4.0

Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern: Band 1

By Vic James, Franca Fritz, Heinrich Koop

Format:Hardcover

Zehn Jahre Sklavenarbeit für alle. Fast alle.In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten. Lukes Familie will diese Sklavenjahre gemeinsam durchstehen, im Dienst der mächtigen Herrscherfamilie Jardine. Doch nun rast Lukes Herz vor Angst, als er plötzlich von den anderen getrennt und in die laute und schmutzige Fabrikstadt Millmoor gebracht wird. Die Arbeit dort ist besonders hart. Seine Schwestern sind mit den Eltern am prunkvollen Hofe der Jardines den rücksichtslosen Machtspielen und eiskalten Intrigen der Elite ausgesetzt. Vor allem der junge Adlige Silyen verfolgt mit seinen ungeheuerlichen magischen Fähigkeiten eigene Ziele. Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen.Also das verstand man unter ›Geschick‹, dachte Luke, als er wieder einen klaren Gedanken fassen konnte. Ein so unerträglicher Schmerz, dass man sich wünschte, man wäre tot. Wie sollte man dagegen ankämpfen? Wie konnte man Menschen besiegen, die dazu fähig waren? Nicht Menschen – Monster. Es spielte keine Rolle, dass es nur wenige von ihnen gab: Diese Wenigen genügten völlig.

Science Fiction & Fantasy
448 pagesHardcover
First published 2018-08-22

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Popular Reviews(2)

4.0(5 ratings)
CelineReviewed by Celine

3,5 Sterne Meine Meinung: In Vic James Roman „Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern“ erleben wir als Leser eine Welt, wo Andersartigkeit den Platz eines Menschen in der Gesellschaft festlegt. Die Gewöhnlichen, ohne das sogenannte „Geschick“ haben Sklavenzeit zu verrichten, da diese eben nicht zu den Ebenbürtigen gehören, welche in der Lage sind Geschick zu üben. Wir begleiten hier die Familie Hadley, bestehend aus Luke, Abi, Daisy und ihren Eltern, wobei wir vor allem die Sichtweisen von Luke und Abi geschildert bekommen. Sie sind eine gewöhnliche Familie, ohne jede Art von Geschick und nun soll ihre Sklavenzeit beginnen, doch schon bald muss die Familie feststellen, dass ihr Plan diese gemeinsam zu verrichten nicht aufgeht... Wir begleiten also vor allem die beiden Charaktere Abi und Luke auf ihrer jeweiligen Reise und erleben somit einerseits den wachsenden Aufstand der Sklaven aus Millmoor, einer der grausamsten Sklavenstädte, und andererseits das Leben von Abi auf dem Anwesen der Jardines, einer Familie Ebenbürtiger. Durch die wechselnde Perspektive bekommt man ein ziemlich umfassendes Bild dieser Parallelwelt, die dort aufgebaut wurde. Vor allem, da die Autorin immer wieder auch andere Charakter „zu Wort kommen lässt“ - meiner Meinung nach sehr gut gelungen! Andererseits wird man ein wenig mit Informationen überschüttet. Von Teenie-Liebeleien über politische Geschehnisse bis hin zu tiefgreifenden Familengeheimnissen ist wirklich alles dabei. Das machte es für mich teilweise sehr schwer der Geschichte zu folgen, wobei es natürlich wichtig war diese Aspekte alle in den ersten Band einfließen zu lassen. Beschäftigen wir uns also zunächst mit Lukes Welt in der Sklavenstadt.. Luke lernt schnell, dass hätte Arbeit von nun an seinen Alltag bestimmt, doch schnell lernt er mit Renie auch die richtigen Leute kennen, denn sie gehört zum sogenannten „Spiel“. Eine Organisation, die die Sklavenzeit beenden will. „Millmoor verändert die Menschen. Aber man kann selbst bestimmen, auf welche Weise es einen verändert.“ (Renie) Schnell wird Luke Teil davon, doch so ganz konnte mich das Konzept nicht überzeugen. Die Aktionen der Gruppe wirkten auf mich halbherzig und diese kleine Rebellion weckte einfach nicht mein Interesse. Ich konnte nicht mitfiebern, Spannung kam für mich keine auf...für mich war dieser Part der Geschichte ziemlich langweilig und auch die Umstände unter denen die Sklaven leben wirkten verhältnismäßig human, entgegen der allgemeinen Auffassung im Buch. Immerhin hatten Luke und seine neuen Freunde genug freie Zeit sich in aller Ruhe Tee zu kochen und Pläne zu schmieden. Überzeugt mich nicht. Mehr hat mich persönlich Abi‘s Aufenthalt bei den Jardines gereizt, denn diese Familie steckt voller List, Tücke und dunkler Geheimnisse. Da ist zum einen Gavar, um den sich viele dunkle Gerüchte winden und der weder sein Temperament, noch sein Geschick zu zügeln weiß. Zum anderen treffen wir auf Silyen (meinen persönlichen Favoriten), der ein solch undurchschaubarer Charakter ist, das er wohl das Interesse der meisten weckt. Und schließlich Jenner, der so gar nicht in seine eigene Familie zu passen scheint. Die Jardines haben das Buch für mich ausgemacht, mit all ihren dunklen Geheimnissen und ja, auch mit ihrer Brutalität und ihrer Unberechenbarkeit. Aber auf die näheren Erlebnisse von Abi und ihrer Familie möchte ich nicht eingehen, da man es wirklich selbst lesen und erleben sollte! Manche Dinge fand ich sehr interessant und fast schon spannend, andere Begebenheiten haben mich genervt. Das Geschick an sich ist für mich nach wie vor ein Geheimnis, das ich nicht ganz entschlüsseln kann. Auf jeden Fall ist der Hof der Jardines ein Ort, wo äußerliche Schönheit auf innere Grausamkeit trifft. Brutalität im schicken Gewand, könnte man sagen. Fazit: Leider konnte ich trotz des wirklich gut zu lesenden, wenn auch sehr simplen Schreibstils keine wirkliche Bindung zu den Charakteren aufbauen, zumindest nur zu den wenigsten. Ich habe wenig mitgefiebert oder mir wirklich viele Gedanken gemacht. Durch die Leserunde des FISCHER-Lesecluns habe ich mich natürlich mit der Thematik des Buches auseinandergesetzt, allerdings hätte ich dies unter anderen Umständen vielleicht weniger getan. Die Spannung blieb leider während der ganze Geschichte auf einem ziemlichen Nullpunkt. Es gibt zwar viele Geheimnisse und andere Mysterien, die das Interesse des Lesers wecken, auf diese wurde allerdings viel zu wenig eingegangen. Sehr schade. Trotzdem möchte ich die tolle Idee dahinter honorieren und auch wenn das Potential ziemlich verschenkt wurde hoffe ich auf den zweiten Band und vergebe einen Vertrauensvorschuss mit meiner Wertung von 3,5 Sternen!

annielemieReviewed by annielemie

Was für eine außergewöhnliche Dystopie!<br/>Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht verschiedener Personen erzählt. Am Anfang war ich von dem schnellen Wechsel überfordert und dachte, dass das nicht aufgehen kann und es einfach zu viele Personen sind.<br/>Aber die Geschichte hat mich schnell in den Bann gezogen und das Konzept ging voll auf. Die Erzählung folgt einem roten Faden (das Ende erfährt man natürlich nicht im ersten Band). Durch den Wechsel der erzählenden Person kann man die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln verfolgen, wobei sich aber nichts wiederholt. Alles setzt sich flüssig zusammen. Genauso ist es mit all den Besonderheiten des Landes. Man erfährt genug um alles zu verstehen und nicht die ganze Zeit Fragezeichen im Kopf zu haben. Dennoch werden im Verlauf des Buches immer wieder weitere Details aufgedeckt. Die Spannung bleibt also ständig hoch. Vorranog geht es hier nicht um eine Liebesgeschichte, was Dark Palace von anderen Dystopien abhebt.<br/>Ich muss jetzt mal den zweiten Band lesen gehen. Es gibt noch viel zu entdecken!

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