Entdeckungsreise zu einer Welt, die zumSchweigen verurteilt, aber mitten unter uns istWie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.
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Gehen, ging, gegangen (German Edition)
Entdeckungsreise zu einer Welt, die zumSchweigen verurteilt, aber mitten unter uns istWie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.
Popular Reviews(1)
"Gehen, ging, gegangen" von Jenny Erpenbeck - ein Buch, das mir nur zufällig in die Hände gekommen ist und mich zutiefst berührt hat. Statt einer klassischen Rezensionen möchte ich drei Textzitate mit euch teilen, die ich mir während des Lesens markiert habe: 📖 "Wenn eine ganze Welt, die man nicht kennt, auf einen einstürzt, wo fängt man dann an mit dem Sortieren?" 📖 "Die Sympathisanten sind jung und blass, sie färben sich die Haare mit Henna, sie glauben nicht an die heile Welt, sondern wollen, dass alles anders wird und stecken sich deshalb Ringe durch Lippen, Ohren oder die Nase. Die Flüchtlinge wiederum wollen in das, was in ihren Augen überzeugend genug wie eine heile Welt aussieht, erst einmal hinein." 📖 "Ob man Hose oder Jacke aus einer Kleidersammlung am Leibe trägt, einen Markenpullover, ein teures oder ein billiges Kleid oder eine Uniform plus Helm und Visier, ist man darunter doch immer nackt." Diese Story ist knallharte Realität und bietet keinen Raum zum Entfliehen aus selbiger. Gerade deshalb ist sie so wichtig. Hinschauen statt wegsehen. Hinterfragen statt vorschnell urteilen. Menschlichkeit statt Hass und Hetze. Denn wie schon oben steht: Unter unserer Kleidung sind wir alle nackt. Fazit? 5/5 ⭐⭐⭐⭐⭐