Wallys Familie funktioniert – meistens. Ihr Mann, ihre Tochter, das Haus, die Laufenten: Sie hat alles im Griff, bis: sie eines Tages zusammenbricht und sich im Krankenhaus wiederfindet. Alles, was davor geschah, bekommt so eine verschobene Bedeutung. Bei ihrer Tochter wurde ADHS diagnostiziert – aber wie ist es mit ihrer eigenen Unkonzentriertheit, der Unmöglichkeit, Begonnenes abzuschließen, ihrer Hyperaktivität? Ihren irrationalen Ängsten und kleinen Neurosen? Wallys Zusammenbruch und die fast zeitgleiche Überschwemmung ihres Hauses bilden gleichermaßen die Klimax einer Überforderung – und die Erlösung daraus.Wie sich das Leben mit Neurodivergenz anfühlt, verarbeitet Cornelia Travnicek eindrucksvoll zu einem literarisch raffinierten Roman, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.
What's Bookie?
- Free delivery in Germany.
- Find your perfect next read.
- Track to motivate you to read more.
- Connect with people like you.
Ich erzähle von meinen Beinen
Wallys Familie funktioniert – meistens. Ihr Mann, ihre Tochter, das Haus, die Laufenten: Sie hat alles im Griff, bis: sie eines Tages zusammenbricht und sich im Krankenhaus wiederfindet. Alles, was davor geschah, bekommt so eine verschobene Bedeutung. Bei ihrer Tochter wurde ADHS diagnostiziert – aber wie ist es mit ihrer eigenen Unkonzentriertheit, der Unmöglichkeit, Begonnenes abzuschließen, ihrer Hyperaktivität? Ihren irrationalen Ängsten und kleinen Neurosen? Wallys Zusammenbruch und die fast zeitgleiche Überschwemmung ihres Hauses bilden gleichermaßen die Klimax einer Überforderung – und die Erlösung daraus.Wie sich das Leben mit Neurodivergenz anfühlt, verarbeitet Cornelia Travnicek eindrucksvoll zu einem literarisch raffinierten Roman, der einen immer wieder zum Schmunzeln bringt.
Popular Reviews(1)
Neurodivergenz - undiagnostiziertes ADHS im Erwachsenenalter Seit Langem hat mich kein Buch so erschöpft wie dieses. Aber das lag nicht etwa an der Sprache oder der Länge des Romans. Vielmehr ist die Erschöpfung der Ich-Erzählerin so spürbar, dass ich mich beim Lesen selbst manchmal miterschöpft fühlte. Ich war meinem Kopf zwischendurch richtig dankbar für all das, was er nicht denkt. Wallie hat da weniger Glück, ihre Gedanken wollen einfach nicht stillstehen. Immerzu ist irgendetwas zu räumen, zu suchen, zu putzen, eben zu erledigen und schon die Gedanken daran sind für Wallie erschöpfend. Nichts will ihr einfach mal so von der Hand gehen. Ja oft schafft sie es überhaupt nicht vom Denken bis zum Tun. Und mancher spontane Gedanke erweist sich im Nachhinein als besonders wenig hilfreich, z.B. die der Tochter verschriebenen ADHS-Medikamente selbst zu nehmen anstatt sie der Tochter zu geben. Die Geschichte, die sich hier entspinnt, ist wild und verworren und weiblich und intensiv und gut und irgendwie alles zugleich. Auch die Form hat mir richtig gut gefallen. Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas gibt die Story immer wieder Grund zum Schmunzeln. Die Ich-Erzählerin streut zudem kleine Spoiler ein, die einem eine Ahnung von einem künftigen dramatischen Geschehen geben. Bestimmte Textpassagen werden durch eine veränderte Textausrichtung auch optisch hervorgehoben. Mitunter besteht eine Seite sogar nur aus zwei oder drei Sätzen. Alles in allem eine Lektüre, die ich euch gerne empfehle.