3.6

Vor dem Fest

von Sasa Stanisic

Format:Hardcover
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Es ist die Nacht vor dem Fest im uckermärkischen Fürstenfelde. Das Dorf schläft. Bis auf den Fährmann – der ist tot. Und Frau Kranz, die nachtblinde Malerin, die ihr Dorf zum ersten Mal bei Nacht zeigen will. Ein Glöckner und sein Lehrling wollen die Glocken läuten, das Problem ist bloß: die Glocken sind weg. Eine Füchsin sucht nach Eiern für ihre Jungen, und Herr Schramm, ein ehemaliger Oberst der NVA, findet mehr Gründe gegen das Leben als gegen das Rauchen. Niemand will den Einbruch ins Haus der Heimat beobachtet haben. Das Dorfarchiv steht aber offen. Doch nicht das, was gestohlen wurde, sondern das, was entkommen ist, treibt die Schlaflosen um. Alte Geschichten, Sagen und Märchen ziehen mit den Menschen um die Häuser. Sie fügen sich zum Roman einer langen Nacht, zu einem Mosaik des Dorflebens, in dem Alteingesessene und Zugezogene, Verstorbene und Lebende, Handwerker, Rentner und edle Räuber in Fußballtrikots aufeinandertreffen. Sie alle möchten etwas zu Ende bringen, in der Nacht vor dem Fest.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
320 SeitenHardcover
Erschienen an: March 10, 2014

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Aktuelle Rezensionen(10)

3.6(54 ratings)
SeviRezension von Sevi

Ich weiß gar nicht warum ich nach 'Herkunft' so lange gebraucht habe, um ein zweites Buch von Saša Stanišic zu lesen. Ersteres hat mir damals fantastisch gefallen und auch 'Vor dem Fest' ist wieder ein Fest (lol). Erzählt wir aus Perspektive eines 'Wir', welches wohl die Dorfbewohner*innen des uckermärkisch Örtchens Fürstenfelde repräsentiert. In der ein oder anderen Szene schwebt dieses 'Wir' aber so über den Dingen, dass ich es nicht völlig einfach den Dorfbewohner*innen zuschreiben möchte. Durch diese Perspektive erzielt der Text eine Art Komplizenschaft mit den Leser*innen. Vielleicht ist das der Grund warum mich dieses Buch wieder mal völlig in seinen Bann gezogen hat. Sprachlich ist es herausragen. Auch wenn Stanišic an der ein oder anderen Stelle vielleicht auch bissl angiebt. Er weiß halt auch, dass er gut schreiben kann. Auf der inhaltlichen Ebene wird, neben vielen Rückblenden in die Geschichte Fürstenfeldes, eine Nacht vor einem Dorffest geschildert. Man folgt spannenden Plots, wie bspw. wird es Frau Kranz gelingen für die Dorfauktion ein Bild fertigzustellen, schafft es der ehemalige NVA-Offizier Herr Schramm eine Schachtel Zigaretten von einem Automaten zu erwerben oder wer ist eigentlich dieser Adidas-Mann, der plötzlich im Dorf aufgetaucht ist? Episodisch werden Schlaglichter auf Mensch, Tier und Dorf selbst geworfen. Viel erfährt man hierdurch über die Gefühlsstruktur dieses ostdeutschen Dorfes. Und das ist ein wahrer Genuss

AnjaRezension von Anja

Eine geradezu poetischer Darstellung von belanglosem Dorfalltag in der Provinz, von Eigenbrödlern und skurrilen Gestalten in der Nacht vor dem großen Fest, angereichert mit Legenden und historischen Ereignissen aus dem Dorfarchiv. Saša Stanisić ist ein Meister der Sprache, der Erschaffung von Stimmungen und der Erzählkunst.

Ada Jule GerholdRezension von Ada Jule Gerhold

was ein fest!

Carmen HuberRezension von Carmen Huber

4 ⭐️; eine Geschichte über eine Dorfgemeinschaft inklusive eines Tieres. Es gibt einige Zeitsprünge. An einigen Stellen bleibt für mich eine offene Interpretation stehen, an diesen weiß ich nicht genau wie ich die Szene gerade deuten soll. Der Schreibstil hat mir gut gefallen.

EmmaRezension von Emma

Niemand kann, was Saša Stanišić kann (ich weiß nicht, was es ist)!!! Es gibt niemanden (außer Taylor Swift) für den ich so fangirle

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