Ursula Neugebauer
By Ursula Neugebauer, Ursula Neugebauer, Alexander Garcia Düttmann, Matthias Reichelt, Gerda Ridler, Alexander Steig, Cem Koc
Der Katalog „Meer ohne Horizont“ dokumentiert anhand von Fotografien und Essays die Werke von Ursula Neugebauer ab 2018 und ist der dritte Band in einer Reihe „aus der Haut gefahren“ und „L’Inconnue“, die 2006 begonnen wurde. Der Hauptteil des Katalog bildet das Kapitel „schwarzer Schnee“. Seit 1998 besuchte Ursula Neugebauer regelmäßig das polnische Dorf Dzwonów, ehemals Schellendorf, im damaligen Niederschlesien, wo ihre Mutter 1931 geboren und bis 1945 aufgewachsen, jedoch nach der Flucht in den Westen Deutschlands bis zu ihrem Tod 1999 selbst nie mehr gewesen ist. Die heutigen Dorfbewohner stammen ursprünglich aus der Ukraine, dem damaligen Ostpolen, welches von der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg beansprucht wurde, verbunden mit der Zwangsumsiedlung der polnischen Bevölkerung. Die Arbeit schwarzer Schnee verbindet assoziativ skulpturale und filmische Elemente, denen eine jahrelange Recherche zugrunde liegt. Das Schweigen der Mutter und die Erzählungen der jetzigen Bewohner des Dorfes, mit ihren eigenen Fluchterfahrungen, überlagern und durchringen sich: eine Epigenetik, die invasiv die umgebende Vegetation mit einbezieht und zu einer allumfassenden Schicksalsgemeinschaft wird.
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Ursula Neugebauer
By Ursula Neugebauer, Ursula Neugebauer, Alexander Garcia Düttmann, Matthias Reichelt, Gerda Ridler, Alexander Steig, Cem Koc
Der Katalog „Meer ohne Horizont“ dokumentiert anhand von Fotografien und Essays die Werke von Ursula Neugebauer ab 2018 und ist der dritte Band in einer Reihe „aus der Haut gefahren“ und „L’Inconnue“, die 2006 begonnen wurde. Der Hauptteil des Katalog bildet das Kapitel „schwarzer Schnee“. Seit 1998 besuchte Ursula Neugebauer regelmäßig das polnische Dorf Dzwonów, ehemals Schellendorf, im damaligen Niederschlesien, wo ihre Mutter 1931 geboren und bis 1945 aufgewachsen, jedoch nach der Flucht in den Westen Deutschlands bis zu ihrem Tod 1999 selbst nie mehr gewesen ist. Die heutigen Dorfbewohner stammen ursprünglich aus der Ukraine, dem damaligen Ostpolen, welches von der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg beansprucht wurde, verbunden mit der Zwangsumsiedlung der polnischen Bevölkerung. Die Arbeit schwarzer Schnee verbindet assoziativ skulpturale und filmische Elemente, denen eine jahrelange Recherche zugrunde liegt. Das Schweigen der Mutter und die Erzählungen der jetzigen Bewohner des Dorfes, mit ihren eigenen Fluchterfahrungen, überlagern und durchringen sich: eine Epigenetik, die invasiv die umgebende Vegetation mit einbezieht und zu einer allumfassenden Schicksalsgemeinschaft wird.
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