Keiko Furukawa ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Ladenhilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraba dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.
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Die Ladenhüterin
Keiko Furukawa ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Ladenhilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraba dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.
Popular Reviews(28)
⭐⭐⭐½ Keiko ist 36, arbeitet seit 18 Jahren im selben Convenience Store und ist damit eigentlich zufrieden. Nur ihr Umfeld nicht. Murata erzählt trocken und mit leisem schwarzen Humor davon, wie wenig eine Gesellschaft mit einer Frau anfangen kann, die nicht mehr will als ihren Alltag. Im Laden ist Keiko hochfunktional, außerhalb wird ihr ständig eingeredet, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Diese Kritik lässt sich gut auf uns übertragen und hat mir am besten gefallen, ebenso manche herrlich absurde Szene. Mir persönlich blieb die japanische Lebenswelt aber fremd, ich hab beim Lesen (bzw. Hören) eher einen Kulturschock erlebt als mitgefühlt. Für die eine starke Idee hätte es auch eine Kurzgeschichte getan. Ein schmales, kluges Buch, das mich nicht tief berührt, aber zum Nachdenken gebracht hat.
Ulkiges Buch, bei dem ich noch mehr das Bedürfnis bekommen habe, einfach mein Ding durchzuziehen und nicht auf andere Leute zu hören, vor allem nicht auf dämliche Männer!
Eins der asurdesten Bücher, die ich je gelesen habe. Aber gleichzeitig auch so genial und sehr gesellschaftskritisch an den japanischen Werten und der Kultur.
Viel Potential, welches nicht genutzt wurde. Viel Eigeninterpretation nötig.
Spannend. Ich freue mich darauf mit anderen über dieses Buch zu reden. Das Leben der Hauptperson wirkt losgelöst von ihr selbst. Als würde es ihr passieren. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Erzählart der Autorin. Die Sprache ist klar und schlicht, erzeugt allerdings gleichzeitig lebhafte, bunte Bilder beim lesen. Ein interessanter Gegensatz.