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Weil der Kernphysiker Möbius eine furchtbare und gefährliche Formel entdeckt hat, flüchtet er ins Irrenhaus, um die Welt vor seiner Entdeckung zu bewahren.
By Robert Seethaler
Die Geschichte des jungen Franz, seiner Liebe zu Anezka und seine Freundschaft mit Sigmund Freud im Wien der Dreißigerjahre.
By Oscar Wilde
Lord Henry Wotton, ein kluger und zynischer Dandy, verführt den jungen und makellos schönen Dorian Gray zur Selbstentfaltung ohne Furcht vor moralischen Zwängen, zum rücksichtslosen Genuss ohne Reue und weckt damit in ihm das Verlangen, ewig jung und schön zu bleiben. Der Wunsch wird ihm gewährt und so schreiben sich in das Porträt, das statt seiner altert, die Spuren seiner Sünden und Vergehen ein.
By Marlen Haushofer
Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stößt die Frau auf eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmittten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein.
By Joseph Roth
«Eines der schönsten Prosawerke des Jahrhunderts, voller Traurigkeit, voller Weisheit, voller Schrecknis» (Peter Wapnewski)Nicht nur jedem Anfang, auch so manchem Ende wohnt ein Zauber inne. Joseph Roth, literarischer Kronzeuge der Donaumonarchie, bringt deren endzeitlichen Zauber noch ein letztes Mal zum Aufleuchten. «Radetzkymarsch», sein berührendes Requiem auf das alte Österreich, ist selbst durchdrungen von jener taktvollen Grazie, der es in einer unzeitgemäßen Welt nachspürt.Ein gütiger Patriarch wacht in weisem Ratschluss über seine Untertanen, die Weltordnung der Habsburger scheint unvergänglich. Doch hinter kaiserlichem Glanz und Gloria mehren sich die Anzeichen des Verfalls. In Marsch- und Walzerklänge mischen sich Trommelwirbel und schrille nationalistische Töne. Franz von Trotta, Spross einer vom Kaiser protegierten Familie, wird gewahr, dass die Welt, die er als k.u.k.-Beamter in der böhmischen Provinz bis in die letzte Faser seines Wesens repräsentiert, längst dem Untergang geweiht ist. Bald wird nichts mehr sein, wie es einmal war. Der liebenswürdige Melancholiker Roth (1894–1939) hat die «Welt von Gestern» von ihrem Ende her vermessen. Er zeigt den Anachronismus eines Reichs, das zusehends in lähmendem Fatalismus versinkt, verschweigt nicht die schrittweise Aushöhlung schwarzgelber Traditionen, des Kaisers «unbarmherzigen Glanz», offenbart aber zugleich die bis heute ungebrochene Faszination: den hohen Ehrbegriff, die geistreiche Sinnlichkeit, die legere und genießerische Lebensart. Mit leiser Wehmut, dabei so unbestechlich, wie es einem Chronisten zukommt, zeigt er das Nebeneinander von Strenge und Eleganz, Noblesse und Biedersinn, Souveränität und Unvermögen. Der «Radetzkymarsch», lange Zeit nur in entstellter Textgestalt zugänglich, wird hier in der vom Autor beglaubigten Erstfassung von 1932 vorgelegt.
By Thomas Mann
Im scharf belichteten, von Krankheitssymptomen bestimmten bürgerlich-aristokratischen Milieu eines Sanatoriums wird, vorwiegend mittels breit geführter Diskussionen, eine Analyse der Zeit vor dem 1. Weltkrieg vorgenommen. Annotation s. Mann, Thomas "Buddenbrooks" in dieser Nr. [orr]
By Thomas Mann
Thomas Manns weltberühmte NovelleAm Lido von Venedig macht Urlaub, wer es sich leisten kann. Hier blickt der berühmte Schriftsteller Gustav von Aschenbach auf das muntere Treiben am Strand. Und hofft auf das Erscheinen dieses überaus schönen Jungen mit dem langen Haar, der im selben Hotel wie er logiert. Was für eine seltsame Leidenschaft treibt ihn da mit einem Mal um? Im Bann des Jungen zerrinnen dem alternden Autor die Gewissheiten seiner Existenz. Vor der Kulisse der morbiden Lagunenstadt erzählt Thomas Mann eine abgründige, zeitlos gültige Geschichte vom Schmerz der Selbsterkenntnis.Mit dieser Novelle hat Thomas Manns ein allgegenwärtiges Kultbuch erschaffenLiteraturgeschichtlich ist »Der Tod in Venedig«, entstanden am Vorabend des Ersten Weltkriegs, zugleich Höhe- und Endpunkt der Décadence-Literatur des 19. Jahrhunderts »Leidenschaft als Verwirrung und Entwürdigung war eigentlich der Gegenstand meiner Fabel, – was ich ursprünglich erzählen wollte, war überhaupt nichts Homo-Erotisches, es war die – grotesk gesehene – Geschichte des Greises Goethe zu jenem kleinen Mädchen in Marienbad.« Thomas Mann»Reizend erscheinst du, o Stadt; doch reizender warst du dem Jüngling Einst, der feurigen Blicks Leben empfing und es gab. Glückliche Jugend! Es wird in der Seele des zärtlichen Schwärmers. Jedes Gefühl Sehnsucht, jeder Gedanke Gefühl.« Aus Der Tod in Venedig