4.4

Was uns erinnern lässt

von Kati Naumann

Format:Hardcover
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Hunger, Vertreibung, Wiedervereinigung und Versöhnung: In »Was uns erinnern lässt« erzählt Kati Naumann das bewegende Schicksal zweier Frauen vor dem Hintergrund deutsch-deutscher Geschichte und der Kulisse des Rennsteigs im Thüringer Wald. Ein Roman-Highlight für alle Leserinnen von »Altes Land«, »Bühlerhöhe« und Carmen Korns Jahrhundert-Trilogie.1977: Das Zuhause der vierzehnjährigen Christine ist das ehemals mondäne Hotel Waldeshöh am Rennsteig im Thüringer Wald. Seit der Teilung Deutschlands liegt es hinter Stacheldraht in der Sperrzone direkt an der Grenze. Schon lange findet kein Wanderer mehr den Weg dorthin. Ohne Passierschein darf niemand das Waldstück betreten, irgendwann fahren weder Postauto noch Krankenwagen mehr dort hinauf. Fast scheint es, als habe die DDR das Hotel und seine Bewohner vergessen.2017: Die junge Milla findet abseits der Wanderwege im Thüringer Wald einen überwucherten Keller und stößt auf die Geschichte des Hotels Waldeshöh. Dieser besondere Ort lässt sie nicht los, sie spürt Christine auf, um mehr zu erfahren.Die Begegnung verändert beide Frauen: Während die eine lernt, Erinnerungen anzunehmen, findet die andere Trost im Loslassen.»ein ebenso kenntnisreicher wie berührender Text […] ein Roman, der hervorragend lesbar ist, zu Herzen geht und spannend komponiert wurde« NDR Kultur»Kati Naumann widmet sich ebenso einfühlsam wie eindrücklich einem selten thematisierten Kapitel deutscher Geschichte, aus dem wir noch immer für die Gegenwart lernen können.« BÜCHERmagazin»Dieses starke Stück Geschichte aus der deutsch-deutschen Vergangenheit erzählt von Familie, Heimat, Zwangsenteignung und Schuld.« Neue Presse Hannover»Man blickt dabei in Abgründe staatlicher Gewalt, aber auch in die Abgründe der menschlichen Seele. […] fesselnd erzählt, […] ein ergreifender, aber unsentimentaler Betrag zur Aufarbeitung deutscher Geschichte.« MDR Thüringen»Ein fesselnder Familienroman, der vom Leben in der deutschen Sperrzone im Thüringer Wald erzählt.« Bücher-Magazin»eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, sondern auch ein historisches Zeugnis über das Leben der Bürger im ehemaligen DDR-Grenzgebiet mit genauer Recherche und Gesprächen mit Zeitzeugen« Neue Presse Coburg»Kati Naumann beschreibt mit viel Einfühlungsvermögen das Misstrauen der Behörden gegenüber der Familie, die Bespitzlungen, die Schikanen, die brutale Umsiedlung […] Über die gut 400 Seiten baut die Autorin einen Spannungsbogen auf, der auch überraschende Wendungen beinhaltet. […] Ein Buch aus dem Leben, welches noch viel abgeschirmter war, als das der meisten anderen DDR-Bürger.« Sächsische Zeitung»Ein fesselnder Familienroman, der viel Wissenswertes über das Leben in der ehemaligen DDR vermittelt.« News»Der Roman erzählt emotional berührend von einem Familienschicksal, das sich gegen seine Epoche stemmt.« MDR Kultur

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
416 SeitenHardcover
Erschienen an: March 1, 2019

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Aktuelle Rezensionen(2)

4.4(9 ratings)
LauraRezension von Laura

Mein 1. Buch von Kati Neumann,was für eine wunderbar,erzählte Geschichte die mir sehr nah ging.

Mrs MoriartyRezension von Mrs Moriarty

Es reicht sogar für einen halben Stern mehr ;) 3,5 Sterne würde ich hier vergeben. Warum? Schade das die Autorin kein ausführlicheres Nachwort beigefügt hat, es hätte mich interessiert, wie sie zum Thema Enteignung und Umsiedlung in der DDR recherchiert hat und welche Sach- und Fachbücher sie empfehlen würde. Wenn man bedenkt das der Mauerfall grade mal 30 Jahre her ist, verwundert es nicht, das erst jetzt so langsam auch der Unterhaltungsroman Themen der DDR aufarbeitet, die bisher - zumindest mir - in Romanform so noch nicht untergekommen sind. Viele der Betroffenen Leben noch, gleichzeitig bleibt das ganze immer seltsam in der Schwebe, es ist kein Thema mehr. Wird einfach verschwiegen, als ob es diese Vergangenheit nicht gegeben hätte. Es ist nicht so, das eine Aufarbeitung nicht stattfindet, aber in der breiten Masse ist das Thema einfach immer noch ein Problem. Deshalb finde ich es auch so gut, das Kati Naumann einen Roman und eine ganze Familiengeschichte darum herum aufgebaut hat. Die große Stärke des Romans ist dabei meiner Meinung nach vor allem, das es ihr gelingt, heraus zu arbeiten, was es für Menschen die von dieser Art von Enteignung betroffen waren, bedeutet hat. Hier wurde eine ganze Familie nicht nur auseinander gerissen, sondern auch aus ihrem Zuhause vertrieben. Manchmal fehlte mir aber trotzdem etwas mehr Tiefe, da schwang schon eine große Portion Nostalgie mit, das war nicht immer so ganz mein Fall. Auch wenn es verständlich war, warum das zur Handlung trotzdem ganz gut passte. Gelungen waren auch die zwei Zeitebenen. Vor allem weil Milla so herrlich unaufgeregt und wenig dramatisch in die Geschichte eingebunden war. Oft werden ja irgendwelche Hochdramatischen und unrealistischen Erzählstränge heraufbeschworen. So etwas spart sich Naumann lieber und konzentriert sich viel mehr auf die Famile Dressel und ihre Geschichte. Das hat mir richtig gut daran gefallen. Zudem war auch etwas Spannung dabei, weil Milla zudem in den Akten herausfinden möchte, wer die Familie damals vermutlich hintergangen hat. Die Person die es am Ende ist, hat mich etwas überrascht, war aber durchaus realistisch. Ich fand nur die Reaktion darauf insgesamt nicht so glaubwürdig. Gelesen habe ich Was uns erinnern lässt quasi in einem Rutsch. Der Roman war wirklich gut zu lesen und ich konnte sehr schön eintauchen. Ich kenne die beschrieben Gegend zwar überhaupt nicht, aber ich hatte den Wald und ein passendes Haus, überhaupt die ganze Umgebung trotzdem vor Augen. Ein bisschen gepaart mit meinen Erinnerungen an verschiedene Dokus in denen auch die Grenze thematisiert wurde. Mir hat hi und da wie gesagt etwas mehr Tiefe gefehlt und der Fokus war schon sehr stark auf die Familiengeschichte gelegt. Da blieb der eigentliche historische Hintergrund manchmal nicht so richtig greifbar. Ich hoffe das sich in nächster Zeit mehr Autor*innen mit der DDR kritisch auseinander setzen, nach dem es ja immer wieder Ostalgiewellen gab und sich gerne eine "Es war nicht alles schlecht"- Mentalität breit macht, die meiner Meinung nach zu verklärend auf die Tatsache schaut, in wie weit der Staat Einfluss auf die gesamte Lebensrealität der Menschen genommen hat. Kati Naumanns Roman ist trotz meiner Kritik ein Beitrag dafür, genau dies Sichtbar zu machen.

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