Nagarjuna
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Nāgārjuna war ein buddhistischer Philosoph und Lehrer indischer Herkunft, der vermutlich im 2. Jahrhundert lebte. Er legte den Grundstein für die Schule des Mittleren Weges (Mādhyamaka) und hinterließ zahlreiche Werke zur buddhistischen Philosophie. Zu seinen zentralen Themen gehörten die Leerheit (śūnyatā), das Entstehen in Abhängigkeit und die Lehre von den Zwei Wahrheiten. Mit dem sogenannten Urteilsvierkant (catuṣkoṭi) entwickelte beziehungsweise nutzte er eine Methode, um extreme philosophische Positionen zu hinterfragen. Nāgārjuna zählt zu den einflussreichsten Denkern des indischen Buddhismus und prägte insbesondere die Traditionen des Vajrayāna und des Zen.