Format:Hardcover

Sie waren unsterblich – damals, Ende der Neunziger, wütend und voller Aufbruch, drei Jungs und eine Frau, Protagonisten der neuen Gegenkultur aus späten Punks, krassen Künstlern und digitalen Bohemiens. Allen voran Duke, riesiges Schriftstellertalent, genialisch, unnahbar. Jetzt ist Duke tot, zufälliges Opfer eines Raubüberfalls, es ist das Jahr 2014 und Porto Alegre wie paralysiert von der sengenden Hitze und dem Streik. Am Grab ihres alten Mitstreiters kommen Aurora, Antero und Emiliano zusammen, nach einer gefühlten Ewigkeit wie Fremde. Unweigerlicher Blick zurück: Wie war das früher, und was ist aus ihnen geworden, aus den Idealen, Lebensplänen, Hoffnungen? Und: Wer war dieser Duke wirklich? War er ihr Freund? Oder hat er sie nicht doch bloß für seine Zwecke benutzt? Die immer skurrilere Suche nach einer Antwort führt die drei zu einer Hinterlassenschaft, die so berührend wie erschütternd ist. Was gibt dem Leben Halt, wenn das Wünschen nicht mehr hilft? Daniel Galera hat einen virtuos agilen, unerschrockenen Generationen- und Gegenwartsroman geschrieben. Über Auf- und Abbrüche, über Ankünfte und Verlorenheiten und über das ungelöste – vielleicht unlösbare? – Geheimnis menschlicher Nähe.

Literary & Contemporary Fiction
231 pagesHardcover
First published March 11, 2018

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Popular Reviews(1)

2.0(1 ratings)
ThomasReviewed by Thomas

Wenn sich drei Ich-Erzähler abwechseln, ohne dass der Sprachstil sich merkbar ändert, glaube ich nicht an Absicht. Sondern bald entnervt. Am Ende fragte ich mich, was das alles jetzt sollte. Irgendwie schade, denn es gibt einige echt clevere Beobachtungen und Passagen. Ich weiß so gut wie nichts über Brasilien, deswegen fehlt mir bestimmt viel Kontext. Hat mich aber nicht motiviert, mehr wissen zu wollen.

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