Die Leiden des jungen Werther beschreibt die ungluckliche Liebe eines jungen Mannes (Werther) zu einer verlobten, spater verheirateten Frau. Der Roman ist aus einer radikal subjektiven Perspektive geschrieben: er besteht nur aus Briefen von Werther vor allem an einen Freund namens Wilhelm. Erst im letzten Teil des zweiten Buches tritt ein Erzahler hinzu. Anhand der Briefe kann der Leser sowohl dem Verlauf der Handlung als auch den Gefuhlen Werthers folgen, der immer verzweifelter wird, bis es schlielich in einer Katastrophe endet. Der Roman besteht aus zwei Buchern, die aber eher als zwei Teile eines einzigen Romans anzusehen sind. Wie froh bin ich, da ich weg bin! Bester Freund, was ist das Herz des Menschen! Dich zu verlassen, den ich so liebe, von dem ich unzertrennlich war, und froh zu sein! Ich wei, du verzeihst mir's. Waren nicht meine ubrigen Verbindungen recht ausgesucht vom Schicksal, um ein Herz wie das meine zu angstigen? Die arme Leonore! Und doch war ich unschuldig. Konnt' ich dafur, da, wahrend die eigensinnigen Reize ihrer Schwester mir eine angenehme Unterhaltung verschafften, da eine Leidenschaft in dem armen Herzen sich bildete? Und doch bin ich ganz unschuldig? Hab' ich nicht ihre Empfindungen genahrt? Hab' ich mich nicht an den ganz wahren Ausdrucken der Natur, die uns so oft zu lachen machten, so wenig lacherlich sie waren, selbst ergetzt? Hab' ich nicht o was ist der Mensch, da er uber sich klagen darf! Ich will, lieber Freund, ich verspreche dir's, ich will mich bessern, will nicht mehr ein bichen Ubel, das uns das Schicksal vorlegt, wiederkauen, wie ich's immer getan habe; ich will das Gegenwartige genieen, und das Vergangene soll mir vergangen sein
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Die Leiden Des Jungen Werther
Die Leiden des jungen Werther beschreibt die ungluckliche Liebe eines jungen Mannes (Werther) zu einer verlobten, spater verheirateten Frau. Der Roman ist aus einer radikal subjektiven Perspektive geschrieben: er besteht nur aus Briefen von Werther vor allem an einen Freund namens Wilhelm. Erst im letzten Teil des zweiten Buches tritt ein Erzahler hinzu. Anhand der Briefe kann der Leser sowohl dem Verlauf der Handlung als auch den Gefuhlen Werthers folgen, der immer verzweifelter wird, bis es schlielich in einer Katastrophe endet. Der Roman besteht aus zwei Buchern, die aber eher als zwei Teile eines einzigen Romans anzusehen sind. Wie froh bin ich, da ich weg bin! Bester Freund, was ist das Herz des Menschen! Dich zu verlassen, den ich so liebe, von dem ich unzertrennlich war, und froh zu sein! Ich wei, du verzeihst mir's. Waren nicht meine ubrigen Verbindungen recht ausgesucht vom Schicksal, um ein Herz wie das meine zu angstigen? Die arme Leonore! Und doch war ich unschuldig. Konnt' ich dafur, da, wahrend die eigensinnigen Reize ihrer Schwester mir eine angenehme Unterhaltung verschafften, da eine Leidenschaft in dem armen Herzen sich bildete? Und doch bin ich ganz unschuldig? Hab' ich nicht ihre Empfindungen genahrt? Hab' ich mich nicht an den ganz wahren Ausdrucken der Natur, die uns so oft zu lachen machten, so wenig lacherlich sie waren, selbst ergetzt? Hab' ich nicht o was ist der Mensch, da er uber sich klagen darf! Ich will, lieber Freund, ich verspreche dir's, ich will mich bessern, will nicht mehr ein bichen Ubel, das uns das Schicksal vorlegt, wiederkauen, wie ich's immer getan habe; ich will das Gegenwartige genieen, und das Vergangene soll mir vergangen sein
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