umweltschutz, insbesondere den Schutz der Meere und ihrer Bewohner. Der Wal selbst wird zu einem faszinierenden Charakter, der Jays Bewusstsein für seine eigene Sterblichkeit und die Zerbrechlichkeit des Lebens spiegelt. Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie das Buch tiefere Fragen aufwirft: Was treibt uns im Leben an? Warum hetzen wir uns ab und klettern freiwillig in das Hamsterrad des Alltags, anstatt das Leben einfach zu genießen? Jays Geschichte zeigt auf bewegende Weise, wie er im Angesicht seines eigenen Todes Frieden mit seinem verstorbenen Vater schließt und eine innere Transformation durchläuft. Trotz des fesselnden Inhalts muss angemerkt werden, dass der Schreibstil von Daniel Kraus manchmal gewöhnungsbedürftig ist. Gelegentlich verwirrend und frustrierend, kann er den Leser an die Grenzen der Geduld bringen. (Wirklich wahr) Dennoch ist die Geschichte selbst so kraftvoll und die vermittelten Botschaften so bedeutsam, dass diese stilistischen Eigenheiten leicht verziehen werden können. Insgesamt ist "Whalefall - Im Wal gefangen" ein außergewöhnliches Buch, das durch seine einzigartige Mischung aus wissenschaftlicher Genauigkeit, emotionaler Tiefe und spannender Handlung besticht. Es ist eine fesselnde und nachdenklich stimmende Lektüre, die lange im Gedächtnis bleibt.
Jeder um mich herum scheint "Whalefall" von Daniel Kraus abzufeiern und ich konnte mir einfach nicht vorstellen, was mich da erwartet. Ein ganzes Buch lang in einem Wal stecken? Musste ich selbst ausprobieren... Daniel Kraus sagte mir erst einmal nichts, aber er ist u. a. verantwortlich für "The living dead", "The Shape of Water" und "Trollhunters", also ein großer Name. Das merkt man am Schreibstil, er findet beeindruckende Metaphern und lässt philosophische Fragen durchklingen, ohne sich zu abgehoben auszudrücken. Er nutzt kurze und bruchstückhafte Sätze, um die Stresssituation des Protagonisten auf den Leser zu übertragen - mit Erfolg. Die Beklemmung, die Jay im Inneren des Wals fühlt, fühlte ich mit. Außerdem bombadiert er einen regelrecht mit Fakten über das Tauchen und Meeresbewohner, das muss einen natürlich interessieren. Ich bin auf jeden Fall sehr beeindruckt von der Recherchearbeit. Jays Abenteuerreise um und in den Wal wechselt sich ab mit Erinnerungen aus seiner Vergangenheit. Häppchenweise erfahren wir etwas über seinen Vater und seine schwierige Beziehung zu ihm, was großartig mit der gegenwärtigen Gefahrensituation, in der er sich befindet, verbunden wird. Jedoch erweist sich die außergewöhnliche Thematik als zweischneidiges Schwert. Ein ganzes Buch lang in einem Wal stecken? Eher nichts für mich. Irgendwann hatte ich genug von dem Glibber. Die Erzählweise wurde immer wahnhafter und abgehakter, sicher ein Stilmittel aber das war mir im Laufe der Zeit zu viel. Die Geschichte von Vater und Sohn, die mich anfangs noch berühren konnte, verlor mich dann auch. Ich ging nicht mehr ganz konform mit der Botschaft, die der Autor einem diesbezüglich rüberbringen wollte. Das Ende hat mir ganz gut gefallen aber ich war dann auch froh, dass es gekommen war. "Whalefall" ist zweifellos ein ungewöhnliches und gut geschriebenes Werk, das durch seine intensive Atmosphäre und die fundierte Recherche beeindruckt. Doch das Setting und die narrative Entwicklung machten es für mich zu einer ermüdenden Lektüre. Wer außergewöhnliche Geschichten schätzt und sich für Meeresbiologie begeistern kann, wird hier sicherlich fündig, für mich jedoch war es eher ein durchwachsenes Erlebnis.