Marghanita Laski (1915–1988) war eine unverwechselbare Stimme in der britischen Literaturlandschaft, die sich mit den Lebenswirklichkeiten von Frauen auseinandersetzte und dem ihrer Existenz inhärenten Horror aufspürte. Sie wuchs in einer Familie jüdischer Intellektueller zunächst in Manchester und dann in London auf. Nachdem sie in der Modebranche gearbeitet hatte, studierte sie in Oxford Englisch und arbeitete im Journalismus. Als ihre Kinder geboren wurden, begann sie Romane zu schreiben. Sie war eine bekannte Kritikerin und verfasste Bücher über Jane Austen und George Eliot. Sie lebte in Hampstead, wo sie 1988 starb. Brigitte Jakobeit, vielfach preisgekrönte Literaturübersetzerin, hat Klassiker wie Christopher Isherwood ins Deutsche übertragen, ebenso Bestseller-Autorinnen wie Celeste Ng.
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Die viktorianische Chaiselongue Roman
By Marghanita Laski, Brigitte Jakobeit
Marghanita Laski (1915–1988) war eine unverwechselbare Stimme in der britischen Literaturlandschaft, die sich mit den Lebenswirklichkeiten von Frauen auseinandersetzte und dem ihrer Existenz inhärenten Horror aufspürte. Sie wuchs in einer Familie jüdischer Intellektueller zunächst in Manchester und dann in London auf. Nachdem sie in der Modebranche gearbeitet hatte, studierte sie in Oxford Englisch und arbeitete im Journalismus. Als ihre Kinder geboren wurden, begann sie Romane zu schreiben. Sie war eine bekannte Kritikerin und verfasste Bücher über Jane Austen und George Eliot. Sie lebte in Hampstead, wo sie 1988 starb. Brigitte Jakobeit, vielfach preisgekrönte Literaturübersetzerin, hat Klassiker wie Christopher Isherwood ins Deutsche übertragen, ebenso Bestseller-Autorinnen wie Celeste Ng.
Popular Reviews(1)
Themen: Zeitreise, Krankheit, innere Konflikte Kurzmeinung: Ein kafkaesker Fiebertraum Rezension: Ich dachte, dass „Die Viktorianische Chaiselongue“ aufgrund seiner Kürze ein entspannter Roman für Zwischendurch ist. Und obwohl ich die 144 Seiten in einer Nacht weg gesnackt habe, hat mich das Buch nach dem Lesen nicht wieder losgelassen. Die Handlung ist verworren, geht zügig voran und es bleiben so viele Frage offen. Und das nicht, weil die Geschichte nicht aus erzählt ist, sondern weil vieles schlichtweg ungesagt bleibt. Und dieses Ungesagte sorgt für Beklemmung, Distanz zwischen den Charakteren und regt die Fantasie an, sodass man als Leser:in selbst Vermutungen aufstellt. Ich fand den Aufbau sehr geschickt. Die langen, verschachtelten Sätze haben Melanies Gedankenstrudel und dadurch den gesamten Verlauf immer schneller und wirrer werden lassen. Ab Seite eins bis zum Ende war ich gefesselt und danach musste ich erst verarbeiten, was genau eigentlich passiert ist. „Die Viktorianische Chaiselongue“ hat ein schnelles Tempo, ist abstrus und wird der Beschreibung als kafkaesk wirklich gerecht.